Pferde - Ein Symbol für Freiheit

Grenzenlose Freiheit – wenn sich ein Traum erfüllt…

Wir Menschen können wohl gar nicht umgehen mit grenzenloser Freiheit. Wir wollen sie und nehmen sie uns oft genug. Aber wir wissen sie nicht zu beherrschen.

Woran das liegt, lassen Sie uns nachlesen in einem Buch, das mehr ist als ein Buch, in der Bibel. Und ich lade jeden ein, auf Gedanken zu hören, die der Schöpfer dieser Welt für Dich und für mich aufschreiben ließ, um uns zum Beispiel im Umgang mit der Freiheit zu helfen.

Geschätzte Lesezeit: 11 Minuten

Daten

Prediger
Gerd Ballon
Thema
Grenzenlose Freiheit – wenn sich ein Traum erfüllt…
Reihe
Datum
09.09.2018
Länge
25:58
Bibelstelle
1. Mose 2, 15 – 17; Epheser 2, 12 – 20
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter
Gerd Ballon, Pastor und Gemeindeleiter

Lesungstext

1. Mose 2, 15 – 17

15 Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.
16 Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
17 doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

Epheser 2, 12 – 20

12 Damals wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen; ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.
13 Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
14 Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.
15 Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden
16 und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib. Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
17 Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen.
18 Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.
19 Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
20 Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst.

Predigt

Liebe Gemeinde,

wir leben alle miteinander doch sehr widersprüchlich in einer widersprüchlichen Welt, finden Sie nicht?

Da zeigt sich damals im Paradies vor unseren menschlichen Augen eine wunderschöne Welt mit abenteuerlichen Möglichkeiten – und wir blicken verärgert auf den Zaun, der um einen Baum gezogen ist, und können uns nicht trennen von diesem ärgerlichen Anblick, anstatt die Welt zu erobern, die darum herum angelegt ist.

Da kämpfen Menschen vor bald 30 Jahren gegen ein Unrechtssystem, die ehemalige DDR. Und dann ist die alte Ideologie und der alte Staat untergegangen – aber den so entstandenen Freiraum wissen die Menschen mit nichts Vernünftigerem zu füllen als mit Konsum und einem riesigen Nachholbedürfnis – und leider auch viel ultrarechtspolitischem Hassgetue.

Da kämpfen Arbeitnehmergewerkschaften für mehr Freiheit und fordern immer weniger Arbeitsstunden – nur bis heute weiß keiner so recht, wie denn der Zuwachs an Freizeit sinnvoll ausgefüllt werden soll. Es gibt in der Bundesrepublik immer mehr Freizeitgeschädigte, Menschen also, die immer unzufriedener werden, je mehr Freiheiten sie sich erlauben können.

Und schließlich prangert unsere Gesellschaft immer stärker das Verhalten der Kirchen an, indem man sagt: Der Machtapparat der Kirchen macht die Menschen unfrei und hält sie gefangen in Geboten und Forderungen und der ständigen Angst vor der Hölle. Und dann verkündet dieselbe Gesellschaft, die sich gegen die furchtbare Unfreiheit in der Kirche wendet und den Glauben an Gott verlacht, die große Freiheit von allen Normen und Gesetzen – und auf einmal wird deutlich, wie hohl diese große Freiheit ist und wie leer menschliche Hirne und Herzen werden, wenn alles erlaubt ist und nichts mehr eingehegt oder begrenzt. Bedrohlich hohl ist dann vieles – aus der Sicht eines Embryo oder eines alten siechen Menschen.

Wir Menschen können wohl gar nicht umgehen mit grenzenloser Freiheit. Wir wollen sie und nehmen sie uns oft genug. Aber wir wissen sie nicht zu beherrschen.

Woran das liegt, lassen Sie uns nachlesen in einem Buch, das mehr ist als ein Buch, in der Bibel. Und ich lade jeden ein, auf Gedanken zu hören, die der Schöpfer dieser Welt für Dich und für mich aufschreiben ließ, um uns zum Beispiel im Umgang mit der Freiheit zu helfen.

Diese Gedanken stehen ganz am Anfang der Bibel, in
1. Mose 2,15 – 17. Ich lese sie nochmals:

15 Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.
16 Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
17 doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

1. Die Voraussetzung der Freiheit: die kleine Grenze im großen Leben

Wir lächeln heute beim Anblick von Bildern, die das Paradies schildern. Zu viele kindliche Ideen verbinden sich für uns damit. Paradies – das ist doch etwas für Kinder, so ähnlich wie das Schlaraffenland, in dem einem die gebratenen Hühner in den Mund fliegen.

Aber wir spüren beim Lesen dieser Verse doch sicher: Paradies – das ist der große Lebensraum für damals zwei Menschen, der schier endlos erscheinen musste. Gott hat das Leben und den Raum zum Leben für uns Menschen so groß gemacht, so weit. Gott hat nicht geknausert, als er seine Welt schuf. Was für Möglichkeiten hat er in diesem Urbild Paradies uns Menschen eröffnet. Gott schenkt dem Menschen Schönheit – der Natur und seiner selbst. Gott schenkt Aufgaben; er macht es möglich, dass der Mensch verantwortlicher und verantwortungsvoller Verwalter der Schöpfung wird. Sein Ziel ist es, uns Menschen glücklich zu machen, zufrieden, gesegnet. Und um uns das zu erhalten, schützt er uns vor Gefahren. Schon das Paradies kennt eine Gefahr für den Menschen – nämlich: die grenzenlose Freiheit. Grenzenlose Freiheit führt zu Selbstüberschätzung und Hochmut, zu Unzufriedenheit und Menschenhass. Deshalb hat Gott eine kleine Grenze eingebaut. Ein einziger Baum wird mit einem Zaun umgeben. Diesen Baum behält sich Gott selber vor. Und nun sehen wir dieses Bild vor uns: Das große Leben, die riesige Chance zum Glücklichwerden – und irgendwo darin dieser Baum, von einem Zaun umgeben!

Und ich sehe keinen anderen Grund für die Existenz dieses Baumes im Garten des Lebens, als dass dieser Zaun um ihn herum gezogen werden soll. Und ich sehe keine andere Bedeutung für den Zaun, als dass darin die schützende Hand Gottes deutlich wird, der das große Leben und damit den Menschen bewahren will vor der Gefahr, die ihm droht – vor der grenzenlosen Freiheit.

Und damit macht Gott jedem von uns deutlich: das große Leben, die große Freiheit behalten wir nur, indem wir diese göttliche Schutzzone respektieren. Im Paradies hieß diese göttliche Schutzzone: Nein zum Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Im Volk Israel hieß dieselbe göttliche Schutzzone: die 10 Gebote. Später wurde daraus die Bergpredigt Jesu.

Aber immer hatte Gott nur das eine Ziel: er wollte dem Menschen das große Leben in großer Freiheit erhalten, indem er die kleine Grenze schuf. Denn Gott hat den Menschen geschaffen mit einem Grundsatz im Herzen. Und dieser Grundsatz gilt bis heute. Wissen Sie, wie er heißt?

Ganz einfach: Frei zum Leben bleibt der Mensch nur in der Bindung seines Gehorsams an Gott! Das ist und bleibt die göttliche Voraussetzung der Freiheit durch alle Jahrtausende: die kleine Grenze im großen Leben. Vielleicht versteht jetzt auch der Letzte, dass Gottes Grenzen nicht vom Leben trennen wollten oder wollen, sondern Leben bewahren möchten – Leben bewahren!

Aber Adam und Eva waren leider so wenig klug wie wir Menschen heute. Anstatt in die Weite des Lebens zu schauen und zu laufen, schlichen sie um diesen Zaun herum und betrachteten den Baum darin. Und weil sie das taten, konnte die Lüge mit ihnen kurzen Prozess machen.

2 Die Voraussetzung aller Unfreiheit: Sich das große Leben von der Lüge stehlen lassen und gefangen werden

Es ist entsetzlich traurig, was damals im Paradies, in diesem Garten der Lebensfülle, passiert: Zwei Menschen schleichen um den Zaun herum, der die kleine Grenze Gottes im großen Leben markiert; anstatt das Leben zu erobern, hocken sie am gefährlichsten Punkt. Und auf einmal hören sie die Stimme des größten aller Lügner zu sich reden.
Der Teufel sitzt immer genau dort, wo Gott seine Schutzgrenze zieht. Denn er hat nur ein einziges Ziel: er will uns das Leben und seinen Reichtum ablügen und abstehlen. Und glauben Sie ja nicht, dass er seine Strategie geändert hat. Das Böse ist so primitiv, es kommt auf keine neuen Ideen. Es will immer nur eines: durch seine Lügen versuchen, dem Menschen die Freiheit klein und die Grenze riesig zu machen. Und dabei gilt: die beste Lüge des Teufels ist die mit dem größten Wahrheitsanteil.

Und das geschieht bis heute dadurch, dass die Lüge uns hineinzerrt in ihren Bereich und uns glauben machen will, wir wären jenseits und nicht diesseits des Zaunes.

„Schaut doch, wie begrenzt Euer Leben ist, „ flüstert die Lüge.“Überall nur Gitter und Zäune. Ihr steht ja direkt davor. Ihr seid Gottes Affen in diesem lächerlich kleinen Leben, das Ihr da führt. Verlasst euren Käfig! Steigt herüber! Kommt auf die Seite grenzenloser Freiheit! Kommt zum Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Erst dann seid Ihr frei!“

Und bis heute lassen sich Menschen so verführen, wie sich damals die zwei ersten Menschen im Garten Eden verführen ließen. Die beiden stiegen über den Zaun – und dann? Dann erst spürten sie, dass sie nun erst wirklich Gefangene waren. Vorher trennte sie nichts vom Leben. Vorher waren sie frei. Vorher war da nur der Zaun als Trennung zur Lüge hin. Jetzt aber, nachdem sie ihn überstiegen hatten, jetzt trennte sie der Zaun vom Leben. Jetzt gab es sie, die grenzenlose Freiheit – aber nur als eine jämmerliche Lüge. Und der Zaun wuchs. Er wurde unübersteigbar hoch! Der Mensch war getrennt. Getrennt vom Leben – von Gott – von der Wahrheit.

Und er bekam nun die Folgen zu spüren! Und keiner behaupte, dass hier nur alte Geschichten erzählt würden. Oh nein! Bis heute heißt es: Grenzenlose Freiheit – na klar! Her damit! Und dann – dann werden Menschen zu Sklaven.

Beispiel Frau: die Frau ist bis heute Opfer in unseren Gesellschaften. Wie sagt es 1. Mose 3,6:
„Ich will Dir viel Mühsal schaffen, wenn Du schwanger wirst; unter Mühen sollst Du Kinder gebären. Und Dein Verlangen soll nach Deinem Mann sein; und er soll Dein Herr sein!“

Das, liebe Gemeinde, ist ja Strafe und nicht Schöpfungsordnung! Das ist Strafe! Bis heute ist das Geschenk irdischen Lebens verbunden mit Angst, Opfern, und Mühsal; mit Lebensgefahr für Mutter und Kind.
Bis heute ist die Frau Opfer – sie wird sexualisiert, entblößt, geknechtet – und kommt doch nicht los von der Bindung an die sie ausbeutende Männerwelt. Unsere Kioske und die Internetwelt belegen das. Grenzenlose Freiheit? Da kann einem schlecht werden.

Und der Mann? Wir spüren heute den Fluch, der auf der Arbeit liegt. Kein Mensch kann ohne eine ihn ausfüllende Lebensaufgabe sein. Arbeit ist ja auch ein Segen. Aber wenn die grenzenlose Freiheit die Freude an der Arbeit kostet, die Zufriedenheit? Wenn Männer ausgebrannt ihrem Herzinfarkt erliegen; wenn sie, süchtig nach Ruhm, Macht und Geld, ihre Seele und Ausgeglichenheit verlieren; wenn sie sich gegenseitig bekämpfen und ausschalten, dann – hören wir dann diesen Vers genauer? Dieses „Dornen und Disteln soll der Acker Dir tragen; und Du sollst das Kraut auf dem Feld fressen; im Schweiße Deines Angesichtes sollst Du dein Brot essen, bis Du wieder zur Erde wirst, von der du genommen bist.“ – Ein Fluch ist auch das!

Das sind die Folgen eines Strebens nach grenzenloser Freiheit.

Wir Menschen haben dieser Lüge geglaubt. Und jetzt sitzen wir alle im Käfig. Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse – mit einem Griff erreichen wir ihn – aber: was hilft uns alle Erkenntnis, wenn wir das große Leben verloren haben – Gott – die Freude – das Glück?!

Die Voraussetzung der Unfreiheit: sich das große Leben von der Lüge stehlen lassen. Millionen von Menschen leben so!

Sind Sie, bist Du in diesem Sinne auch ein Betrogener, Belogener, Bestohlener? Allein werden wir nicht über den Zaun zurückfinden. Deshalb müssen wir jetzt, und deshalb will die Bibel mit uns noch reden über die Hilfestellung!

3. Der Punkt wahrer Befreiung: Wen der Sohn freimacht, der ist recht frei – oder: Gebunden nur an den, der uns das große Leben zurückschenkt

Wer kann ihn niederreißen, den Zaun der Lüge, der Feindschaft zwischen uns und Gott, zwischen uns und dem Leben? Es gibt im NT eine Bibelstelle, die uns die Antwort gibt –
Eph 2,12ff – dort heißt es:

12 Damals wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen; ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.
13 Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
14 Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.
15 Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden
16 und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib. Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
17 Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen.
18 Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.
19 Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
20 Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst.

Oder so, wie gerade gesagt (Joh 8,36):
Wen der Sohn freimacht, der ist wirklich frei!

Die Bibel will uns Menschen, die wir gefangen sind und vom Leben getrennt – sie will uns denjenigen zeigen, der Befreiung bringt. Es gehört zu den Wundern Gottes, dass er im Gottessohn Jesus Christus auf diese Erde gekommen ist.

Jesus hat es nicht mehr ausgehalten, mit ansehen zu müssen, wie wir Menschen hinter dem Zaun der Sünde und der Lüge dahinvegetierten. Er kam – und er riss den Zaun nieder! Er schlug die Bresche, den Zugang zum Leben. Er kämpfte gegen die Lüge, indem er die Wahrheit Gottes predigte! Er besiegte die ausbeuterische Abhängigkeit zwischen Mann und Frau, indem er den Verachteten seine ganze Liebe schenkte und der Partnerschaft von Mann und Frau neue Kraft und Hoffnung einpflanzte.

Er besiegte auch das Streben nach Macht und Reichtum, indem er in seiner Armut und Einfachheit alle Machthaber besiegte. Und seitdem dürfen alle diejenigen, die nicht anders können, als nach der einsamen Spitze zu streben – um dort ihre Ehre und ihr Leben zu verlieren -seitdem dürfen sie sein Wort hören: Lass mich an die Spitze Deines Lebens – und geh Du mir hinterher. Nur so wirst Du frei!

Denn wie lautet der Grundsatz, den Gott in unser Herz hineingepflanzt hat? Er lautet: Frei zum Leben bleibt der Mensch nur in der Bindung seines Gehorsams an Gott!

Und was bedeutet das? Das heißt, dass wir abkommen von dem Blick auf den Baum der Erkenntnis, dass wir weglaufen von dem trügerischen Glanz des Wissens aller menschlichen Blenderei, dem Festhalten am Reichtum, am Streben nach Anerkennung und Bedeutung. Und anstelle des Zeichens des Baumes führt Jesus uns zu einem neuen Zeichen. Zum Zeichen des Kreuzes. Und damit führt er uns zurück zur Freiheit und zum großen reichen Leben.

Denn am Kreuz, an dem Gott selber gehangen hat und gestorben ist, kann ich alle Unfreiheit und alle vermeintliche Grenzenlosigkeit abwerfen, abgeben, loswerden: meine Schuld, meine Gier nach so viel Unwichtigem; meine Zukunftssorgen, meine Ohnmacht und Hilflosigkeit, meinen Schrei nach Befreiung; aber auch die Verletzungen durch andere; die Erniedrigungen und Tränen; die Verzweiflung, die Oberflächlichkeiten; den Hass, die Ungerechtigkeiten an meinem Leben. Ich darf bei Jesus abgeben, abwerfen, loswerden – meine beruflichen Ängste; das Gefühl permanenter Überforderung; mein Ausgebranntsein; meine Hast nach nie Erreichbarem und nie Erreichtem; aber auch alles Hadern mit meinem Schicksal. Alle Folgen vermeintlicher Grenzenlosigkeit und erlebter Entwurzelung.

Ich darf bei Jesus im neuen Zeichen des Kreuzes abgeben, abwerfen, loswerden – und dann?

Dann darf ich endlich nach dem Grundsatz leben: Frei zum Leben – und frei von falschen Lebenszielen – bleibt der Mensch nur in der Bindung seines Gehorsams an den Willen Jesu Christi!

Wer Jesus vertraut, ihm sein Leben anvertraut, ihm seine Liebe schenkt, ihm sein Leben ungeteilt überlässt – der hat den Zaun hinter sich gelassen, der ist durch die Bresche zur Freiheit Christi gelangt.

Wo glaubst Du, dass Du dich befindest? Diesseits oder jenseits des Zaunes?

Woran machst Du Dein Leben fest? Unbegrenzte Freiheit? Oder Freiheit in der Bindung an den Sohn Gottes? – Wem willst Du Dein Vertrauen schenken?

Es ist so einfach, in die echte Freiheit zu gelangen! Ich brauche nur im Gebet, in einem kurzen Gespräch mit Jesus sagen: „Jesus Christus, danke für die Bresche durch den Zaun! Mach mich frei! Ich vertraue Dir mein Leben ganz an. Lass mich erfahren, dass Du mich liebst, kennst, führst. Befreie mich. Ich danke Dir.“

Ich lade heute Morgen ein zum Nachdenken über dieses Thema: Freiheit nur in der Bindung an Christus.
Kommen Sie einfach auf mich zu. Denn: Eines ist sicher: kein Mensch wird jemals frei sein, der hinter dem Zaun der teuflischen Lebenslüge bleibt.

Amen

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