Titelbild zur Jahreslosung 2018: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6

Jahreslosung des Jahres 2018

Wir schauen uns nun heute Morgen die Jahreslosung des Jahres 2018:

„Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.“

Den Zusammenhang finden wir weiter unten, und er ist wichtig, um so einen Satz nicht einfach aus dem Zusammenhang zu reißen.

Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten

Daten

Prediger
Gerd Ballon
Thema
Jahreslosung des Jahres 2018
Reihe
Datum
14.01.2018
Länge
23:22
Bibelstelle
Offenbarung 21, 1-8
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter

Lesungstext

1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.
2 Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
3 Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
4 Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
5 Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.
6 Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.
7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.
8 Aber die Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendiener und alle Lügner – ihr Los wird der See von brennendem Schwefel sein. Dies ist der zweite Tod.

Predigt

1. Zur Entstehung der Jahreslosungen

Lassen Sie uns zu Anfang aber ein wenig über die Entstehung dieser Jahreslosungen hören. Am letzten Mittwoch habe schon ich im Café Regenbogen ein paar Dinge dazu gesagt.

Mancher hat sich vielleicht schon gefragt, wie diese Jahreslosungen eigentlich entstehen. Sie haben nichts zu tun mit der Auswahl der Herrnhuter Losungen, wenn sie auch dort zu Anfang der jeweiligen Ausgabe abgedruckt sind. Wie aber kommt es zu einer Jahreslosung?

Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) wählt die Jahreslosung nach folgendem Verfahren aus: Jedes Mitglied der ÖAB schlägt aus der Bibellese für das betreffende Jahr ein Bibelwort als Jahreslosung vor. Da 24 verschiedene Dachverbände dazugehören, kommen viele Ideen zusammen. Die Vorschläge werden gesammelt und bei der jährlichen Hauptversammlung der ÖAB ausführlich beraten und diskutiert. Dabei kristallisieren sich in der Regel zunächst zwei oder drei Vorschläge heraus, die in die engere Wahl kommen. Von diesen wird schließlich durch Abstimmung einer als Jahreslosung gewählt. Die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation kann dabei schon deshalb keine Rolle spielen, weil die Auswahl stets vier Jahre im Voraus stattfindet. Wichtige Gesichtspunkte sind dagegen, dass eine zentrale Aussage der Bibel in den Blick kommt, und zwar in einprägsamer und möglichst knapper Formulierung, ein Bibelwort, das in besonderer Weise ermutigen, trösten Hoffnung wecken oder auch aufrütteln und provozieren kann.

Die erste Jahreslosung wurde übrigens 1930 von dem schwäbischen Pfarrer Otto Riethmüller ausgewählt, und sie lautet: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“ (Röm 1,16). Interessant, nicht?
Aber weiter im Text.

2. Der historische Zusammenhang zur Zeit der Offb.

Wir schreiben das Ende des ersten Jahrhunderts. Der römische Kaiser Domitian verlangt von seinen Bürgern, dass sie ihn als Kaiser und Gott verehren. Das ist für die Christen undenkbar. Sie verweigern sich. Sie wollen keinen Menschen als Gott anbeten. Für sie gibt es nur einen Gott. Den, der in Jesus Mensch geworden ist. Dem Kaiser in Rom gefällt das gar nicht. Er beginnt die Christen zu verfolgen. Es bricht eine üble Zeit für sie an.

Johannes, der alt gewordene Jünger von Jesus, wird in dieser Zeit gefangen genommen. Man verbannt ihn auf die kleine griechische Insel Patmos. Dort geschieht etwas Außergewöhnliches. Jesus zeigt ihm in Bildern das, was in der „Offenbarung des Johannes“ beschrieben ist. Es ist ein nüchterner, vor allem aber ein trostvoller Blick in die Zukunft. Mit der Kernaussage: Was immer auf uns zukommen wird, wie sehr wir auch in Not geraten – Jesus kennt die Durststrecken unseres Lebens. Und er ist immer – zu allen Zeiten und in allen Situationen -größer und mächtiger als alle unsere Nöte.

Auf diesem Hintergrund dürfen wir diese Sätze verstehen und lieben lernen:

6 Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.
7 Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

3. Wichtige Bibelstellen, die lebendiges Wasser zum Inhalt haben

An jenem Tag wird aus Jerusalem lebendiges Wasser fließen, eine Hälfte zum Meer im Osten und eine Hälfte zum Meer im Westen; im Sommer und im Winter wird es fließen.
Sach 14,8

Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
Joh 4,10

Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und er trinke, Wer an mich glaubt, von dem sagt die Schrift, dass aus seinem Innern Ströme lebendigen Wassers fließen werden.
Joh 7,37+38

Die Quelle des Gartens bist du, / ein Brunnen lebendigen Wassers, /
Wasser vom Libanon. Hld 4,15

4. Ein Auslegungsversuch zur Jahreslosung

Ich war als Kind mit meiner Mutter und meiner Schwester viele Jahre über in den Sommerferien in einem kleinen Dorf nahe der Stadt Rinteln. Meine Mutter war durch die Kinderlandverschickung während des Krieges dort in einer Bauernfamilie gelandet und gehörte seitdem ein bisschen zur Familie.
Ich freundete mich mit einem Jungen an, dessen Eltern einen Getränkehandel betrieben und auch eine immer gefüllte Eistruhe mit Markeneis im Keller stehen hatten. Irgendwann kamen wir auf den Gedanken, heimlich durch ein Kellerfenster dort einzusteigen und uns den Magen mit Fanta oder Cola volllaufen zu lassen. Am Ende nahmen wir noch ein Eis unserer Wahl mit und verließen den Keller auf dem gleichen Weg. Ich habe damals gelernt, Unmengen an Flüssigkeit in kürzester Zeit in mich abzufüllen, ein Liter war da gar nichts. Diesen Raubzug haben wir dann recht oft durchgezogen. – Am Ende kam der Diebstahl natürlich heraus. Wir beide wurden von unseren Müttern verhört und mussten den entstandenen Schaden irgendwie zurückbezahlen. Seitdem bin ich, auch als Erwachsener, nicht mehr rückfällig geworden und kaufe jede Art von Flüssigkeit ganz normal ein. – An diese Anekdote in meinem noch jungen Leben musste ich aber denken, als ich diese Predigt vorbereitete. Viel Flüssigkeit, aber eigentlich nicht wirklich Durst. Appetit auf übersüßte Fanta oder Sprite, aber nicht wirkliche Not. Zudem noch alles geklaut. Nicht sehr vorbildhaft.

Eine andere Erfahrung hat mir vor zwei Tagen meine Frau Annegret erzählt. Sie spielte auf einer Jugendfreizeit in 1978. Sie war an einem superheißen Tag mit einer Wandergruppe in den Bergen unterwegs. Dann zog sich der Weg immer mehr hin. Und das Wasser wurde knapp. Am Ende waren sie so ausgedörrt, dass sie verflüssigtes Wasser von einem Schneeflecken getrunken haben. Eine Person ist bei dieser Wanderung kollabiert und wäre beinahe gestorben.

Wasser ist lebenswichtig. Wir bestehen alle zu 80 Prozent aus Wasser, unsere Erde aus bis zu 70 Prozent. Wasser wird in diesem Jahrhundert zum wichtigsten Lebensmittel der Völker werden und seine Verknappung wird Kriege und Wanderbewegungen großen Ausmasses herauf beschwören.

Und dann sind da die Brunnen. In vielen Städten gibt es sie; auch in FFB haben wir einen Brunnen in der Nähe des Marktplatzes. Meist sind diese Brunnen sehr alt. Denn hier war früher der Ort, wo die Menschen ihr Trinkwasser schöpften. Mit großen Eimern holten sie es und brachten es dann in die Häuser. Heute ist das nicht mehr nötig. Heute drehe ich den Wasserhahn in der Küche auf und habe frisches sauberes Wasser. Darum sind heute diese Brunnen oftmals nur zur Zierde da. Der Brunnenrand ist schön eingefasst, eine Figur thront über dem Ganzen. Man denke nur an den wohl berühmtesten Brunnen der Welt, an den Trevi-Brunnen in Rom. Touristen lassen sich davor fotografieren. Im Sommer baden die Kinder ihre Füße in dem Wasser. Aber trinken sollte man das nicht. Oftmals ist ein großes Schild angebracht: „Kein Trinkwasser!“. Das Ganze ist nur noch eine Spielerei fürs Auge und für die Touristen. Den wirklichen Durst musst du woanders löschen.

Ein Brunnen spielt im Neuen Testament eine wichtige Rolle. Es ist der Brunnen, an dem laut Joh 4 Jesus einer Samaritanerin begegnet. Und der entscheidende Satz, der damals im Gespräch fällt, ist dieser: Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.

Diese samaritanische Frau damals kommt ja deswegen in der absoluten Mittagshitze zum Wasserschöpfen, weil sie dort keiner Nachbarin begegnen will. Sie genießt im Dorf einen schlechten Ruf, denn sie hat ständig einen neuen Partner, bei dem sie wohnt. Das war damals nicht gut, und das wäre auch heute nicht sehr lobenswert. Dass sie hier am Brunnen nun auf einen Juden trifft, der sich dann auch noch mit ihr unterhält, anstatt sich abzuwenden, das irritiert sie sicherlich sehr. Zunächst versucht die Samaritanerin diesen Fremden auf Abstand zu halten. Als er sie um einen Schluck Wasser bittet, macht sie ihm deutlich, wie sehr es sie verwundert, dass ein Jude eine Samaritanerin überhaupt eines Blickes würdigt. Dann versucht sie ein kleines theologisches Geplänkel: „Herr, dann gib mir doch solches Wasser, damit ich nie mehr durstig bin und mir den Weg zum Brunnen in Zukunft sparen kann!“ Auf einmal ist sie aber sprachlos: dieser Mann kennt ihre Vergangenheit, ohne dass sie ihm jemals begegnet wäre. Er sagt ihr auf den Kopf zu: „Du hast recht, wenn Du sagst, Du hättest keinen Mann. Denn mit fünf Männern nacheinander bist Du zusammen gewesen; und der, mit dem Du nun zusammen lebst, ist auch nicht Dein angetrauter Ehemann.“

Am Ende lässt diese Frau ihren Krug am Brunnen stehen, läuft in die Stadt und erzählt den Menschen von diesem Fremden, der Menschen mit all ihren Schwächen und ihrer Sünde durch und durch kennt – und der sie doch freundlich und respektvoll anredet.
Die Samaritanerin wird – hast Du nicht gesehen – zu einer erfolgreichen Missionarin. Die Menschen aus ihrem Dorf eilen mit ihr zurück zum Brunnen. Dort sitzt dieser Fremde immer noch, und eine Gruppe von weiteren Männern umgibt ihn jetzt. Sie bitten ihn darum, ihnen das Wort Gottes zu predigen. Und als Jesus nach zwei Tagen den Ort Sychar und den sogenannten Jakobsbrunnen wieder verlässt, verabschiedet er sich von Menschen, denen das quellfrische Wasser des Wortes Gottes durch Leben gefahren ist und sie gereinigt hat; heute wurde man sagen, hier hat ein ausgiebiges Clearing stattgefunden. Und ich bin sicher, dass die Samaritanerin nach dieser Begegnung mit Jesus ihr Leben neu geordnet hat, denn auch sie war an der Quelle des Lebens angekommen.

Damals hat Jesus einer Frau geholfen, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen. Er hat ihr Wasser aus der lebendigen Quelle der Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu trinken gegeben. Und schauen Sie. er redet auch zu uns heute morgen. Und in anderen Worten sagt er uns: „Ich will dem geben, der in tiefste Not gerät. Ich will dem geben, der wirklich braucht und nicht nur gerne hätte. Ich will dem geben, der sich fühlt, als wandere er ohne einen Schluck Wasser durch eine Wüste. Dem die Kehle aus Angst vertrocknet und der nicht mehr weiß, wie er aus seiner verheerenden Situation wieder entkommen soll. Ich will dem geben, der nichts hat. Dem, der nichts vorweisen kann – keine Werke, kein Glaube, nur leere Hände und einen brennenden Durst nach Leben. Genau diesem will ich geben. Und zwar: Wasser aus der Quelle! Keine abgestandene Brühe. Kein gezuckertes Ersatzprodukt, das am Schluss nur noch durstiger macht und nicht hält, was es verspricht. Wasser aus der Quelle, von dort, wo es immer sprudelt, hell und klar, erfrischend und wunderbar belebend.“

Liebe Gemeinde,
im Hamsterrad des Lebens, beim Abhaken der tagtäglichen „to dos“, in Krisen des Übergangs, angesichts der Lebensbrüche und – grenzen, haben wir Durst, einen Durst, der nicht weniger zum Menschen gehört als der alltägliche nach sauberem Wasser. Und es ist genauso wichtig, dass wir ihn auch als solchen erkennen und stillen lassen.

Schöner kann man kaum beschreiben, was die Jahreslosung uns zuspricht, uns aber auch aufträgt. „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Gott stillt den Durst, der uns quält. Sein Wasser des Lebens wird uns gratis geschenkt. Einfach so. Wirklich wahr! Wo wir zu ihm kommen, schenkt er neue Lebendigkeit. Und ist es nicht schön, dass sich das Bild von der Quelle und dem Wasser so wunderbar verknüpft mit ganz alltäglichen Erfahrungen?

  • Wenn wir morgens das Wasser für unseren Tee aufsetzen,
  • wenn der warme Strahl uns beim Duschen in den Tag einstimmt,
  • wenn wir zwischendurch ein Glas Wasser trinken,
  • wenn wir im Sommer die Blumen gießen
  • oder uns an der frisch gewaschenen Wäsche freuen…

…dann wünsche ich uns, dass wir in diesem Jahr nicht nur ökologisch und besonnen mit dem Lebensmittel Wasser umgehen, sondern immer wieder in Gedanken und Gefühlen auch an jene Quelle gehen, um daraus zu trinken. Möge uns das alltägliche Wasser an das heilige erinnern. Mögen wir vertrauen, dass Gott es gibt: aus jener nie versiegenden Quelle. Wir dürfen ihn einfach darum bitten und dann darauf vertrauen: er schenkt es uns gewiss.

Ich möchte am Schluss dieser Predigt Euch als Gemeinde erinnern an das Jahr 2016. Damals haben wir uns als Gemeinde einigen Eindrücken zugewandt, die ein paar Gemeindeteilnehmer geschenkt bekommen hatten. Einer der Eindrücke bezog sich auf Hesekiel 47,1-12 und sprach damals von einem Strom lebendigen Wassers. Ich zitiere einmal:

„Gott will den Deckel zum Strom des Heiligen Geistes mit Jesus öffnen. Er will Ströme über uns ergießen. Es geht um Heilung, aber vor allen Dingen um Offenbarung und Erkenntnisse, die Er für uns vorgesehen hat. Gott öffnet uns den Weg in Bereiche, die wir noch nicht ergriffen haben. Er führt uns in geistliche Bereiche, die bisher verschlossen waren. Der Strom des Geistes ist mächtig, schnell, kraftvoll und wahrheits fördernd. Es geht darum, dass wir uns ausstrecken nach Erkenntnis – und diese in bisher noch nie dagewesener Weite ergreifen.“

Solche Eindrücke können wichtige Gedanken in Erinnerung halten, auch wenn sie nicht gleich völlig deutbar sind. Und in einem Jahr, in dem eine Jahreslosung auf eine Quelle lebendigen Wassers hinweist, ist das vielleicht gar nicht so schlecht.

Auf jeden Fall ist das für mich einfach nur tröstlich: Ich darf kommen. Ich darf meinen Lebensdurst stillen. Ich werde erfrischt und gestärkt meinen Weg weitergehen. Und wann immer meine Lasten zu schwer, mein Leben zu verworren, mein Durst zu brennend wird: Ich darf immer wieder kommen. Ich darf aus dieser Quelle immer wieder von Gott nehmen, so viel ich brauche. Da steht nicht: „Kein Trinkwasser!“, sondern „Reinstes Lebenswasser!“ Und sein Lebenswasser lässt mich nicht verbittert und von Durst gequält zurück. Sein Lebenswasser schenkt mir den Trost und die Geborgenheit und die Liebe, die ich so sehr suche. Und wenn ich davon getrunken habe und mich umsehe, dann erkenne ich: Aus dieser Quelle trinkt wirklich die Welt. Alle sind eingeladen, und so viele kommen. Die Starken, die Verwundeten, die Klugen, die Verzweifelten, die Zerbrochenen und die voller Freude. So viel Platz ist an dieser Quelle, und sie sprudelt und quillt ohne Ende. Trink doch mit!

Amen

Kommentar verfassen