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#96Thesen | Die elfte Aufgabe: Den Primat der Gemeinde wieder herstellen

#96Thesen | Die elfte Aufgabe: Den Primat der Gemeinde wieder herstellen

Die elfte Aufgabe der 96 Thesen von Klaus Douglass zum Thema: Den Primat der Gemeinde wieder herstellen

  1. Die größte Stärke der Landeskirche – die Ortsgemeinde – bleibt über weite Strecken ungenutzt.
  2. Die derzeitige Strategie vieler Landeskirchen, Gemeinden zusammenzulegen, wird sich über kurz oder lang als tödlich erweisen. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Gemeinden.
  3. Das Jahrhunderte alte System von Ortsgemeinden bedarf der Ergänzung durch eine Vielfalt anderer Gemeindemodelle.
  4. Pfarrer müssen keine Akademiker und sie dürfen keine Beamten sein.
  5. Eine Gemeinde, die nicht mehr pfarrer(innen)zentriert ist, wird auf Dauer auch keine andere Autorität mehr über sich zulassen. Das ist konsequent umgesetztes „Priestertum der Gläubigen“ auf höherer Ebene.
  6. Die Gemeinden sind nicht dazu da, der Institution Kirche zu dienen, sondern die Institution Kirche ist dazu da, den Gemeinden zu dienen.
  7. Innerhalb unserer Kirche müssen Hierarchien und Verwaltungsstrukturen radikal abge-baut werden – und das möglichst bald.
  8. Die Gemeinde der Zukunft hat das Recht und die Pflicht zur Profilbildung.

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#96Thesen | Die zehnte Aufgabe: Die innergemeindlichen Strukturen vereinfachen

#96Thesen | Die zehnte Aufgabe: Die innergemeindlichen Strukturen vereinfachen

Die zehnte Aufgabe der 96 Thesen von Klaus Douglass zum Thema: Die innergemeindlichen Strukturen vereinfachen

  1. Die Strukturen der Kirche sind von enormer geistlicher Relevanz.
  2. Wir sind für die Strukturen verantwortlich, in denen wir leben.
  3. Wir müssen uns entscheiden, welche Priorität wir setzen wollen: Die äußere Kirche zu bewahren oder die innere wieder zu beleben.
  4. Wer möchte, dass Kirche bleibt, wie sie ist, möchte nicht, dass Kirche bleibt.
  5. Strukturen, die den Gemeindeaufbau nicht fördern, verhindern ihn.
  6. Aufgabe der Synoden in den nächsten Jahren wird sein, die Gemeinden von ca. 80% der derzeit gültigen Regeln zu entlasten. In der Zwischenzeit sind die Gemeinden zu zivilem Ungehorsam aufgerufen.
  7. Komplizierte Strukturen lähmen unsere Gemeinden. Die Devise der Zukunft lautet daher Vereinfachung. Was nicht einfach geht, geht einfach nicht.
  8. Wir brauchen nicht nur eine Strukturreform, sondern eine Reformation der Strukturen.

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#96Thesen | Die neunte Aufgabe: Den Gottesdienst losketten

#96Thesen | Die neunte Aufgabe: Den Gottesdienst losketten

Die neunte Aufgabe der 96 Thesen von Klaus Douglass zum Thema: Den Gottesdienst losketten

  1. Der Gottesdienst, der früher einmal ein Angebot für alle war, ist eine Nischen-veranstaltung geworden.
  2. Der evangelische Gottesdienst ist an die doppelte Kette von Kirchenmusik und litur-gischer Tradition gelegt. Wenn es uns nicht gelingt, ihn davon zu befreien, wird es ihn bald nicht mehr geben.
  3. Gottesdienstliche Formen sind nicht beliebig, aber sie müssen flexibel sein.
  4. Gottesdienste, die Menschen inspirieren wollen, müssen deren Lebensgefühl ansprechen.
  5. Die nähere Zukunft des Gottesdienstes liegt in einem mehrgleisigen Gottesdienst-konzept.
  6. Der Gottesdienst der Zukunft wird nicht vom Pfarrer oder der Pfarrerin gehalten, sondern von der Gemeinde gefeiert.
  7. Wir brauchen nicht nur ein Konzept, wie wir Gottesdienst feiern, sondern auch, wie wir Gottesdienst leben wollen.
  8. Gottesdienste, die nicht ins Leere laufen wollen, müssen in ein umfassendes Gemeindekonzept eingebunden sein.

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#96Thesen | Die achte Aufgabe: Eine Kultur der Liebe entwickeln

#96Thesen | Die achte Aufgabe: Eine Kultur der Liebe entwickeln

Die achte Aufgabe der 96 Thesen von Klaus Douglass zum Thema: Eine Kultur der Liebe entwickeln

  1.  Christliche Liebe ist ihrem Wesen nach anders als jede andere Liebe. 
  2. Wenn wir möchten, dass die Menschen liebevoller werden, müssen wir ihnen die Liebe Gottes zugänglich machen. 
  3. Es gibt kein lebendiges Christentum ohne Gemeinschaft. 
  4. Die christliche Gemeinde ist das wichtigste Beziehungsfeld im Leben eines Christen. Sie ist seine „neue Familie“. 
  5. Christliche Gemeinschaft ist nicht so sehr ein Ideal, das wir einfordern könnten, als vielmehr eine Aufgabe, an die Gott uns stellt. 
  6. Liebevolle Gemeinden haben Zulauf. 
  7. Unsere Gemeinden sollten ein wohltuender Kontrast zur sonstigen Gesellschaft sein. 
  8. Kirche ist nur Kirche, wenn sie Kirche für andere ist.

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#96Thesen | Die siebte Aufgabe: Eine gesunde Kleingruppenstruktur aufbauen

#96Thesen | Die siebte Aufgabe: Eine gesunde Kleingruppenstruktur aufbauen

Die siebte Aufgabe der 96 Thesen von Klaus Douglass zum Thema: Eine gesunde Kleingruppenstruktur aufbauen

  1. Unsere Gemeinden sind zu groß, um persönlich und verbindlich zu sein, und zu klein, um in Hinblick auf Diakonie, Evangelisation oder Spiritualität aus dem Vollen schöpfen zu können.
  2. Das neutestamentliche Gemeindeleben hat zwei gleichberechtigte Mittelpunkte: Die gottesdienstliche Feier und die Hausgemeinschaft.
  3. Gott wohnt nicht in einem eigenen Gebäude, sondern da, wo Menschen wohnen.
  4.  Die Hauskreise unserer Tage sind nicht identisch mit den Hausgemeinschaften des Neuen Testamentes, aber sie sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
  5. Es gibt kein Medium, das geeigneter wäre, Menschen dabei zu helfen, zum Glauben zu kommen, im Glauben zu wachsen und ihren Glauben mit anderen zu teilen, als die Häuser der Christen.
  6. Kreise und Gruppen gibt es in unseren Gemeinden viele. Was wir aber vor allem brauchen, sind ganzheitliche Kleingruppen.
  7. Die Gemeinde der Zukunft wird nicht mehr Hauskreise oder ähnliche Kleingruppen haben. Sie wird aus solchen Kleingruppen bestehen.
  8. Nur in einer ganzheitlichen Kleingruppe bekommt der Mensch das Maß an Zuwen-dung, das er wirklich braucht. Darum werden die Kleingruppenleiter die Pastoren der Zukunft sein.

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