#GaK2017 | 5. Woche: Die Gewissheit, nach der du dich sehnst – Der Heilige Geist und seine Führung

#GaK2017 | 5. Woche: Die Gewissheit, nach der du dich sehnst – Der Heilige Geist und seine Führung

Predigt am Sonntag, 26. März von Gerd Ballon: „Die Gewissheit, nach der du dich sehnst – Der Heilige Geist und seine Führung“

Bibeltext: : Johannes 14, 15-21
Gottes Wort macht ganz klar: der Heilige Geist führt, tröstet und lehrt. Er ist der göttliche Fürsprecher, der Paraklet. Jeder wiedergeborene Christ erfährt diese Wirkungen des Heiligen Geistes.

Bibeltext

15 Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. 16 Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. 17 Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. 18 Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. 19 Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Thema

#GaK2017: Skizze zur Verdeutlichung der Wirkweisen des Heiligen Geistes im Leben der Gemeinde und ihrer Glaubenden
#GaK2017: Skizze zur Verdeutlichung der Wirkweisen des Heiligen Geistes im Leben der Gemeinde und ihrer Glaubenden

Der Heilige Geist führt

Ein Christ kann erst im vollen Sinne die Führung des Heiligen Geistes erfahren, wenn er „die letzte Leine losgemacht hat“. Das Segelboot ist dann fertig zum Auslaufen. Die frische Brise des Geistes Gottes will uns auf das weite Meer der Möglichkeiten Gottes hinausbringen – und, wer weiß, vielleicht zu aufregenden und unbekannten Küsten und Häfen! – Das aber erfordert bedingungsloses Vertrauen dem Willen Gottes gegenüber. – Wie aber kann ich mir aber der Führung des Heiligen Geistes sicher sein? Oft ist das die schwierigste Frage im Leben eines Christen.

Der Heilige Geist führt durch das Wort Gottes

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege

.

Der Heilige Geist führt durch direktes Reden

Hier aber taucht sofort die Frage auf: Wie kann eine echte Eingebung durch den Heiligen Geist von meinen eigenen Gefühlen und Wünschen unterschieden werden? Inwiefern darf ich den Ausdruck „Der Herr sprach zu mir“ als göttliche Autorität beanspruchen?

  • Da ist zunächst die persönliche Gemeinschaft, die innere Ver-bindung mit Jesus Christus und mein Lebenswandel im Licht Gottes unbedingte Voraussetzung.
  • Dann kann ich jederzeit die empfangene Weisung einem kleinen Kreis von Mitarbeitern oder Mitchristen zur Prüfung vorlegen, so wie es Paulus auch tat.

Der Heilige Geist führt durch Umstände und Ereignisse

Auch Ereignisse lässt der Heilige Geist zu einer offenen oder verschlossenen Tür werden. Manchmal erscheint eine Tür abgeschlossen. Wenn wir aber im Glauben die Klinke herunterdrücken, stellt sich heraus, dass sie in Wirklichkeit offen war.

Der Heilige Geist führt durch die Gemeinschaft

Paulus und Barnabas erlebten das Reden des Heiligen Geistes in der Gemeinschaft der Ältesten in der Gemeinde zu Antiochien.

Der Heilige Geist führt durch das Zeugnis des göttlichen Friedens

Ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. (Jesajabuch)

Welche Art und Weise nun der Heilige Geist wählen soll, um uns zu führen, dürfen und brauchen wir ihm nicht vorschreiben.

Der Heilige Geist tröstet

Jesus nennt den Heiligen Geist den »Parakleten«. Dieser Beiname, der wesentliche Wirkungsbereiche des Heiligen Geistes umschreibt, ist schwerlich mit einem Wort zu übersetzen. Im klassischen Griechisch bedeutet das Wort „Mittler“, „Fürsprecher“, „Helfer“, wobei das Wort auch im gerichtlichen Sinne gebraucht wird: „advocatus“.
Im Munde von Jesus aber bekommt es einen besonderen, heilsgeschichtlichen Sinn: „Es ist gut für Euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Tröster (Paraklet) nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“

Der Heilige Geist lehrt

Es ist das Vorrecht eines jeden Christen, einen persönlichen Lehrer zu haben, der ihn „in alle Wahrheit führt“.

„Vieles verstehen wir in der Bibel richtig. Weil wir es aber nicht tun, ist es nicht wahr. Der Geist der Wahrheit will den Christen in ein wahrhaftiges, echtes Christenleben führen, in dem geistliche Erkenntnis auch zum geistlichen Handeln wird.“

William Barclay, ein bekannter Ausleger des Wortes Gottes im eng-lischsprachigen Raum:
„Offenbarung kommt letztlich nicht zu uns durch ein Buch, ein Glau-bensbekenntnis oder das gedruckte Wort, sondern Offenbarung kommt zu uns durch eine lebendige Person. Je näher wir mit Jesus leben, desto besser werden wir ihn verstehen. Je mehr wir ihm glei-chen, desto mehr wird er uns zu sagen imstande sein. Um uns seiner Offenbarung zu erfreuen, müssen wir freudig seine Herrschaft an-nehmen. Sich Christus unterstellen und Christus erkennen, geht Hand in Hand.“

Fragen

Alle Fragen geklärt? Unfassbar, was manchen Menschen während einer Predigt in den Sinn kommt. Aber man kann ja mal darüber nachdenken:

  1. Was macht es einem Christen oft so schwer, Gottes Willen zu erkennen – und dann auch zu tun? Vertrauen? Geduld? Falsche Ratgeber? Die falschen Instrumente?
  2. Wir denken über den Ausspruch Barclays nach: Wo tut er mir gut? Wo fordert er mich heraus? Was finde ich ärgerlich?
  3. „Weil wir es aber nicht tun…“ – Was hindert uns am Umsetzen dessen, was wir richtig verstanden haben? Wie lässt sich das ändern? (Zitat auf dieser Seite oben)
  4. Wo brauche ich gerade besonders den Trost des Heiligen Geistes? Was mag ich den anderen darüber sagen?
  5. Bitte schaut Euch die Skizze nochmals an: was mögt Ihr am Ende dieses Kurses für Euch festhalten oder besonders markieren?

 

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