Pressegespräch Praktikumsbörse der Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck. (c) Silvia Ponath, Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck

Unser Stadt Bestes: Nutzung des Gottesdienstsaals für ein Pressegespräch

Die Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck plante Angang August 2017 ein Pressegespräch hinsichtlich des relativ neuen Projekts, das insbesondere jungen Flüchtlingen idealerweise den Weg in eine Ausbildungsstelle ebnen soll: der Praktikumsbörse. Der Projektleiter lud Vertreter aus verschiedenen relevanten Bereichen wie Berufsschullehrer von Integrationsklassen, Arbeitgeber, den Kreishandwerksmeister, einige Journalisten sowie jugendliche Flüchtlinge dazu ein. Schließlich wurden 20 Personen erwartet. Diese stattliche Anzahl der Austauschwilligen ließ ein interessantes Pressegespräch erwarten, zugleich aber wurde klar, dass die im Büro der Stiftung verfügbaren Räumlichkeiten zu eng sein würden.

Daraufhin sprach der Projektleiter mich als Geschäftsstellenleiterin der Stiftung an, ob es mir möglich wäre, die Nutzung von Räumen der Freien evangelischen Gemeinde am Ort zu organisieren. Dies sei insbesondere praktisch, da die Kirche für die Flüchtlinge, die von der Berufsschule kämen, genau wie das Büro der Stiftung gut zu Fuß erreichbar wäre. Als Gemeindemitglied ist es für mich ein Leichtes, in einem Telefonat den Pastor von der Sachlage zu unterrichten und um die Nutzung eines Gemeinderaumes für besagtes Pressegespräch zu bitten.

Gesagt getan: Unser Pastor sagte gerne ja.

Aufgrund einer gemeindeinternen Terminverschiebung wurde für die Veranstaltung dann der Gottesdienstsaal genutzt. Ich hatte den Eindruck, dass die Veranstaltung gerade dadurch unter einem besonderen Segen stand. Das zeigt sich u. a. darin, dass eine fast aggressive Nachfrage zum Zeitmanagement noch zu Beginn der Veranstaltung sich bereits kurz danach aufgrund der interessanten, teilweise sehr persönlichen Berichterstattungen in Luft auflöste, dass alle Anwesenden überaus beeindruckt waren von den sehr guten Sprachkenntnissen der Flüchtlinge, dass die anwesenden Arbeitgeber als ehemalige Praktikumsgeber und zugleich künftige Ausbilder der Jugendlichen in hohem Maße deren Motivation lobten und dass auch Raum war, Probleme nicht nur anzusprechen, sondern Lösungsansätze zu überlegen.

Mein persönliches Highlight war außerdem, dass ich nicht nur Kontakt zu der anwesenden Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache (für ein neues in der Stiftung geplantes Projekt) knüpfen konnte, sondern dass sich – allein aufgrund des Veranstaltungsortes – auch noch  herausstellte, dass sie ebenfalls wiedergeborene Christin ist.

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