Viele Halteverbotschilder übereinander und nebeneinander

Gemeinde zwischen Anfechtung und erhörtem Gebet

Wir sind in unserer Generation gerade umgeben von Problemen, Anfechtung und Herausforderungen, von Bedrohungen und unfassbarem Leid. Aber – die christliche Gemeinde kann beten und vertrauen – und gegen alle Hassparolen und Biertischargumente aufstehen. Denn Gott will uns die Angst vor dem Leben nehmen. Er hat die Macht dazu.

Daten

Prediger
Gerd Ballon
Thema
Gemeinde zwischen Anfechtung und erhörtem Gebet
Reihe
Datum
30.08.2015
Länge
25:19
Bibelstelle
Apostelgeschichte 12, 1-17
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter

Lesungstext

1 In dieser Zeit ließ König Herodes einige Christen in Jerusalem verhaften und foltern.
2 Jakobus, der Bruder des Johannes, wurde enthauptet.
3 Als Herodes merkte, dass er dadurch bei den führenden Männern der Juden Ansehen gewann, ließ er noch während des Festes der ungesäuerten Brote Petrus gefangen nehmen.
4 Man warf den Apostel ins Gefängnis. Dort bewachten ihn ununterbrochen vier Soldaten, die alle sechs Stunden abgelöst wurden. Herodes wollte nach dem Passahfest Petrus öffentlich den Prozess machen.
5 Aber die Gemeinde in Jerusalem hörte nicht auf, Gott um Hilfe für den Gefangenen zu bitten.
6 In der letzten Nacht vor dem Prozess schlief Petrus angekettet zwischen zwei Soldaten, während zwei andere vor der Zelle Wache hielten.
7 Plötzlich betrat ein Engel des Herrn die Zelle, und Licht erfüllte den Raum. Der Engel weckte Petrus, indem er ihn anstieß, und sagte zu ihm: „Steh schnell auf!“ Sofort fielen Petrus die Ketten von den Handgelenken.
8 „Binde deinen Gürtel um, und zieh deine Sandalen an“, befahl ihm der Engel. „Nimm deinen Mantel, und folge mir!“
9 Petrus ging hinter dem Engel aus der Zelle. Aber die ganze Zeit über konnte er nicht glauben, dass all dies wirklich geschah. Er meinte, er hätte eine Vision.
10 Doch sie passierten die erste Wache, die zweite und kamen schließlich an das schwere Eisentor, das zur Stadt führte. Es öffnete sich vor ihnen. Nun hatten sie das Gefängnis verlassen und bogen in eine schmale Straße ein. Da verschwand der Engel,
11 und erst jetzt begriff Petrus: „Der Herr hat mir tatsächlich seinen Engel geschickt, um mich aus der Gewalt des Herodes zu retten. Die Juden werden vergeblich auf meine Hinrichtung warten.“
12 Petrus überlegte und ging dann zu dem Haus, in dem Maria wohnte, die Mutter von Johannes Markus. Dort hatten sich viele Christen aus der Gemeinde zusammengefunden, um zu beten.
13 Als Petrus an die Haustür klopfte, kam ein Mädchen, das Rhode hieß, und wollte hören, wer da war.
14 Sie erkannte Petrus sofort an der Stimme, vergaß aber vor lauter Freude die Tür zu öffnen und lief ins Haus zurück. „Petrus steht draußen vor der Tür!“, rief sie.
15 „Du musst dich irren!“, meinten die anderen. Aber sie blieb bei ihrer Behauptung. Jetzt vermuteten einige: „Vielleicht ist es sein Engel!“
16 Petrus hörte nicht auf, an die Tür zu klopfen. Als sie ihm endlich öffneten und Petrus erkannten, gerieten sie vor Freude außer sich.
17 Mit einer Handbewegung brachte er sie zur Ruhe, und dann berichtete er, wie ihn der Herr aus dem Gefängnis befreit hatte. „Sagt das auch Jakobus und den anderen“, bat er zum Schluss. Dann trennten sie sich, und Petrus verließ Jerusalem, um sich in Sicherheit zu bringen.

Predigt

Liebe Gemeinde,

„Ich steh in meines Herren Hand“. Immer wieder singen wir solch mutmachende Lieder im Gottesdienst. Und meistens so wie alle Lieder: mit großer Selbstverständlichkeit.
Und ich denke, die Erfahrungen mit dem Gebet zu Gott in unserem persönlichen Alltag und im Alltag der Gemeinde machen auch Mut zu diesem Satz: „Ich steh in meines Herren Hand – und will drin stehen bleiben“. Biblische Beispiele gibt es gerade im AT genug:
Abraham, der für Sodom bittet und erlebt, wie der große Gott in seiner Barmherzigkeit mit sich handeln lässt.
Mose, der erfährt, dass Gottes Hauptanliegen die Rettung der Menschen ist, und der dafür danken kann von ganzem Herzen.
David, der über Gottes Güte auch in seinem Leben nur staunen kann und ihn preist. Ermutigende Beispiele für Gottes Bewahrung.

„Ich steh in meines Herren Hand“- so singen wir also oft mit großer Selbstverständlichkeit. Und dabei denken wir insgeheim: bisher hat er uns behütet; bisher war Ruhe bei uns; Sicherheit allerwegen. Ja, wirklich, wir stehen in unseres Herren Hand – und werden doch wohl auch darinnen stehen bleiben – und irgendwann eines natürlichen Todes sterben – alt und lebenssatt.
„Ich steh in meines Herren Hand“ – dieses Lied singen wir vielleicht auch einmal in einer anderen Situation – im Engpass unseres Lebens. Wird es uns da durchtragen? Wird unser Glaube dann halten?

Jakobus hat dieses Lied auch gesungen – nicht vom Wortlaut, aber vom Sinn her und zum Klang von Harfe, Hörnern und Zimbeln. Er hat es gern gesungen im Kreis seiner Brüder und Schwestern – auf aramäisch. Und wir hören nicht davon, dass er es nicht auch gesungen hat, als ihm klar wurde: in Kürze bin ich mausetot. Geköpft. Herodes Agrippa I. hat dem Jakobus wohl nicht viel Zeit gelassen, sich innerlich vorzubereiten. „Er tötete“, heißt es. Also wohl ohne offiziellen Prozess. Schnell, hart und ohne lange Wartezeit. –
„Ich steh in meines Herren Hand“ –

„In dieser Zeit ließ König Herodes einige Christen in Jerusalem verhaften und foltern. Jakobus, der Bruder des Johannes, wurde enthauptet. Als Herodes merkte, dass er dadurch bei den jüdischen Führern an Ansehen gewann, ließ er noch während des Passahfestes Petrus gefangen nehmen.“

So steht es in Apg. 12,1-3. Dazu der 1. Gesichtspunkt:

1. Die Gemeinde Jesu in der Anfechtung

Wir gehen wohl recht in der Annahme, dass diese Verse nicht nur gemeint sind als der bloße Hintergrund einer großartigen Befreiungsgeschichte. Deshalb habe ich auch noch nicht weiter gelesen. Vielmehr zeigt uns dieser Text ganz deutlich: auch Leid, Ausgeliefertsein an fremde Mächte, auch der Tod in der Mitte des Lebens gehört zum Leben eines Christen. Und hier in Apg 12 wird nicht theoretisch über das Leid nachgedacht. Hier stellt uns Gottes Wort in die Spannung hinein, dass Menschen, die Jesus gehören, nahezu hilflos der Willkür einer Staatsmacht ausgesetzt sind. Agrippa greift – wenigstens zunächst – ungestraft nach den Leuten der Gemeinde. Er darf sie peinigen, drangsalieren und schikanieren. Jakobus wird sogar ohne Prozess beiseite geschafft. Und mancher fragt an solchen Stellen: „Ja, gehört denn das zum Christsein? Sind Gottes bewahrendem Eingreifen denn Grenzen gesetzt? Triumphiert letztlich das Böse doch?“

  • Dann, wenn der Tod nach Menschen greift, die mitten im Leben stehen und die eine Lücke hinterlassen in ihren Familien und in der Gemeinde;
  • Dann, wenn Ehen kaputtgehen und nicht mehr zu retten sind; Ehen, die einmal unter dem Segenszuspruch Gottes begonnen haben und soviel Leid über Eltern und Kinder bringen;
  • Dann, wenn Krankheit trotz aller hand auflegenden Gebete nicht weicht, sondern einen Nachfolger Jesu immer mehr schwächt und auf den Tod zutreiben lässt;
  • Dann, wenn auch syrische Christen in einem Kleinlastwagen ersticken (denn es werden wohl auch Christen darin eingesperrt gewesen sein)

Dann spüren wir immer wieder: Gemeinde Jesu ist Gemeinde in der Anfechtung. Und sie kann dann so wie hier in Jerusalem nur eines tun: mitleiden! Nicht Mitleid haben, sondern mitleiden. Mit erschüttern angesichts der Macht des Tödlichen. Miteinander die Hilflosigkeit aushalten. Und nur ja nicht so schnell christliche Trostpflästerchen aufkleben. Hier in der Apg ist es so nüchtern, so schlicht und ergreifend gesagt und geschildert: Gemeinde kennt diese Anfechtung.

Nur: an dieser Stelle gilt es auch beispielhaft festzuhalten: die Gemeinde jammert und klagt nicht. Wie oft tun wir das als erstes. Die Gemeinde in Jerusalem tut etwas anderes:

2. Sie betet sich hindurch

In der Gemeinde entsteht keine Panik, keine blinde Aktivität. Man muss sich einmal die Dramatik von V. 5 vor Augen halten: Auf der einen Seite die nackte Gewalt der Staatsmacht, auf der anderen Seite das Gebet der Gemeinde. Wunderbar, nur – wie oft erleben wir das anders im eigenen Leben, auch im Leben unserer Gemeinde. Wie schnell kann Hoffnungslosigkeit an die erste Stelle treten. Wie oft lassen wir uns hilflos machen und ratlos. Dann hat die Anfechtung mich in ihrer Eisenumklammerung, und ich bin ihr Gefangener, so wie Petrus Gefangener der bösen Macht um Agrippa war.

Oder ich suche zuallererst nach eigenen Lösungen – die es aber nicht gibt – bevor mir der Gedanke kommt: Du könntest ja auch beten. Und du könntest andere um Gebetshilfe bitten!

Wie oft sind wir geneigt, erst einmal zu Aktivisten zu werden und selber unser Lebensproblem zu lösen zu versuchen – bis wirklich gar nichts mehr geht und wir Zuflucht zum Beten nehmen.
Die Gemeinde in Jerusalem hätte ganz anders handeln können als hier beschrieben. Man hätte sagen können: Lasst uns diese Versammlung hier auflösen. Wer weiß, ob wir nicht aufgestöbert werden; und dann kommen noch mehr von uns hinter Gitter.

Man hätte überprüfen können, ob irgendein Bekannter in der Gemeinde Kontakt zum Königlichen Hof hatte, um über das uralte Mittel „Vitamin B“ eine Hafterleichterung für Petrus zu erreichen. All das tut man nicht, nicht als Erstes. Vielleicht, weil die Gemeinde meinte: das können wir ja immer noch. Zunächst musste erst einmal das wirklich wichtige geschehen: die Gemeinde musste beten. Und sie betete sich hindurch. Durch Ängste und Verzweiflung; durch alle Anfechtung. Und am Ende zeigte sich: Gott hatte ihre Gebete über alle Erwartungen erhört und alles in Ordnung gebracht. Petrus war frei.
Aber das ist auch so ein Punkt, der nachdenklich macht. Nämlich:

3. Gott tut vielmehr, als die Gemeinde erbittet – er überfordert nicht den Glauben seiner Kinder

Wir dürfen uns schon einmal fragen, worum denn die Gemeinde damals eigentlich gebetet hat! Was war wohl das konkrete Anliegen der Christen damals? Dass Petrus in der Nacht im kalten Gefängnis gut schlafen konnte und keinen Schnupfen bekäme? (Kann ja sooo unangenehm sein!) Dass er standhaft seinen Glauben vor dem Gerichtshof bekennen könnte?

Aus der Reaktion in VV 15f wird jedenfalls deutlich, dass sie wohl nicht um eine wundersame Befreiung gebetet haben. „Das ist doch ganz unmöglich“, meinten die anderen ungläubig zur Magd. „Du musst Dich irren“. Aber sie blieb bei ihrer Behauptung. Jetzt vermuteten einige: „Vielleicht ist es sein Engel.“

Dazu hatte die Gemeinde in Jerusalem dann doch nicht die nötige Kraft, den nötigen Glaubensmut, dass sie sich vorstellen konnte, dass Petrus aus dem Gefängnis befreit werden könnte…

Wie beruhigend, oder? Kann uns das nicht auch von dem Krampf befreien, wir müssten um mehr beten, als wir glauben könnten?
Auch wenn wir daran festhalten, dass Gott alle Dinge möglich sind, so ist es im konkreten Fall noch etwas anderes, daran auch in einem Gebet festzuhalten, wenn wir in sehr großer Not sind.

Gott sieht es nicht gern, wenn seine Kinder in ihren Notgebeten um mehr beten, als sie glauben können. Denn dann wird Gebet zu einem Heidengeplapper ohne geistliche Kraft. Dagegen nimmt Gott ein Gebet sehr ernst, das, so wie im NT, lautet: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Lassen Sie uns im Gebet nicht lügen, indem wir größeren Glauben vortäuschen, als wir haben. Gott ist da auch wieder gnädiger mit uns, als wir es selber sind.

Stattdessen liegt die Verheißung des Gebetes auf etwas ganz anderem: darauf nämlich, dass wir es vertrauensvoll tun, einfach als erstes tun, weil wir glauben, dass es die stärkste Möglichkeit ist, die Menschen haben – nämlich Gottes Arm im Gebet zu bewegen.

Gott hat die Jerusalemer Gemeinde nirgendwo getadelt für ihren Kleinglauben. Stattdessen hat er die Gemeinde über alle Maßen belohnt dafür, dass sie dem Gebet den ersten Platz eingeräumt hat vor allem anderen. Petrus kommt aus dem Gefängnis frei und stört durch sein Geläute eine Gebetsversammlung, die vielleicht gerade für einen guten Schlaf des Apostels gebetet hat. Fast humorvoll ist diese Szene geschildert. Gott erhört Gebet.

Und das ist nun allerdings die Frage an uns: Bete ich – oder bete ich nicht? Bin ich an irgendeinem für mich günstigen Ort und zu einer für mich günstigen Zeit dabei, wenn meine Gemeinde sich in kleinen Gruppen zusammenfindet, um u.a. auch intensiv zu beten für persönliche und weiter gefächerte Anliegen?
Wirklich, liebe Gemeinde: wer morgens erst ab 11 Uhr einen klaren Gedanken fassen und sein Gesicht einigermaßen faltenfrei halten kann, der muss sich selber und andere nicht durch sein Erscheinen zu einem Gebetstreffen um 6.00 Uhr morgens quälen. Ich glaube nicht, dass in dieser Qual ein besonderer Segen für den Betreffenden oder seine Mitbeter liegt.

Ich glaube auch nicht, dass es die Menge der Beter macht. Stattdessen liegt eine Verheißung auf den wenigen, die eins werden über einer Sache: „Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matth 18,19f). Ich bin sehr hoffnungsvoll, dass mit ca. 20 Personen diese Verheißung besser erfüllt werden kann als mit 200. Gerade wegen dieser oft mißgedeuteten Bibelstelle, hinter der man immer wieder die Herausforderung Gottes zu Massengebetsveranstaltungen vermutet, halte ich sehr viel von kleineren überschaubaren Versammlungen hingegebener Beter, die Einheit in ihrem Anliegen gewinnen.

Also – kein schlechtes Gewissen an der falschen Stelle. Aber – das soll hier jeder Glaubende herausfinden: wo bete ich mit? Wo bin ich von Jesus konkret zum Mitbeten gefragt? Und wie antworte ich auf seine Frage? Ernsthaft oder oberflächlich? Bin ich ein Beter im Reich Gottes – oder nicht?

4. Die Gemeinde wird sich ihres Herrn gewiss

Das ist eine so wichtige Folge des Gemeindegebetes. Was sich im Kerker von Jerusalem ereignet hat, ist ein Wunder. Mit natürlichen Erklärungsversuchen kommen wir hier nicht weiter. Uns würde natürlich brennend interessieren, wie das mit dem Engel gewesen ist. Und allerdings scheint es so, als ob mehr verhüllt als enthüllt wird in diesem Bericht. Petrus scheidet als Zeuge des Tatgeschehens aus. Er erwacht wie aus einem Traum. Die Gemeinde ist vollkommen überrascht. Und wundergläubig war auch die damals versammelte Gemeinde nicht. Sonst hätte sie die Magd nicht für verrückt erklärt, als diese Petrus vor der Tür stehend meldete. Die Leute im Haus brechen auch nicht in Begeisterungsstürme aus. Die betende Gemeinde war stattdessen entsetzt. Obwohl sie als betende Gemeinde mit Gottes Hilfe rechnete. Aber damit waren sie alle überfordert: dass: Gott seine Hilfe so mächtig schenken würde. Gott hat die Hoffnungen seiner Leute weit übertroffen. Er macht seine Gemeinde gewiss, dass er der Herr ist. Er tut es, indem er scheinbar Unmögliches bewirkt. Hier heißt das: Freilassung des Petrus. Ein andermal werden die Christen erlebt haben, dass sie ihres Herrn gewiss sein konnten dadurch, dass er ihnen Kraft zum Ertragen des Martyriums gab und sie beim Blick in den Rachen der sie angreifenden Löwen ihren Glauben nicht noch in letzter Minute verleugneten.

Das ist aber die Gewissheit und die Erfahrung, die aus diesem Abschnitt spricht: Menschen, die betende Jünger Jesu sind, stehen nicht allein herum. Sie werden ihres mächtigen Herrn gewiss. Und oft stärker und überzeugender, als wir es zu hoffen wagten. Nicht immer mit einem so günstigen Ausgang. Aber immer als Ermutigung zu einem verbindlichen Leben – oder Sterben mit Jesus.

Kehren wir noch einmal zurück zu unseren eigenen Anfechtungen. Sie gehören zum Glauben dazu, aber sie machen ihn nicht leichter. Warum fehlt uns oft die Kraft, diesen Lasten zu begegnen, ohne darunter schier zusammenzubrechen? Warum füllen uns viel zu oft Sorgen aus, anstatt uns von Jesus ausfüllen zu lassen? Warum werden wir manchmal schier krank an unbewältigten Lasten -und Anfechtungen?

Sind wir so selbstverständliche und vertrauensvolle Beter, wie die ersten Christen das waren? Können wir unseres Herrn Jesus immer noch gewiss werden, weil wir uns durch die Anfechtungen hindurchbeten?

Oder – hast Du zu beten aufgehört? Sind Deine Anfragen zu stark geworden? Deine Zweifel? Lass das dann nicht weiter zu! Wer aufhört zu beten, hört irgendwann auf, Christ zu sein.

Darüber möchte ich selber mir immer im Klaren bleiben. Denn: Beter können nicht im tiefsten Herzen verzweifeln, wenn sie begriffen haben, wie stark Gott ist und wie er auf Beten reagiert.

Wir sind in unserer Generation gerade umgeben von Problemen und Herausforderungen, von Bedrohungen und unfassbarem Leid. Aber – die christliche Gemeinde kann beten und vertrauen – und gegen alle Hassparolen und Biertischargumente aufstehen. Denn Gott will uns die Angst vor dem Leben nehmen. Er hat die Macht dazu.

So wurde Petrus im Gefängnis festgehalten…so hörten die Flüchtlingsströme vorerst nicht auf… so wurde der Ausländerhass im eigenen Land geschürt…
Aber die Gemeinde betete ohne Aufhören zu Gott.

Amen.

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