#GaK2018 | 3. Woche: Wie Versöhnung geht

#GaK2018 | 3. Woche: Wie Versöhnung geht

Predigt am Sonntag, 11. März von Gerd Ballon: „Wie Versöhnung geht“

Bibeltext: Lukas 15, 21 – 24

Bibeltext

21 ›Vater‹, sagte der Sohn, ›ich bin schuldig geworden an Gott und an dir. Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert.‹ 22 Sein Vater aber befahl den Knechten: ›Beeilt euch! Holt das schönste Gewand im Haus und legt es meinem Sohn um. Steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt Schuhe für ihn! 23 Schlachtet das Mastkalb! Wir wollen essen und feiern! 24 Denn mein Sohn war tot, jetzt lebt er wieder. Er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden.‹ Und sie begannen ein fröhliches Fest.

Thema

1. Der Gott der Bibel ist eine Person – und er sucht persönliche Begegnung.

2. Der Gott der Bibel sucht Gemeinschaft mit Menschen,

Er liebt uns Menschen, er redet mit uns, er bleibt uns treu.

3. Der Gott der Bibel ist ein Gott, der seine große Liebe in uns Menschen investiert.

Diese Geschichte, dieses Gleichnis verdeutlicht jetzt, wie eine Entfremdung von Gott sich ereignen kann – in drei sozusagen typischen Schritten, die wohl viele Menschen gegangen sind, die Gott verloren haben:

  1. Die Wurzel der Abkehr ist der Drang nach Unabhängigkeit. Der Sohn möchte tun, was er will. Er löst sich deshalb vom Vater und von der Geborgenheit seines Vaterhauses und begibt sich in die Fremde.
  2. Daraus folgt hier ein unmoralisches Leben, das Abgleiten auf die „schiefe Bahn“.
  3. Dieser Weg führt zuletzt in Unglück und Verderben. Er landet dort, wovor jedem Juden graut: am Trog der Schweine, der unreinsten Tiere, die im Judentum vorstellbar sind.

Doch das Gleichnis zeigt auch die Schritte der Umkehr, die zur persönlichen Rettung und zu einer neuen Gottesbeziehung führen können:

  1. Die Umkehr beginnt mit der Besinnung über die Situation, mit der Erinnerung an die Fürsorge des Vaters, an seine Liebe.
  2. Es kommt zur Erkenntnis eigenen Versagens und zur Bereitschaft, dies mit eigenen Worten zu formulieren (Sündenbekenntnis?).
  3. Schließlich ist da der Willensentschluss, aufzubrechen und zum Vater zurückzukehren. Ohne diesen Entschluss wäre da Selbsterkenntnis, nicht aber Veränderung.

Und das wunderbare: Im Gleichnis kommt der Vater sogar dem Be-kenntnis des Sohnes zuvor. Er läuft seinem Sohn entgegen, umarmt ihn und feiert mit ihm ein Fest der Versöhnung. Der Verlorene wird wieder in das Haus des Vaters aufgenommen und darf wieder Sohn sein. Alles ist wieder in Ordnung.

Jesus Christus erzählt hier ein wunderbares Gleichnis. Ein Gleichnis wider alle Resignation, wo auch immer ich oder Du stehen, was auch immer falsch gelaufen ist im Leben; wo auch immer ich und Du Hilfe brauchen – oder einen neuen Anfang.

Wie geht Versöhnung denn? – Fragen zum Abschnitt

  1. Was können Haupthinderungsgründe sein, die Versöhnung ganz schwer machen können?
  2. Wie hat für Dich ein Versöhnungsprozess schon einmal ausgese-hen, den Du in guter Erinnerung hast? Hat der auch gehalten?
  3. Was bedeutet das für Dich: Versöhnung als Ein – und Ausatmen… „Ich bitte Dich um Vergebung; bitte vergib Du auch mir.“
  4. Wenn zwischen Gemeindeleuten Versöhnung nicht gelingen will – was hat eine Gemeindeleitung damit dann zu tun?
  5. Was also lerne ich aus diesem Versöhnungs- und Vergebungs-Prozess in Lukas 15 für mein Versöhnungsverhalten in Zukunft?

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