Schlagwort: Exodus

Sonnenaufgang

DAS IST MEIN GOTT!

Der Herr hat mir Kraft gegeben und mich froh gemacht; nun kann ich wieder singen. Er hat mich gerettet! Er ist mein Gott, ihn will ich preisen! Er ist der Gott meines Vaters, ihn allein will ich ehren.Exodus 15, 2

Sonnenaufgang am Ufer des Roten Meeres. Schon von weitem kann man Mose und Israeliten hören.
Klar und deutlich schallt es aus dem Lager. Lautes Singen und Jubeln: DAS IST MEIN GOTT!

Es gibt kein Halten mehr, kein Zweifeln, keine Scheu oder Scham. Alle Mühsal und alle Sorgen sind im Angesicht dieser Gotteserfahrung unbedeutend.

„Der HERR ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen, er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben“

Und: Es ist Gott für …: meine Stärke, mein Lobgesang, mein Heil, mein Gott.
Gott für mich.

Gott hat Mose und die Israeliten gerade trockenen Fußes durch das Rote Meer geführt, die Ägypter vernichtet und die Israeliten gerettet. Das war keine kleine Tat, es war ein unzweifelhaftes und großes Wunder. Das konnte nur Gott tun. Gott sagt selber, dass er durch dieses Wunder zeigen will, „wie mächtig und erhaben“ er ist.

Ägypter und Israeliten haben beide erkannt, wie mächtig und erhaben Gott ist. Für die einen bedeutete es im wahrsten Sinne des Wortes „Untergang“, für die anderen Rettung.

Und jetzt – nach dieser Erfahrung – schallt es laut aus dem Lager der Israeliten: Das ist mein Gott. Das Erkennen des mächtigen und erhabenen Eingreifens Gottes führt zu Jubel, Lobpreis, zur Anbetung Gottes.

Diese Rettung steht am Anfang der Wanderung des Volkes Israel. Die Israeliten haben erlebt, wie Gott in ihr Leben eingreift, wie er Wort hält. Gott selbst hat das Volk auf diese Reise geschickt und gleich zu Anfang hat er seine Treue und seine Macht erwiesen und ihren Gehorsam belohnt. Es wird noch viele Situationen geben, an denen das Volk wieder von Zweifeln, Sorgen, Ängsten und Misstrauen Gott gegenüber geplagt wird. Am Ende wird Israel das gelobte Land erreichen und Gott seine Zusage gehalten haben. Bei all den Herausforderungen, vor denen das Volk damals noch stand, war es am Anfang wichtig, dass das Volk persönlich erfährt, dass Gott retten will und kann.

Gott will und kann – diese Wahrheit zu hören und anzunehmen, dass ist auch für uns elementar wichtig. Wenn Jesus Christus sagt, „Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist.“, dann will er und kann er diese Versprechen halten, egal, ob unser Weg eben oder über Berge und Täler führt.

Nicht immer werden wir die Nähe Gottes und sein Eingreifen auf so mächtige und nicht zu bezweifelnde Art und Weise erleben, wie die Israeliten am Roten Meer – das haben die Israeliten übrigens auch nicht. Trotzdem gilt seine Zusage, dass er bei uns ist.
Nichtsdestotrotz halte ich persönliche Erfahrungen mit Gott für fundamental wichtig. Wissen und Erfahrung gehören zusammen. Beides zusammen macht unseren Glauben lebendig und leidenschaftlich. Und ich bin überzeugt, dass wir Gott (noch mehr) in unserem persönlichem Leben erfahren können. Lasst uns daher nicht aufhören, ihn darum zu bitten und unser Herz und Leben dafür zu öffnen.

Und dann, wenn wir größere und kleiner „Rote – Meer-Erfahrungen“ mit Gott in unserm Leben machen – dann lasst uns laut jubeln, so dass es jeder hören kann:

DAS IST MEIN GOTT!

Andrea Schauperl, Gemeindeleiterin
Andrea Schauperl, Gemeindeleiterin

Monatslosung Juli 2016

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will. Exodus 33,19

Lieber Leser,

der damalige Leiter des Israelitischen Volkes, Mose, hatte damals ein großes Problem. Er sollte ein recht schwieriges und von Selbstzweifeln geplagtes Volk aus der Gefangenschaft der Ägypter herausführen. Wie sollte das gelingen angesichts der immer wieder auftauchenden Anfragen an seine Leiterpersönlichkeit?

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