Fussball im Stadion

Beim Fußball gewinnt nur einer – bei Christus kann jeder gewinnen!

In vergleichsweise wenigen Stunden wird ein vielleicht wieder historisches Fußballspiel stattfinden. Zwei beeindruckende Mannschaften, Frankreich und Kroatien, die um den Weltmeistertitel kämpfen. Und da wir ja nicht mehr für Deutschland schreien können, muss sich jeder hier entscheiden, ob und wofür er sich einsetzen will.
Ich las in dem christlichen Medienmagazin PRO 3/2018 einige Statements von Fußballern und Trainern, die sich zu Jesus Christus bekennen. Und Bundesliga-Trainer Heiko Herrlich, selber Christ, sagt: „Viele junge Spieler stehen heute offen zu ihrem Glauben!“

Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Daten

Prediger
Gerd Ballon
Thema
Predigt zum Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2018
Reihe
Datum
15.07.2018
Länge
18:43
Bibelstelle
1. Korinther 9, 24 – 27
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter

Lesungstext

24 Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! 25 Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis. 26 Ich weiß genau, wofür ich mich mit aller Kraft einsetze. Ich laufe und habe dabei das Ziel klar vor Augen. Wenn ich kämpfe, geht mein Schlag nicht ins Leere. 27 Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst als untauglich ausscheiden.

Predigt

Übrigens – schon in seinen geschichtlich erfassbaren Anfängen wurde der Sport kultischen Zwecken dienstbar gemacht. Die Olympischen Spiele dienten ursprünglich dem Totenkult. Sie waren eine Beschwörung, die Segen oder Sühne bezweckte. Und auch heute fehlt es nicht an Versuchen, den Sport zum neuheidnischen Kult werden zu lassen, siehe der Satz: „Gott ist Kroos!“ nach dem zweiten Deutschlandspiel. Schon Coubertin (1863-1937) – der Begründer der modernen Olympischen Spiele – empfand so: „Für mich bedeutet Sport eine Religion mit Kirche, Dogmen, Kultus…, aber besonders mit religiösem Gefühl“.
Bis heute liegt – und wir spüren das in dieser Weltcup – Stimmung nur zu gut – bis heute liegt im Sport die Gefahr, dass der Muskel zum Kultgegenstand und der Athlet ein Heiliger unser Zeit wird, der kultische Ehrung genießt und seine Anhänger bezaubert. Sport wird zur Religion unserer Zeit.

Über das sportliche Ereignis des Fußballs kann ich mich freuen; aber ich soll es nicht vergöttern.
Auf diesen Zusammenhang möchte ich hinweisen mit dem Thema heute Morgen:

Im Fußball siegt nur einer - bei Christus kann jeder gewinnen! Klick um zu Tweeten

Fußball ist ein sportliches Ereignis. Und über Sport hat die Bibel tatsächlich etwas zu sagen. Ja, tatsächlich: einer der Apostel kann mir und vielleicht auch Ihnen einiges vormachen in Bezug auf Wettkämpfe. Aber hören Sie selbst:

Ihr wisst doch, dass an einer WM viele nationale Mannschaften teilnehmen. Aber nur eine kann den Pokal bekommen. Darum kämpft so, dass Ihr diesen Pokal gewinnt. Jede Mannschaft, die an der Fußball-WM teilnehmen will, nimmt harte Einschränkungen auf sich. Sie tut es für eine Trophäe, die glänzt, aber eigentlich nutzlos ist. Auf uns aber wartet eine Pokal von großem Wert. Darum renne ich wie einer, der ein Ziel hat. Darum kämpfe ich wie einer, der den Ball nicht nur in die Luft schlägt. Ich treffe mit meinen Anstrengungen den eigenen Körper, so dass ich ihn ganz in der Gewalt habe. Ich möchte nicht andere zum Wettkampf auffordern und selber als untauglich ausscheiden.

Die Bibelkenner wissen: im 1. Korintherbrief 9,24-27 steht es etwas anders, aber der Sinn ist genau getroffen

„Ihr wisst doch, dass an einem Wettlauf viele Läufer teilnehmen. Aber nur einer kann den Preis bekommen. Darum lauft so, dass Ihr den Preis gewinnt. Jeder, der an einem Wettlauf teilnehmen will, nimmt harte Einschränkungen auf sich. Er tut es für einen Siegeskranz, der verwelkt. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der niemals verwelkt. Darum laufe ich wie einer, der ein Ziel hat. Darum kämpfe ich wie einer, der nicht in die Luft schlägt. Ich treffe mit meinen Schlägen den eigenen Körper, so dass ich ihn ganz in der Gewalt habe. Ich möchte nicht andere zum Wettkampf auffordern und selber als untauglich ausscheiden.“

Es wird heute Morgen hier bestimmt etliche Experten geben, die sportlich sehr fit sind und sich bestens auskennen in der Bundesliga, im Weitwerfen und Rudern. Ich gestehe Ihnen freimütig: ich bin da kein Durchblicker! Ich verstehe von Sport herzlich wenig! Aber es geht ja nicht um meine Haltung zum Sport heute morgen. Der sportliche Paulus sagt uns:

1. Auf in den Kampf!

Ich bezweifle, ob heutiger Leistungssport noch viel mit Sport zu tun hat. Aber ich bezweifle nicht, dass wir vom Leistungssport noch viel für uns lernen können. Paulus nimmt ihn als ein Gleichnis für unser Leben und sagt: Unser Leben ist ein Kampf.

Und sehen sie: das hören viele heute schon mal gar nicht gern. Wir schätzen solche Worte wie: „Unser Leben sei ein Fest.“ Aber auf so etwas wie Kampf sind wir ja nicht gerade scharf. Nur: Paulus möchte seine Zuhörer hier ein wenig erziehen zu – einem echten Christsein! Und zur Erziehung gehören ja nicht nur Streicheleinheiten und ein gutes Gefühl. Dazu gehören auch manchmal ein klares Wort und ein deutlicher Puff. Paulus sagt uns – hier heute – ein paar Stunden vor einem entscheidenden Fußballmatch im Luschniki – Stadion in Russland: Unser Leben ist ein Kampf. Das müssen wir erst einmal hören und uns fragen: Kämpfe ich mit? Oder – ist mir das Leben schon egal?
Nun geht es bei allem Kampfesmut nicht ohne eine Anmeldung. Zu einer Fußballweltmeisterschaft oder zu dem anderen supersportlichen Ereignis, zu den olympischen Spielen, kommt man nicht einfach so. Ich kann da nicht ins Stadion laufen, auf einmal meinen Jogging – Anzug auspacken und beim 5000-Meter-Lauf mitmachen. Da wird jeder Platzwart mich zurückpfeifen. Deshalb sagt Paulus:

2. Wer mitmachen will, muss sich melden!

Haben Sie Sich schon einmal bei Jesus gemeldet? Haben Sie ihm denn überhaupt schon gesagt, dass Sie mitmachen wollen?

Ein Christ ist man bekanntlich ja nicht dadurch, dass man in einem christlichen Elternhaus geboren wurde. Ein Christ ist man auch nicht dadurch, dass man als Christ getauft wurde. Ein Christ sind Sie erst, wenn Sie ganz persönlich den Entschluss gefasst haben: Ich will bei Jesus Christus mitmachen!

Diesen Entschluss nennt die Bibel Bekehrung. Bei manchen liegt diese Bekehrung, dieser Entschluss, vor der Taufe, bei manchen danach. Bei manchen war sie ein dramatisches Ereignis. Aber meistens ist das eine ganz unauffällige Sache, wenn ein Mensch sagt: „Jesus, von heute an will ich Dir nachfolgen.“ Die Bibel sagt: Jeder Mensch muss irgendwann in seinem Leben den bewussten Entschluss fassen: „Ja, Jesus, ich komme. Ich will Dir gehören. Ich will dir gehorchen; ich will Dir nachfolgen. Und ich will auch das ewige Leben haben, das Du mir versprochen hast. Ich will eine Antwort auf die Frage nach dem, was nach meinem Tod kommt.“

Wer diesen Entschluss noch nie bewusst in seinem Leben gefasst hat, der, so sagt die Bibel das, der ist auch kein Christ. Trotz Taufe und Konfirmation. Es geht einfach nicht ohne eine willentliche Hinwendung zu Jesus Christus, wenn ich Christ sein und bleiben will.

Nun haben sich manche entschlossen, mitzumachen bei Jesus. Irgendwann. Was ist aus denen geworden? Laufen die immer noch? So mancher scheint auf der Strecke geblieben zu sein mit seiner Ernsthaftigkeit. Also – ich frage Sie: Sind Sie wirklich auf der Rennstrecke? Sind Sie wirklich Christen, die sich entschlossen haben, mitzumachen? Paulus sagt:

3. Aufschieben geht nicht!

Den Entschluss, Jesus nachzufolgen und ihm zu vertrauen, sollte man nun allerdings nicht auf die lange Bank schieben. Denn Paulus sagt: Das Ziel des Laufes ist ewiges Leben. Ein sinnerfülltes Leben mit ewiger Garantiezeit, das auch der Tod nicht zerstören kann. Es geht hier ja nicht um eine lumpige Goldmedaille oder um einen schönen WM – Pokal; Es geht um die Einladung ins Vaterhaus, in die liebevolle Nähe des Herrn Jesus Christus, des Sohnes Gottes, in die Geborgenheit, die nur Gott schenken kann.

Nun sagen viele: „Selbstverständlich möchte ich das ewige Leben haben. Aber damit hat es doch noch Zeit. Ich brauche das mit dem Christsein ja nicht gleich so übertrieben ernst zu nehmen. Erst will ich mal mein Leben ein bisschen genießen. In die Kirche rennen und jeden Tag beten – das kann ich ja noch, wenn ich etwas älter geworden bin.“

Aber stellen Sie Sich mal eine Mannschaft vor, die von ihrem Trainer hört, dass sie bei der nächsten Weltmeisterschaft auch noch im Halbfinale eine Rolle spielen soll. Und die sich sagt: „Also jetzt haben wir 2018. Da haben wir ja noch vier Jahre Zeit bis dahin. Wir machen erst mal richtig einen drauf. Und der Bauch, den wir uns jetzt zulegen, den rennen wir uns nachher schon wieder herunter.“

Die Mannschaft, die so denkt, ist von vornherein aus dem Rennen. Denn sofort geht ein hartes zielstrebiges Training los, das die gesamte Lebensweise der Sportler verändert. Alles orientiert sich nun an dem einen Ziel: Weltmeisterschaft im November 2022 in Katar – und nie mehr ein Bäuchlein anfressen.

Und sehen Sie: in dem Augenblick, wo einer sagt: ich mach bei Jesus mit, da beginnt sein Training. Von dem Moment an wird sein ganzes Leben verändert. Alles ordnet sich diesem einen Ziel unter: das ewige Leben erringen, den Siegeskranz.

Das aber halten viele für übertrieben und sagen (und Sie vielleicht auch): „Das ist Fanatismus. Das ist außerdem praktisch gar nicht machbar! Schließlich habe ich doch meinen Beruf, mein Studium, meine Fachschule. Das nimmt meine Kräfte total in Anspruch.“

Nur: was ich Ihnen heute Morgen deutlich machen will, ist dies: Das Leben, das Jesus Christus meint, liegt nicht so einfach vor der Matte unseres Hauses. Das Leben, das wirklich Leben ist, das gewinne ich nicht durch Kirchenbesuche, durch Taufe oder Abendmahl – nicht in den Landeskirchen, und auch nicht in den Freikirchen. Das Leben, das wirklich Leben ist, gewinne ich erst in diesem Bekenntnis: „Jesus, sei Du mein Herr und Erlöser. Ich will Dir nachfolgen. Ich will Dir mein Leben schenken – auch wenn es mich etwas kostet. Denn ich gewinne ja mehr, als ich einsetze.“

Warum? Am Ende eines Lebens zählt nicht, wie viel Geld Sie gemacht haben; wie viel Medaillen Sie gekriegt haben; wie viel Prämien Sie verdient haben. Es zählt nicht, wie viel Quadratmeter Grund und Boden Sie besitzen; wie viel Autos Sie gefahren haben; es zählt nicht, ob Sie in Ihren Kindern weiterleben oder sich ein Denkmal setzen lassen konnten vor den Menschen.
Das alles gehört zu dem, mit dem Menschen sich durch das Leben trösten – nur es ist nicht das, was Sie suchen: Leben.

Dieses Leben aber hat Paulus im Blickfeld, wenn er von seinem Wettlauf spricht und von dem Wunsch, anzukommen. Jesus Christus will nicht, dass Sie einmal zu denen gehören, die ihr Leben gänzlich verlieren, weil sie in einem falschen Stadion gekämpft haben; er will, dass Sie zu den wirklichen Siegern gehören, die das ewige Leben geschenkt bekommen, weil sie jetzt und hier und heute demjenigen gefolgt sind, der allein Leben geben kann: Gott.
Deshalb sagt der Apostel Paulus uns heute Morgen:

Melden Sie Sich bei Jesus und sagen Sie ihm: Ich will dabei sein; ich will Dir nachfolgen! Klick um zu Tweeten

Und ich mag Ihnen das zum Schluss ganz persönlich sagen: Ich bin ungemein dankbar, dass ich mich irgendwann ganz persönlich bei Jesus gemeldet habe. Dass ich ihm gesagt habe: ich möchte ganz verbindlich bei Dir mitmachen. Sei mein Herr – und mein Heiland. Ich habe so viel gewonnen: eine Perspektive; das Bewusstsein: Jesus führt mich und bewahrt mich. Und die Zukunft – auch über die drängenden Fragen nach dem eigenen Sterben hinaus. Ich bin ein Beschenkter. Und dieses – Geschenk wünsche ich jedem von Ihnen. Laufen Sie doch auch los – nicht nur einem Ball hinterher; nicht nur als Fan den Fußballstars hinterher – sondern laufen Sie Jesus Christus nach – als sein Nachfolger!
Sie sind dabei übrigens in keiner schlechten Gesellschaft. Denn es sind auch in dieser letzten Fußball – WM nicht nur weite und kurze Pässe geschlagen worden, sondern auch so manches Kreuz – sichtbar für jedermann. Es gibt, wie am Anfang gesagt, immer noch gläubige Fußballstars. Zitat von Jürgen Klopp, derzeit Trainer von Liverpool, zu dem, was Jesus Christus getan hat:

Am Ende lastet sich Jesus alle Sünden auf und lässt sich dafür sogar ans Kreuz nageln. Das ist einfach die einschneidendste Geschichte aller Zeiten, die es für mich als Christ gibt, weil sie alles verändert hat…und wir sind alle nicht ansatzweise in der Lage, das jemals leisten zu können. Aber das müssen wir auch nicht, denn wir haben ja mit Jesus jemanden, der das für uns getan hat. Das ist sehr, sehr tröstlich!

Gott segne Sie in Ihrem weiteren Leben – und alle Kroatien – oder Frankreichfans heute Nachmittag mit einem richtig guten Spiel. Gewinnen wird dann hoffentlich der, der auch wirklich am besten gespielt hat.

Amen

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