#GaK2017 | 1. Woche: Das Feuer, nach dem du dich sehnst | Titelgraphik: Lagerfeuer in Naaufnahme, darauf das Logo Der FeG, der Hashtag für GaK2017 und der Text "Das Feuer, nach dem du dich sehnst"

#GaK2017 | Predigt | Das Feuer, nach dem du dich sehnst

Das Feuer, nach dem du dich sehnst – so lautet also der Titel dieses Morgens. Sehnsucht nach Feuer, dazu fällt mir manches ein: Als ich zum Beispiel an unserem Schwenkgrill stand und alle Hunger hatten, allein die Glut fehlte noch – da hatte ich Sehnsucht nach Feuer. Oder früh morgens, wenn die Nacht kalt war, und der Ofen nicht mehr glüht… Sehnsucht nach Feuer! Oder als uns an Silvester auffiel, dass wir zwar ein paar Raketen, aber im ganzen Haus keine Feuerzeug hatten, da hatten besonders die Kinder Sehnsucht nach Feuer.

Daten

Prediger
Henrik Otto
Thema
Das Feuer, nach dem du dich sehnst
Reihe
Gemeinsam auf Kurs 2017
Datum
12.02.2017
Länge
38:19
Bibelstelle
1.Thessalonicher 5,12-22
Henrik Otto, Bundessekretär der Region Süd
Henrik Otto, Bundessekretär der Region Süd

Lesungstext

12 Liebe Brüder und Schwestern! Ich bitte euch darum, all die besonders zu achten und anzuerkennen, die sich für euch einsetzen, die eure Gemeinde leiten und euch vor falschen Wegen bewahren wollen. 13 Für ihre Mühe sollt ihr sie lieben und ihnen dankbar sein. Vor allem aber lebt in Frieden miteinander. 14 Außerdem, ihr Lieben, weist die zurecht, die ihr Leben nicht ordnen. Baut die Mutlosen auf, helft den Schwachen, und bringt für jeden Menschen Geduld und Nachsicht auf. 15 Keiner von euch soll Böses mit Bösem vergelten; bemüht euch vielmehr darum, einander wie auch allen anderen Menschen Gutes zu tun. 16 Freut euch zu jeder Zeit! 17 Hört niemals auf zu beten. 18 Dankt Gott für alles. Denn das erwartet Gott von euch, weil ihr zu Jesus Christus gehört. 19 Lasst den Geist Gottes ungehindert wirken! 20 Wenn jemand unter euch in Gottes Auftrag prophetisch redet, so weist ihn nicht ab. 21 Prüft alles, und behaltet das Gute! 22 Das Böse aber – ganz gleich in welcher Form – sollt ihr meiden.

Predigt

Zugegeben, das alles lässt sich ganz gut überstehen; viel besser vor allem, als wenn innerlich das Feuer fehlt. Wenn wir uns im Inneren ausgebrannt und kalt fühlen, dann ist diese Asche oft nicht so leicht wieder zu entzünden. Die Glut für einen lebenswerten Glauben, zum Beispiel, wo kommt die dann her? Wie gelangen wir zu dem Glauben, nach dem wir uns sehnen? Was macht eigentlich das Leben als Christ so richtig lebendig? Damit sind wir beim Thema dieser Reihe. Es gibt etwas, das absolut unverzichtbar ist für einen lebenswerten Glauben. Oder sagen wir: Jemand, ohne den es nicht geht. Für Paulus ist er allgegenwärtig. Du merkst das, wenn du das Neue Testament liest, wie selbstverständlich er von ihm spricht und schreibt. Wie er sich an die Hand nehmen lässt, wie er seine Lebendigkeit liebt, und seine Kraft bewundert. Alle Erkenntnis kommt von ihm, alles Predigen wird erst wirksam durch ihn – überhaupt würde das ganze neue Leben als Christ in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus ohne seine Anwesenheit. Wenn wir mit dem NT sprechen, müssen wir sagen: „Gut, dass du da bist, Geist Gottes.“

 

Jesus hatte schon so hochachtungsvoll von ihm gesprochen und gesagt: Freut euch darauf, wenn ich nicht mehr da bin, denn dann kommt der Heilige Geist! So hochachtungsvoll spricht auch sonst der dreieinige Gott: Der Vater voller Wertschätzung für den Sohn. Der Sohn voller Liebe über den Vater und den Heiligen Geist. Und der Geist, der nichts anderes sucht als die Ehre des Vaters und des Sohnes. Gott hat keinen Streit mit sich, er ist sich nicht uneins – er ist sich ganz einig… dreieinig eben, und das von Anfang an. Großartig.

 

 

In diesem Bewusstsein leben und dienen und kämpfen auch die Apostel, auch Paulus. An unzähligen Stellen schreibt er von der Gegenwart des Geistes, ganz selbstverständlich, etwa so: Er wohnt in euch, bringt Gottes Liebe in euer Herz, hilft beten, stärkt und beruft, überführt und ermahnt; er begabt euch und hält euch zusammen, und sorgt dafür, dass eure Predigt nicht nur Gerede ist. Ohne ihn wäre Gemeinde nur eine Behörde; nur eine Anstalt für Moral und soziales Engagement. Mit ihm ist dort Gott zu finden. Um nichts weniger geht es. Und so wird auch verständlich, warum Paulus immer wieder solche Sätze einstreut wie: Seid brennend im Geist (Röm 12,11); betrübt den Geist nicht (Eph 4,30) – oder, wie in dem Vers, um den es heute gehen soll: Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes (1.Thess 5,19). Im Zusammenhang: 1.Thess 5,16-22.

 

Es erstaunt euch vielleicht, dass das überhaupt möglich ist, Gottes Wirken zu unterdrücken. Man könnte meinen, Gott ist doch frei zu tun, was er will. Wie könnte er sich jemals von Menschen daran hindern lassen?! Aber wir kennen das ja schon: Gott stellt dem Menschen nicht seine Allmacht in den Weg, sondern seine Liebe. Und Liebe lädt ein, bietet an, wirbt um den Geliebten, aber zwingt ihn nicht. Das hält Gott durch: Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes. „Dämpft“ ihn nicht, übersetzt Luther. Wörtlicher müsste man sagen: Löscht ihn nicht. Löscht sein Feuer nicht aus, lasst ihn brennen! Denn genau das ist das Lebenszeichen, das eine Gemeinde aussenden muss: Dass der Geist in ihr brennen darf.

 

Deshalb heute also: Das Feuer, nach dem du dich sehnst. Nicht immer weckt das positive Assoziationen: Einmal ist uns ein Baum direkt an der Hauswand abgebrannt, weil ein Kind gezündelt hatte… Andererseits kann Feuer auch ziemlich nützlich sein: im Winter wäre es kalt ohne Feuer, Gemüse würde hart bleiben, und ein Lager ohne Feuer ist irgendwie auch nur eine halbe Sache. Wenn Feuer zwischen zwei Menschen ausbricht, ist das oft ein ungeheures Erlebnis. Die Hälfte aller Filme wäre nicht gedreht worden ohne dieses Thema…

à In den Tannheimer Bergen in Tirol, kann man im Sommer immer ein besonderes Schauspiel bestaunen: Die Herz-Jesu-Feuer (Kreuz, Lamm, Herz..). Was heute vor allem ein schönes Schauspiel ist, war ursprünglich ein Zeichen des Widerstandes: Als 1796 französische Truppen unter Napoleon I. das Land Tirol bedrohten, erbaten die Menschen damit dem Beistand Gottes gegen die Eindringlinge. Als Zeichen des Bündnisses aller Tiroler und für den gemeinsamen Kampfbeginn entzündeten sie damals die religiösen Motive auf den Bergrücken und gelobten, das Herz-Jesu-Fest jährlich zu feiern. Bis heute halten sie ihr Versprechen. Feuer als Protest, als Bekenntnis, als Botschaft an die Welt: Wir leben noch!

Der Geist Gottes möchte ebenfalls eine Botschaft in die Welt senden: Der Herr lebt – er war tot, aber er lebt auf´s Neue! Keine Dunkelheit ist so tief, dass er sie nicht durchdringen könnte, kein Herz zu hart, keine Schuld zu groß, dass er sie nicht durch sein Feuer reinigen könnte. Deshalb muss sein Feuer brennen, und er fängt damit bei den Nachfolgern Jesu an. So wie an Pfingsten, als so etwas wie eine Flammenzunge auf jeden Jünger kommt und die Zeit der Mission beginnt.

 

Feuriges Christsein ist also etwas, das der Schrift nach sehr erstrebenswert ist, so hat es Paulus wie gelesen auch an die Thessalonicher geschrieben. Alles in allem war er übrigens sehr glücklich über diese Gemeinde. Zu Beginn seines Briefes schwärmt er geradezu von ihnen und sagt: Überall spricht man von euch. Alle erzählen sich, wie konsequent ihr euch von den Göttern abgewandt und zu Jesus bekehrt habt! Es ist eine Freude: Ihr seid unsere Goldmedaille, unser Aushängeschild, ihr steht auf der Startseite unserer Apostel-Homepage!

Also, Vieles bestens. Trotzdem lehnt Paulus sich nicht zurück. Immer wieder streut er auch Anweisungen und positive Ermahnungen ein: Bleibt in eurer Liebe, werdet noch vollkommener darin! Betet konstant und regelmäßig! Und, ja: Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Nehmt euch nicht selbst diesen Segen weg. Sonst wird aus einem glühenden Christsein in kurzer Zeit kalte Asche – erst recht, wenn die Verfolgungen zunehmen. Ein leidenschaftlicher Apostel wirbt für ein leidenschaftliches Glaubensleben in Thessalonich.

 

Für mich ergeben sich aus diesem Vers 3 Fragen, die ich gerne mit euch näher bedenken möchte:

 

  1. Frage: Wie kannst du das Feuer des Geistes nähren? Antwort: Halte Brennmaterial bereit! Gib ihm etwas, womit er arbeiten kann! Was meine ich damit?

 

  1. a) Gemeint ist zum Beispiel die Bibel, das Wort Gottes. Wir können sie aus unserem Leben heraushalten, können damit dem Hl. Geist das Wort entziehen; indem wir es aus dem Kopf streichen; indem wir es nicht erneuern, sondern stehenbleiben; indem wir zufrieden sind mit den Geschichten, die wir im Kindergottesdienst gehört haben. Leider wird das dann irgendwann im Erwachsenenleben „kalter Kaffee“. Wir können Gottes Wort aber auch warm halten, es konsumieren, es in die Waagschale werfen und dem Heiligen Geist als Arbeitsmittel zur Verfügung stellen.

Praktische Tipps (Werbeblock)

  • Kann dran sein: Neue Bibel kaufen! Z.B. NT: Neue Genfer Übersetzung: 5,- € im Miniformat / GuNa: 5,- € Geschenkausgabe / Neue LU 2017 als App
  • Bibel als Bibliothek verstehen (Geschichte, Liederbuch, Ratschläge, Briefe, Poesie, Gesetzestexte, Enthüllungen) – Was suche ich? Seitenzahl suchen bei dem, was mich anspricht. à Inhaltsangaben der Bücher anschauen.
  • Bibel studieren (mit Kommentaren lesen) – Hist.-theol. Kommentar
  • Hörbibel

 

  1. b) Den Heiligen Geist kann ich aber auch unterstützen, indem ich das Wort der Geschwister wertschätze. Es ist ein Arbeitsmittel des Geistes, dass Christen einander gute Wege aufzeigen können: Thess 5,12-15 lesen. Überwiegend wird hier von Ermutigung und Wertschätzung gesprochen. Vergessen wir nicht, wie wichtig das ist! Hier und da gibt es sicher auch Gründe, jemanden zurechtzuweisen. Im 2. Brief des Paulus werden die Thessalonischer auch das noch erleben: „Was müssen wir noch arbeiten, wenn ohnehin der Herr Jesus bald wiederkommt…?!“ hatten einige gesagt. Paulus weist sie zurecht. War vielleicht nicht so angenehm, hier ermahnt zu werden, aber nötig. Und weil es nicht so angenehm ist, finden wir auch immer Gründe, einen Bruder oder ein Schwester für nicht geeignet zu halten, ein „gewagtes Wort“ zu sprechen. Der eine ist uns zu dünn, der andere zu dick, sie zu unsympathisch, er menschlich zu unreif, der theologisch zu ungebildet, jene erst seit Kurzem Christ, ein anderer schon zu lange Christ. Es gibt immer Gründe!
    • Bonhoeffer empfiehlt, besser gleich desillusioniert zu sein… Wer in der Gemeinde ein Ideal sucht, zerstört eher Gemeinschaft und findet sie nicht.
    • Erfahrungen: Meine Andacht, die ich selbst nicht gerade großartig fand, traf einen Menschen / jemand hatte ein Wort für mich / manchmal auch Menschen mit großen Problemen im Leben, die nicht gerade „erhöht“ waren in den Augen der Welt – gerade durch sie spricht Gott…

 

  1. c) Noch eine Möglichkeit wird angesprochen, das Wirken des Hl. Geistes zu befeuern: Das Reden im Namen Gottes zu beachten (V.20: Prophet. Rede nicht verachten). Paulus kommt auf dieses Thema immer wieder zu sprechen. Das ist kein Randthema für ihn. Er empfiehlt den Gemeinden ausdrücklich, den Vater um die Gabe des prophetischen Wortes zu bitten. Warum? Weil es – wie kaum eine andere Gabe – Gemeinde aufbaut und Leben verändert:
  • Predigten ohne prophetisches Element gehen an den Hörern vorbei: Was möchtest du sagen?
  • Seelsorge, die nicht Gottes Sicht auf einen Menschen enthüllt, bleibt blass: Manchmal einen „Geistesblitz“ erlebt, und das Gespräch gewann an Tiefe.
  • Ein prophetisch begabter Mensch kann Gottes Sicht auf die Situation enthüllen. Das hat nicht notwendigerweise mit der Zukunft zu tun! Das Wort zur Lage. Im AT häufig ein gegenüber zum Volk. Im NT ein Teil der Gemeinde, in der Regel kein einsamer Wächter.

 

Ob wir es nun Prophetie nennen oder Reden im Namen Gottes, oder das Wort zur Lage, ganz egal: Dass Gottes Sicht der Dinge gesagt wird, ist für eine Gemeinde und für die Welt unverzichtbar. Genau das tun Menschen, die prophetisch reden. Kleines Experiment: Ich nenne einfach mal ein paar Eigenschaften, die für einen prophetischen Dienst wichtig sind, und Ihr überlegt, ob Ihr so jemanden kennt:

 

  • Propheten – Botschafter Gottes (ermahnt & kritisiert, tröstet & inspiriert), sorgt für  entscheidenden Perspektivwechsel, erhellt die Hintergründe, das geht weil: liebt  Einsamkeit m.d. Herrn, sensibel f. geistl.  Atmosphäre, kann Gottes Sicht gut u. verständlich ausdrücken!
  • P.: Ich wusste schon bei deiner Begrüßung, dass du bald wieder gehst… „Warum sollte ich das sagen?!“ Mir hat es zu diesem Zeitpunkt am meisten genützt!
  • Herausforderung: Unterscheidung / wie sage ich´s?
  • Empfehlung: Gesprächskreis von prophetisch Begabten.

 

Wir sollten dem Geist Gottes sein Brennmaterial nicht aus der Hand nehmen, sondern es wertschätzen: Gottes Wort, den Rat der anderen, und im Speziellen auch das prophetische Wort, das „Wort zur Lage“, das die Hintergründe enthüllt.

 

  1. Frage: Was geschieht, wenn wir uns anstecken lassen?

Es gibt ja Vieles, wofür man sich begeistern kann. Manche können sich sogar für Schalke 04 begeistern, was mir ein ewiges Rätsel bleiben wird. Wenn der Heilige Geist beteiligt ist, dann wird sehr schnell klar werden, dass er einen Menschen erfüllt:

 

  1. a) Gebet wird leidenschaftlich. „Betet ohne Unterlass“, sagt Paulus. Das meint regelmäßig zu beten und in einer Haltung des Gebets zu leben. Der Geist führt uns immer wieder in diese enge Gemeinschaft mit Gott, in der wir ihm unser Herz hinhalten… wo wir uns zu Hause fühlen. Aber es geht nicht nur um´s Private:

 

  1. b) Gottes Macht wird sichtbar. Sie wirkt geradezu ansteckend (gut zu wissen: nicht nur Krankheiten wirken ansteckend, auch Begeisterung und Hoffnung)
  • auf unterschiedlichste Weise wird rund um die Verkündigung des Wortes Gottes auch seine Macht sichtbar: quasi als Überzeugungskraft – so wie an Pfingsten, der man sich kaum entziehen kann (1,5: Denn als wir euch die Gute Nachricht verkündeten, geschah das nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, in denen sich die Macht Gottes zeigte, mit dem Beistand des Heiligen Geistes und mit voller Überzeugung. Kraft = Dynamis = Dynamit!) Eine Kraft, die das Leben radikal verändert!

 

  1. c) große Einheit unter den Christen – hier nicht wörtlich genannt, aber in den einzelnen Anweisungen, z.B. haltet Frieden untereinander!

 

  1. Frage: Wohin soll das alles führen? Die Antwort ist ziemlich einfach: Zu einem Leben / zu Gemeinden nach dem Herzen Gottes

 

  1. Der Hl. Geist will Gemeinden, in denen Gottes Gegenwart (Vergebung) erlebbar Unter Christen muss Gott zu finden sein, sonst wären sie ja nicht mehr als eine Gruppe von religiös Interessierten! Wenn du Jesus noch nicht gut kennst, sollst du erleben: Die sind hier vielleicht alle nicht perfekt, aber ich glaube ihnen, dass das echt ist, was sie mit Gott erleben. Die gehen ehrlich mit ihren Schwächen um; die beschönigen nichts; aber sie stehen auf irgendeine wundersame Art und Weise immer wieder auf, wenn sie das Ziel verfehlt haben, gescheitert sind, kritisiert wurden. Die brauchen zweifellos Vergebung, aber sie kriegen sie auch! Das ist eine Gemeinde, die nach dem Herzen Gottes gebaut wird. Sie sind Empfänger der Liebe und Vergebung Gottes.

 

  1. Die gleichen Menschen sind es dann aber auch, die zu Kanälen der Liebe Gottes werden, zu lauter kleinen Feuerstellen – und das in ihrem ganz normalen Alltag!
    • Wer arbeitet, der arbeitet nicht nur für sich (Karriere), für den Chef, für die Firma – der will Gott gefallen. Das macht positiv unabhängig, gelassen und unbequem. Eine engagierte Christin aus einer Nachbargemeinde arbeitete als Betriebsrätin in ihrer Firma. Sie sagt: Ich bin die einzige, die sich mit dem großen Boss anlegt – dafür regelmäßig… Wer arbeitet…
    • Wer Sport macht, der tut das nicht verbissen, sondern er ehrt Gott mit seinem Körper. Und die Leute merken: es geht ihm mehr um die Menschen als um die Tore. Er ist mehr von der Liebe Gottes getrieben als von seinem Ehrgeiz.
    • Wer reich ist, fragt sich: Wozu genau habe ich eigentlich dieses ganze Geld verdient? Was würdest du damit tun, Jesus? Zum Neubau der THE hat ein gläubiger Unternehmer gesagt: Für jeden Euro, der gespendet wird, gebe ich einen Euro dazu. Wer reich ist…
    • Wer wenig hat, muss sich trotzdem nicht minderwertig fühlen, weil Jesus selbst nichts besaß auf dieser Erde. Viele haben sich schon dazu entschlossen, genau deshalb auf persönlichen Besitz zu verzichten – um bessere Zeugen für Jesus zu sein.
    • Wer in einer intakten Familie lebt, fragt sich: Wie können wir anderen Eltern und Kindern helfen? Können wir Ratgeber sein, oder Paten vielleicht? Sollen wir vielleicht ein Kind bei uns aufnehmen, das sonst keine Chance hätte?
    • Wer verzweifelten Menschen begegnet, der wagt es ihnen zu sagen: Ich glaube, dass im tiefsten Innern nur Jesus dir helfen kann. (à kleine Feuerstellen des Geistes überall in unserem Land)

 

Das hat Paulus wohl gemeint, als er sagte: Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Unterdrücke sein Wirken nicht in deinem Leben: Stelle ihm so viel Brennmaterial zur Verfügung wie möglich. Und dann wirst du erleben, wie Gott sichtbar wird und in einem ganz normalen Menschen zu wirken beginnt.

 

Amen.

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