Symbolbild "Ein guter Anfang genügt nicht! - Das vierfache Ackerfeld": Aufnahme eines Ackers am Waldrand

Ein guter Anfang genügt nicht! – Das vierfache Ackerfeld

Da ist ein Landwirt. Er ist dabei, auf sein Feld zu säen. Und er tut es so, wie man das in damaliger Zeit zu tun pflegte: Er hat sein Ackerfeld noch nicht umgepflügt. Dornen und Disteln wachsen noch darauf, Wanderer haben einen Weg quer durchs Feld festgetreten; der Fels lugt an einigen Stellen hervor. Und der Landwirt sät. Er streut seinen Samen aus. Der fällt auf den Weg, zwischen Dornen und auf den Fels. Aber der Landwirt lässt sich nicht beirren. Er streut die Saat auf den Weg und unter die Dornen, weil er darauf rechnen kann, dass das später umgepflügte Feld auch an diesen Stellen seinen Ertrag bringen wird.

Daten

Prediger
Gerd Ballon
Thema
Ein guter Anfang genügt nicht! – Das vierfache Ackerfeld
Reihe
Datum
18.06.2017
Länge
26:05
Bibelstelle
Markus 4, 1-9; 10-20
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter

Lesungstext

1 Ein andermal lehrte er wieder am Ufer des Sees und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
2 Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen:
3 Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
4 Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie.
5 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
6 als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
7 Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht.
8 Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.
9 Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!

10 Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse.
11 Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt;
12 denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.

13 Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen?
14 Der Sämann sät das Wort.
15 Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
16 Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf;
17 aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall.
18 Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar,
19 aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bringt keine Frucht.
20 Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

Predigt

Liebe Gemeinde,

dies ist eines der sicherlich bekanntesten Gleichnisse Jesu im Neuen Testament. Ein sehr plastisches Beispiel für das Reich Gottes. Es spricht vom Säen, vom Keimen der Frucht, vom Werden und Vergehen.

Da ist ein Landwirt. Er ist dabei, auf sein Feld zu säen. Und er tut es so, wie man das in damaliger Zeit zu tun pflegte: Er hat sein Ackerfeld noch nicht umgepflügt. Dornen und Disteln wachsen noch darauf, Wanderer haben einen Weg quer durchs Feld festgetreten; der Fels lugt an einigen Stellen hervor. Und der Landwirt sät. Er streut seinen Samen aus. Der fällt auf den Weg, zwischen Dornen und auf den Fels. Aber der Landwirt lässt sich nicht beirren. Er streut die Saat auf den Weg und unter die Dornen, weil er darauf rechnen kann, dass das später umgepflügte Feld auch an diesen Stellen seinen Ertrag bringen wird.

Nun hat Jesus gleich im Anschluss an sein Gleichnis Erklärungen abgegeben, die unterschiedliche Reaktionen auf das Wort Gottes beschreiben. Vier Gruppen sind es, die hier genannt werden. Und wir sollten dieses Wort sehr persönlich nehmen als ein Anliegen Jesu an uns. Zwischen Säen und Ernten liegt viel Zeit. Deshalb richten sich diese Vergleiche nicht nur an junge Christen, sondern eigentlich an uns alle – ob wir zu Gott gehören oder nicht.

Das Thema dieses Gottesdienstes könnte lauten: Ein guter Anfang genügt nicht! Warum nicht?

Gesät wird überall. Auf den Weg, unter die Dornen, auf Felsen. Das meiste geht auf. Ein guter Anfang! Aber was dann? Keimen, so sagt dieses Gleichnis, ist zu wenig! Ein paar Sorgen, ein bisschen Hitze – und alles ist vorbei. So können Sie heute Morgen hier sein als jemand, der vielleicht vor ein paar Tagen oder Monaten einen guten Anfang gemacht hat – und was dann? Deshalb: die vier Gruppen von Menschen gilt es nun einmal zu betrachten!

1. Die Ablehnenden – oder: War da nicht gerade irgendetwas?

Die Bibel sagt: Gottes Wort kommt nie leer zurück. Es zeigt Wirkung. Deshalb sät Gott im Überfluss sein Wort unter uns Menschen. Und da gibt es eben immer solche, die sind wie ein gestampfter Weg. Früher einmal locker, aufnahmebereit; heute eingetreten, festgelegt, starr, nicht mehr aufnahmefähig. Wir kennen solche Menschen. Sie sind nicht mehr offen für Neues. Sie lehnen alles ab, was auf sie eintrifft. Und sie tun das auch dem Wort Gottes gegenüber. Sie sind Leute, um die der Teufel, der Gegenspieler Gottes, sich keine großen Sorgen zu machen braucht. Diese Menschen muss er nicht auf Schritt und Tritt bewachen. Er weiß: die haben ihre feste Meinung über Gott. Denen bedeutet das alles nichts. Sie sind nicht mehr bereit, umzudenken, Neues an sich heran zu lassen.

Prüfen Sie Sich doch einmal: gehören Sie dazu – zu diesen festgelegten, eingetretenen Menschen? Zu denen mit der starren Meinung über Gott: „Was kann Gott mir schon bieten?“ Wissen Sie, dann hat der Teufel wenig Arbeit mit Ihnen. Er muss dann nur ab und zu einmal kurz vorbeischauen, nachsehen, ob so ein paar Körner des Wortes Gottes auf den Weg gefallen sind – und sie dann eben mal aufpicken oder beiseite fegen. So, schon fertig. Gefahr beseitigt. Zum Keimen hatte Gottes Wort gar keine Zeit. Zu festgefahren, dieser Mensch. Zu eingetretene Bahnen. Wenn doch alle so wären. Dann könnte man auch als Teufel mal Urlaub machen und ein paar kleine Ganoven in Acapulco aufmischen.

So unbeweglich sind solche festgebissenen Menschen! – Wollen Sie Sich etwa damit zufrieden geben? Hat Gottes Wort eine Chance, bei Ihnen zu keimen? Es wäre schlimm, wenn es bei Dir nicht so wäre. Wenn Du nur noch manchmal merken würdest: `Da war doch gerade irgendetwas!‘ – `Hat da nicht jemand freundlich, aber auch ganz ehrlich hineingeredet in mein Privatleben? Habe ich da eine Kritik gehört, was meinen Umgang mit dem Steuerjahresausgleich angeht? Wie – habe ich da eine Anfrage an die Art und Weise meiner Eheführung gehört? Oh, wollte Gott mir mitteilen lassen, dass er mich unbegreiflich lieb hat?‘ – Aber dann höre ich nur noch ein Geräusch, wie wenn jemand mit der Kehrschaufel mein Leben bearbeitet. Und schon ist wieder alles weggekehrt und beseitigt. Der Teufel hat schnell abgeräumt. Und das wirkliche Leben hat nicht entstehen können.
Machen Sie doch Schluss damit. Lassen Sie Sich vom Wort Gottes ansprechen und aufweichen. Damit Gott eine Chance bei Ihnen hat!!

2. Die Hocherfreuten – oder: Wo ist denn Deine Wurzel?

Diese Gruppe ist uns vielleicht die sympathischste. Da werden Menschen von Gottes Wort angesprochen. Sie entdecken: `Hier ist das Leben. Hier liegt der Keim zur Freude.‘ Und beglückt nehmen sie Gottes Wort auf und sind so voll davon, dass sie’s gleich weitersagen und ihre Freude anderen bezeugen. Sie schließen sich ganz schnell einer Gemeinde an, arbeiten in einem Hauskreis mit und sind bei christlichen Veranstaltungen dauernd zu sehen. Sie sind sehr dankbar für alles, was man ihnen in Bezug auf Gott sagt. Für sie gibt’s nur noch eines: Gott, ihn lieben, ihm dienen.

Kennen wir diese Menschen? Gehören wir vielleicht jetzt zu ihnen? Hat es bei uns auch mit einem guten, freudevollen Anfang begonnen? Während eines Glaubensgrundkurses vielleicht, während einer Freizeit. Toll! Nur – dann genügt ein guter Anfang nicht!! Keimen ist ja nicht wachsen. Reine Existenz ist noch nicht Frucht. Das müssen wir uns deutlich sagen, um nicht in Kürze auf der Nase zu liegen und geistlich abzusterben.

Denn bei der zweiten Gruppe ist es bald aus. Da ist nach einiger Zeit ein bisschen Freude noch da, aber dann, ganz plötzlich, ist alles erloschen. Und fragt man dann einmal nach – dann hört man: „Ach, lassen Sie mich doch damit in Ruhe. Das ist ja doch alles nur Schwindel und übertriebene Enge.“ – Rückzug!!

Was ist passiert? Da ist ein Mensch von Gott angesprochen worden. Er hat gemerkt: Hier ist das Leben! Aber: es war zuwenig fruchtbarer Boden da. Direkt darunter liegt der Fels. Und der Betreffende wollte Gott nicht an diesen Fels heranlassen, um ihn mit den eigenen Wurzeln aufzusprengen und aufzubrechen, oder um ihn davonzutragen und das Loch mit gutem Boden zu füllen. Der Mensch merkte: Irgendwann kommen ja auch die Probleme: ich werde nicht mehr von allen angenommen und ernst genommen. Ich werde verfolgt von solchen, die mich auslachen. Ich weiß auch nicht gleich Antworten auf deren Fragen. Und dann, in solchen Augenblicken, fehlen die Wurzel und der Tiefgang. Denn dann muss ich ja sagen können: „Und trotzdem! Ich gehöre zu Jesus Christus. Ich habe ihn erfahren. Auch wenn meine Frau mich nicht mehr versteht. Auch wenn ich vieles anders machen muss als früher. Auch wenn Gott andere Dinge in meinem Leben will als ich. Trotzdem: ich bin verwurzelt. Ich kann jetzt nicht mehr fort. Ich habe meine Wurzel tief in Gottes Wort verankert. Und hier will ich bleiben.“

Dies alles muss ich ja sagen können, wenn Belastungen kommen. Aber das kann der nicht, der zur zweiten Gruppe gehört. Er resigniert. Er lässt das neue Leben in sich sterben. Warum? Er war Kind Gottes des Augenblicks. Helle Freude des Anfangs. Aber keine tiefen Wurzeln. Der Fels war zu stark.

Ich kann, wenn ich zu Jesu Christus gehören will, nicht sagen: „Das bisschen Boden muss genügen. Mehr von mir trete ich nicht ab. Mehr Mühe mache ich mir nicht. Alles andere gehört zu mir.“ – Dann erstirbt das Leben. Dann hält es Belastungen nicht stand.
Wo ist Deine Wurzel? Lässt du Gottes Wort nur in Dir keimen, oder darf es auch Wurzeln schlagen?

3. Die, die’s ernst meinen – oder: wer schnürt denn da meine Wurzel ab?

Mit der dritten Gruppe meint Jesus Menschen, die genügend guten Boden haben, um Gottes Wort nicht nur keimen, sondern auch Wurzeln schlagen zu lassen. Diese Menschen sind zuerst gar nicht zu unterscheiden von denen der vierten Gruppe, die dann schließlich Frucht tragen kann. Sie wachsen und versuchen zu leben und stark zu werden in der gewonnenen Beziehung zu Jesus.
Vielleicht gehörst du ja zu dieser Gruppe. Diese Menschen haben das Wort Gottes in sich keimen lassen. Und sie merken immer mehr, wie es Wurzeln schlägt. Es dringt weiter in sie hinein. Es setzt sich fest. Und sie bemerken auch, wie gut das ist, wie froh das macht. Sie spüren: Ich bin auf dem richtigen Weg.
Vielleicht haben Sie als Kinder auch den Bohnenversuch in der Schule gemacht. In unserer Klasse bekam jeder eine Bohne mit der Aufgabe, sie in einem Blumentopf in die Erde zu legen und dafür zu sorgen, dass daraus eine Pflanze entstehen konnte. Und was für eine Freude, als dann das erste Grün sich zeigte und immer kräftiger spross.

Es ist ein wunderbares Erlebnis, Leben wachsen zu sehen. Auch im Glauben. Auch in Bezug auf Gottes Wort freue ich mich so sehr, wenn ich bei andern oder bei mir Wachstum sehe; wenn ich bei mir feststelle: es sind Wurzeln da; meine Entscheidung für Jesus war kein Strohfeuer, sondern sie trägt weiter. Vielleicht haben Sie das selber schon erlebt und sind froh darüber geworden.

Und dann – ja, dann kann immer noch alles ganz anders kommen. Dann haben wir übersehen, dass auch Disteln und Dornen, böse Gedanken, Lebensängste und Sorgen, irgendwelche Wünsche und Triebe – dass auch das alles sich in unserem Boden eingenistet hat, dass auch das alles Wurzeln schlägt. Und Unkraut wächst ja bekanntlich immer schneller als guter Samen. Es hat mehr Kraft. Es bekommt mehr Nahrung, denn es ist anspruchsloser. Es treibt seine Wurzeln mächtig voran. Und irgendwann hat es die Wurzel des Wortes Gottes erreicht und – würgt sie ab. Und dann fragen wir: „Wer oder was schnürt denn da meine Wurzel ab?“ Und viel zu oft ist es zu spät, etwas zu unternehmen.

Ein guter Anfang genügt nicht! Vorsicht vor dem Unkraut in Deinem Leben!

Der Reformator Martin Luther sagte bekanntlich einmal: „Ich kann den Vögeln der Sorge nicht verbieten, dass sie über meinem Haupt kreisen, aber ich kann ihnen verwehren, in meinem Haar Nester zu bauen.“

Also: ich kann den Samen des Unkrauts nicht verwehren, über mein Feld zu fliegen. Aber ich kann da, wo ich Unkraut entdecke in meinem Leben, es herausreißen. Ich bin meiner Sorge, meiner Begierde eben nicht hilflos ausgeliefert. Jesus sagt mir doch: „Alle Deine Sorge wirf auf mich. Denn ich sorge für Dich.“

Jesus nennt doch den großen Abfallhaufen, auf den alles das gehört, was dem Worte Gottes den Lebensraum streitig machen will: die Sorge vor Katastrophen, die Sorge vor drohendem Weltuntergang. Die Sorge vor der Zukunft meines Lebens; die Gefahr des Reichtums, in dem Gott unwichtig wird. Die Partnerschaft, die alle Zeit für Gott aus meinem Leben drängt. Die Gedanken der Resignation, die meinen Kampf gegen das schwächen, was mich kaputtmachen will.
Lassen Sie es nicht zu, dass ein guter Anfang zunichte gemacht wird. Sprechen Sie mit Gott und anderen Christen über die Gefahren, die der Teufel persönlich schafft. Wir können Sorgen bei Jesus abgeben. Und davon dürfen wir jederzeit Gebrauch machen. Denn: ein guter Anfang genügt nicht! Es muss weiter wachsen! Das Unkraut gehört auf den Abfallhaufen! Und der befindet sich direkt neben dem Kreuz Jesu Christi! Vergiss es nicht!

4. Die Fruchtbaren – oder: Ziel erreicht

Das Wort Frucht ist in diesen Versen sicherlich das Zielwort. Der Sämann tut seine Arbeit nicht um der Arbeit willen. Er möchte Frucht sehen. Er hat nichts von einem grünen Feld, das nach kurzer Zeit verdorrt. Gott ist nicht zufrieden damit, dass wir anfangen, sein Wort zu kennen, es vielleicht sogar Wurzeln schlagen zu lassen – um dann doch durch Hitze und Disteln zu sterben. Ich wünsche es keinem von Ihnen, irgendwann zu sehen: es hat sich totgelaufen. Ich habe keine Frucht gebracht. Das Unkraut hat in meinem Leben doch wieder die Oberhand gewonnen.

Das Ziel meines Anfangs mit Jesus, das Ziel eines wachsenden Glaubens ist sicherlich das, andere Menschen mitzunehmen auf den Weg mit Gott, sie mit Gottes Wort bekanntzumachen. Und das alles von einer festen Voraussetzung aus.

An dieser Stelle wollen wir uns erinnern lassen an Johannes 15, an das Wort Jesu: „Bleibet in mir, dann bringt Ihr viel Frucht.“

Sonst wird alles falsch. Denn dieses Gleichnis vom Sämann beantwortet nicht die Frage nach dem Wie? Wie schaffe ich es, von einem guten Anfang weiterzukommen zu einem verwurzelten, fruchtbaren Leben?
Johannes 15 aber sagt: das können wir nicht machen. Das wird Jesus tun. Er sagt, wie’s gehen kann, damit wir nicht bloß keimen, sondern damit wir Frucht bringen. Jesus sagt: „Bleibet in mir. Haltet feste Verbindung zu mir! Steht zu meiner Nachfolge. Dann werdet Ihr hundertprozentig Frucht bringen. Da gibt’s gar nichts. Dann gelangt Ihr ans Ziel.“

Stell Dir vor, ein Landwirt steht zögernd und hilflos vor seinem Feld. Er hat das Mittel, Unkraut zu vernichten, und nutzt es nicht. „Ich kann doch nicht diese vielen hübschen Disteln und Dornen so einfach töten. Sie wollen doch auch leben! Und sie blühen so nett.“

Du, Dein Leben ist kein botanischer Garten. Silberdisteln sind wunderschöne Pflanzen, wenn sie in einem Alpengarten auf ihrem Platz stehen. In einem Kornfeld haben sie nichts zu suchen.
Dein Leben ist Gottes Ackerfeld. Achte selber darauf, dass dort auch wirklich die Frucht, die Jesus Christus erfreut, wachsen kann. Reiß das Unkraut heraus. Oder lass Dir durch andere dabei helfen.

Wie wunderbar wäre es, wenn alle, die einmal einen guten Anfang gemacht haben, auf dem Weg zum Ziel bleiben würden oder endlich wieder darauf zurückkehrten! Denn was kann es Schöneres geben, als irgendwann zu spüren und zu hören: Dein Leben hat Frucht gebracht. Viel Frucht. Soviel Frucht, dass Gott sich darüber freut. Gott segne uns – mit dieser Perspektive!

Amen

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