Rückblick Männerfreizeit 2012

Was geschieht, wenn sich 19 Männer und Glaubensbrüder aufmachen, sich ein Wochenende Zeit nehmen und in die Berge ziehen? Am Freitag, den 28. September 2012 fahren wir raus aus dem Alltag, raus aus den alltäglichen Rhythmen und Verpflichtungen, raus aus den alltäglichen Rollen als Väter, Ehemänner, Berufstätige, raus aus dem Tal des Alltags, hinauf in die Abgeschiedenheit und Ruhe der Neulandhütte zu unserer Männerfreizeit. Der Unimog des Bauern gibt uns Gepäckhilfe, steigen dürfen wir selbst, und wir spüren im Steigen, dass dies Geist, Seele und Körper gut tut. Wir lassen uns ein auf diese Gemeinschaft unter Männern und Brüdern. Männer dreier Lebensphasen – dynamische junge der ersten Berufsjahre, im heißen Mittag des Lebens stehende in voller Verantwortung, und solche des Lebensnachmittags, die bereits eine väterliche Güte ausstrahlen – wir haben uns alle etwas zu sagen und zu geben.

Während wir äußerlich umsorgt sind vom erfahrenen, treuen Team, das für uns organisiert und eingekauft hat und das uns mit kräftiger  Männerkost ausgesucht bekocht, spüren wir, dass wir auch innerlich von Gott versorgt werden. Im gemeinsamen Wandern, am Hüttentisch neben dem Kachelofen, beim Feuern, Kochen, Spülen, Essen und Spiel kommen wir leicht ins Gespräch, dürfen wir Einblicke bekommen in andere Lebenssituationen, und dadurch auch in unsere eigene. Die eine oder andere Frage eines Bruders löst plötzlich eigene Fragen und Gedanken aus, und plötzlich spüre ich, wie Gott durch die Geschwister zu mir redet. Wo stehe ich selbst eigentlich gerade, diese Frage stellt sich plötzlich. Kleine, wertvolle Zusagen und Einsichten sind es, die Gott mir schenkt, und die ich als reiche Beute mitnehmen möchte.

Nach diesem Erleben, das die Zeit des Wochenendes und die Gemeinschaft der Männer als Voraussetzung hatte, dürfen wir unseren Hüttengottesdienst mit Lobpreis, Botschaft, Abendmahl und am Ende mit gegenseitiger Salbung und Segnung feiern. Dieser ist schlicht im Äußeren, aber ganz intensiv im Erleben dessen, dass Gott uns an diesem Wochenende nahe war und uns berührt und beschenkt hat. Nach der deftigen Sharba Libiya (libyschen Suppe) und dem Klarmachen der Hütte kommt der Unimog, der das Gepäck abholt, und Gott entlässt uns wieder in den Alltag unserer Aufgaben.

Klaus Gundelbacher

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