#GaK2017 | 1. Woche: Das Feuer, nach dem du dich sehnst | Titelgraphik: Lagerfeuer in Naaufnahme, darauf das Logo Der FeG, der Hashtag für GaK2017 und der Text "Das Feuer, nach dem du dich sehnst"

#GaK2017 | 1. Woche: Das Feuer, nach dem du dich sehnst

Predigt am Sonntag, 12. Februar von Henrik Otto: „Das Feuer, nach dem du dich sehnst“

Bibeltext: 1.Thess 5,19 (12-22)

  • Gottes Geist ist unverzichtbar für einen feurigen Glauben
  • Welches „Brennmaterial“ braucht er?
  • Tiefbohrung: Das Reden des Geistes durch Geschwister und prophetische Eindrücke
  • Ziel: Die erlebbare Gegenwart Gottes

Bibeltext

12 Liebe Brüder und Schwestern! Ich bitte euch darum, all die besonders zu achten und anzuerkennen, die sich für euch einsetzen, die eure Gemeinde leiten und euch vor falschen Wegen bewahren wollen. 13 Für ihre Mühe sollt ihr sie lieben und ihnen dankbar sein. Vor allem aber lebt in Frieden miteinander. 14 Außerdem, ihr Lieben, weist die zurecht, die ihr Leben nicht ordnen. Baut die Mutlosen auf, helft den Schwachen, und bringt für jeden Menschen Geduld und Nachsicht auf. 15 Keiner von euch soll Böses mit Bösem vergelten; bemüht euch vielmehr darum, einander wie auch allen anderen Menschen Gutes zu tun. 16 Freut euch zu jeder Zeit! 17 Hört niemals auf zu beten. 18 Dankt Gott für alles. Denn das erwartet Gott von euch, weil ihr zu Jesus Christus gehört. 19 Lasst den Geist Gottes ungehindert wirken! 20 Wenn jemand unter euch in Gottes Auftrag prophetisch redet, so weist ihn nicht ab. 21 Prüft alles, und behaltet das Gute! 22 Das Böse aber – ganz gleich in welcher Form – sollt ihr meiden.

Thema

„Löscht den Geist nicht aus!“ – Nur ein Satz. Ein Satz für eine ganze Woche. Für ein ganzes (Glaubens-) Leben vielleicht. Neben anderen kurzen Anweisungen schreibt Paulus den Christen in Thessalonich dies: Den Heiligen Geist dämpft nicht.

Es erstaunt vielleicht, dass das überhaupt möglich sein soll, Gottes Wirken zu unterdrücken. Man könnte meinen, Gott ist doch frei zu tun, was er will. Wie könnte er sich jemals von Menschen daran hin-dern lassen?! Aber wir kennen das ja schon: Gott stellt dem Menschen nicht seine Allmacht in den Weg, sondern seine Liebe. Und Liebe lädt ein, bietet an, wirbt um den Geliebten, aber zwingt ihn nicht. Das hält Gott durch: Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes. „Dämpft“ ihn nicht, übersetzt Luther. Wörtlicher müsste man sagen (so tut es übrigens die Einheitsübersetzung): Löscht ihn nicht. Löscht sein Feuer nicht aus, lasst ihn brennen! Denn genau das ist das Lebenszeichen, das eine Gemeinde aussenden muss: Dass der Geist in ihr brennen darf. Nachdem ein Freund, im Hauptberuf Arzt, in der Freizeit physikbegeistert, diese Gedanken gehört hatte, schrieb er mir folgende Zeilen:

Für die angetriebene harmonische Schwingung gilt, dass die Amplitu-de der Schwingung von der Frequenz abhängt. Dabei ist w = 2p*f. w0  die Resonanzfrequenz, die Dämpfung. F0 ist die maximale Antriebskraft. Das darf man sich so vorstellen, dass an einer Feder ein Gewicht hängt – ein Federpendel eben – und oben eine cosinusförmi-ge Kraft den Antriebbewirkt (also quasi ein rotierendes Rad). Graphisch sieht das mit der Amplitude wie folgt aus:

#GaK2017 | 1. Woche: Graphik Pendel
#GaK2017 | 1. Woche: Graphik Pendel

Du siehst also, dass die Dämpfung die maximale Amplitude reduziert. Ferner siehst Du, dass die Amplitude abnimmt, wenn man von wmax  abweicht. Und zwar ist der Effekt umso ausgeprägter, je weniger Dämpfung vorhanden ist. Umgekehrt nimmt die Amplitude bei starker Dämpfung nicht so viel ab, wenn man um einen bestimmten Betrag von wmax  abweicht, wie bei geringer Dämpfung. Das bedeutet:

  1. Ein Christ, der den Geist dämpft, schwingt nicht mit so starker Amplitude.
  2. Ein stark gedämpft schwingender Christ bemerkt keine großen Auswirkungen, wenn er von Gottes Resonanzfrequenz 0 abweicht, ein schwach gedämpft schwingender Christ hingegen bemerkt eine drastische Reduktion seiner Schwingungsamplitude.

Fragen

Alle Fragen geklärt? Unfassbar, was manchen Menschen während einer Predigt in den Sinn kommt. Aber man kann ja mal darüber nachdenken:

  • Was bedeutet es wohl, den Heiligen Geist zu „dämpfen“, oder gar zu „löschen“?
  • Und umgekehrt: Wie können wir ihm Raum geben in unserem Leben?
  • Hast du es bisher schon so gedacht, dass Gottes Geist unverzichtbar ist für einen lebendigen Glauben? Ist das eine gute Nachricht?
  • Wie hast du bisher die Präsenz des Heiligen Geistes erfahren?
  • Könnte es stimmen, dass uns eine „Dämpfung des Geistes“ desto weniger auffällt, je weiter fortgeschritten sie ist?
  • Lies doch bitte auch den ganzen Abschnitt 1.Thess 5,12-22. Welches Licht wirft diese Umgebung auf Vers 19?
  • Wie können wir mit der Mahnung in Vers 20 umgehen? Trifft uns das?

 

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