Großes Frauenfrühstück vom 30.06.2012

„Nur Mut – die Angst besiegen lernen“
mit Monika Riwar

Tja – wenn das nur so einfach wäre!!!
Aber halt, schon beim genaueren lesen des Titels fällt mir auf, es heißt nicht, ich muss die Angst besiegen und darf keine Angst mehr haben. Nein, es heißt, die Angst besiegen lernen. Ich kann es lernen, die Angst zu besiegen, Schritt für Schritt. Das klingt schon etwas tröstlicher, oder? Aber soll das etwa heißen,  ich muss es üben??? Oh ja, Angst lässt sich nur über Erfahrung überwinden.

riwarIch muss mich der Situation stellen, mich mit ihr befassen. Es gibt natürlich verschiedene Ängste, aber bei manchen hilft es schon, wenn man sich damit auseinander setzt und man weiß, warum unser Körper jetzt so reagiert und nicht anders. Angst kann auch etwas gutes sein, uns beschützen zum Beispiel. Aber meistens ist es eines der unangenehmsten Gefühle, die es gibt. Egal ob sich meine Gedanken um die Gesundheit drehen, um den verlorenen Arbeitsplatz, ob es sich um Existenzängste handelt oder weil ich mir einfach nichts zutraue. Alltagsängste, Stress – Sinnlosigkeit, ich komme ins Grübeln, Unruhe packt mich, meine Gedanken drehen sich, ich denke viel, – zuviel,  und und und…
Nein, STOPP!!!
Angst ist eine der Lieblingswaffen unseres Widersachers.Doch der größte Feind der Angst ist die Liebe, Gott ist Liebe. In der Glaubensbeziehung mit Jesus Christus zu leben ist eine unserer größten Ressourcen mit dem Umgang mit Angst. Angst kann mich vielleicht mein Leben lang in verschiedenen Situationen begleiten, aber es ist nicht mehr das Zentrum. Mein Fundament ist Jesus Christus. Wir brauchen einen Ort wo wir sicher sind; ohne Gott, hängt unser Leben in der Luft. Für mich ist Jesus der Anker, mein Fels und meine Burg. Ich weiß, er hat alles in der Hand. Wenn auch mein Leben mir manchmal wie ein einziges Chaos erscheint, so weiß ich doch, Gott hat einen wundervollen Plan für mich. Ich vertraue Gott. Je tiefer mein Glaube und mein Vertrauen sind, desto weniger Macht hat die Angst (Erfahrungssache).

Ja, manchmal muss man zu den aufkommenden Ängsten laut „nein“ und „stopp“ schreien (Veränderung des inneren Katastrophengesprächs). Und die positiven, richtigen Wahrheiten aussprechen: Ich bin nicht allein, der allmächtige Gott der Himmel und Erde geschaffen hat, ist bei mir. Ich weiß mich geliebt von Jesus. (Ich sage hier absichtlich „ich weiß“, denn fühlen, ja, es gibt wunderschöne Tage da kann ich seine Liebe fühlen, aber Gefühle kommen und gehen, an anderen Tagen spüre ich gar nichts, dann bin ich sehr froh, dass ich weiß, er liebt mich, egal wie ich mich gerade fühle). Er ist gegenwärtig und steht zu mir.

Jes 43,1: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, du bist mein“.
Psalm 27: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil vor wem sollte ich mich fürchten?“
Jesus ist stärker als meine Angst und er hat alles unter Kontrolle. Oder ich lege mich gedanklich in die Hand Gottes.Das sind alles Sinnbilder, Wahrheiten, Texte aus der Bibel die ich versuche, mir am besten schon in guten Zeiten einzustudieren, denn wenn ich erst einmal in einer Angstphase bin, ist es sehr schwer mich dann auf die richtigen Sätze zu konzentrieren. Also doch eine Übungssache.
Wie gut, dass es Gebete gibt, dass ich jederzeit Gott darum bitten darf, mir auch hier zu helfen.
Mich mit anderen Menschen auszutauschen, aber manchmal muss man auch den Mut haben sich Hilfe von Fachleuten zu holen. Und wie schön, dass es immer wieder so ein schönes Frauenfrühstück gibt, mit einem so interessanten Thema, und soviel Gutes.

Vielen Dank an die Referentin Monika Riwar, danke an Frau Wurm und ihre fleißigen Helfer, die zu einem wunderschönen Vormittag beigetragen haben. Da freue ich mich schon wieder auf das nächste Frauenfrühstück.

Eine Haftnotiz auf meinem Computer fällt mir gerade noch ins Auge:
Psalm 139,5:  „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“.
Das wünsche ich allen Beteiligten und Lesern von ganzem Herzen

Eine Teilnehmerin

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