Kennst Du das Lamm?

Kennst Du das Lamm?

Ich habe das Lied „Siehst du das Lamm ?“ von Albert Frey nicht gekannt und mir kamen Tränen in die Augen. Tränen über mich – Tränen aber auch über die Sportfreunde von denen viele den größten Teil des Erdenlebens durchwandert sind und vor allem, die sämtlich schon einmal vor der letzten Türe des Lebens gestanden haben – herzmäßig.

Geschätzte Lesezeit: 14 Minuten

Daten

Prediger
Reinhold Menz
Thema
Kennst Du das Lamm?
Reihe
Datum
18.11.2018
Länge
28:36
Bibelstelle
Jesaja 53, 3-12

Lesungstext

3 Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet.
4 Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte.
5 Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der HERR aber lud alle unsere Schuld auf ihn.
7 Er wurde misshandelt, aber er duldete es ohne ein Wort. Er war stumm wie ein Lamm, das man zur Schlachtung führt. Und wie ein Schaf, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen. Man hörte von ihm keine Klage.
8 Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und grausam hingerichtet. Niemand glaubte, dass er noch eine Zukunft haben würde. Man hat sein Leben auf dieser Erde ausgelöscht. Wegen der Sünden meines Volkes wurde er zu Tode gequält!
9 Man begrub ihn bei Gottlosen, im Grab eines reichen Mannes, obwohl er sein Leben lang kein Unrecht getan hatte. Nie kam ein betrügerisches Wort über seine Lippen.
10 Doch es war der Wille des HERRN: Er musste leiden und blutig geschlagen werden. Wenn er mit seinem Leben für die Schuld der anderen bezahlt hat, wird er Nachkommen haben. Er wird weiterleben und den Plan des HERRN ausführen.
11 Wenn er dieses schwere Leid durchgestanden hat, sieht er wieder das Licht und wird für sein Leiden belohnt. Der Herr sagt: »Mein Diener kennt meinen Willen, er ist schuldlos und gerecht. Aber er lässt sich für die Sünden vieler bestrafen, um sie von ihrer Schuld zu befreien.
12 Deshalb gebe ich ihm die Ehre, die sonst nur mächtige Herrscher erhalten. Mit seinen starken Kämpfern wird er sich die Beute teilen. So wird er belohnt, weil er den Tod auf sich nahm und wie ein Verbrecher behandelt wurde. Er hat viele von ihren Sünden erlöst und für die Schuldigen gebetet.«

Predigt

Seit etlichen Jahren gehe ich jeden Donnerstag mit 30 / 35 Anderen in eine Herzsportgruppe.
Jüngeren als ich, aber auch Menschen bis 80 und mehr Jahren mit ernsthaften Herzproblemen wird dort unter ärztlicher Aufsicht anspruchsvoller Sport geboten. Oft kommt am Schluß – 5 Min – zum Abspann eine Musik oder ein Meditationstext . Dabei sitzen die Teilnehmer auf den Turnbänken und fahren runter von der Anstrengung.
1 bis 2 Mal im Jahr – wenn die Haupttrainer nicht Zeit haben
hilft schon lange – Evelyn – aus eine Physiotherapeutin . Eben diese hat vor über einem Jahr kurz vor Weihnachten wieder ausgeholfen. Und als Abspanntext hat sie – „ohne jede
Vorwarnung“ ein kurzes Zeugnis erzählt – woran ihr Herz hängt – nämlich an Jesus .
Das habe ich super und mutig gefunden – dieses unverkrampfte Zeugnis . Ich und 3 weitere haben es ihr
nach der Stunde auch so gesagt. So kam – nach 7 Jahren ! heraus, daß in der Gruppe noch weitere Christen sind.
Dieses Jahr vor Ostern hatte Evelyn wieder den Abend und als Abspann legte sie das Lied „Siehst du das Lamm ?“ von Albert Frey auf . Ich habe das Lied nicht gekannt und mir kamen Tränen in die Augen. Tränen über mich – Tränen aber auch über die Sportfreunde von denen viele den größten Teil des Erdenlebens durchwandert sind und vor allem, die sämtlich schon einmal vor der letzten Türe des Lebens gestanden haben – herzmäßig.
Evelyn hat mir die CD kopiert und es lag mir auf dem Herzen über den Liedtext einmal zu predigen. Ich habe für die Überschrift meiner Predigt den Liedtext abgewandelt
Von „Siehst“ du das Lamm in „Kennst“ du das Lamm.

Liedstrophe 1 :

Siehst Du das Lamm , in jener Nacht ?

Sein Blut an Türen angebracht.

Es rettet vor des Todes Hand.

Das Volk kann ziehn in neues Land.

Wovon ist hier die Rede ? Von welcher Zeit ? Von welchem Ort . Von welchen Vorgängen ? Und was könnte das alles uns heute sagen ?
Zeit : 1350 bis 1250 v. Chr. Ort : Provinz Goschen im Nildelta in Ägypten. Herrscher u.a. : Amenophis IV (auch Echnaton genannt) dann Tutanchamun (bekannt durch sein unversehrt entdecktes Grab – besonders durch seine unvergleichliche Totenmaske) / Ramses II. (nach den Pyramieden sind seine Bauwerte die meisten, die wir heute in Ägypten noch sehen). Das Hirten-Volk Israel, war 430 Jahre vorher aus wirtschaftlichen Gründen (schwere Hungersnöte) in Ägypten eingewandert. Sie wurden aber wenige Jahrzehnte nach der Einwanderung mehr und mehr unterdrückt und Fronarbeiter .
Nach 400 Jahren der immer stärkeren Unterdrückung wurde Mose (ein Jude , aufgezogen am Hof des Pharao) von Gott berufen er solle die Juden aus Ägypten , aus der Unterdrückung herausführen in ein neues Land : nach Kanaan. Der Pharao aber jagte Mose und seinen Bruder Aaron nach wiederholten Verhandlungsversuchen über den Wegzug des Volkes unter Todesandrohung vom HerrscherHof.
Eine Reihe von extremsten Naturkatastrophen / schließlich ein verheerendes Sterben in allen ägyptischen Familien zwangen die Ägypter zum Nachgeben. Tage vor dem verheerenden Sterben war es Moose durch Gott angekündigt worden: II. Buch Moses (auch Exodus genannt) Kapitel 11 :
Spricht Gott : Um Mitternacht will ich mitten durch Ägypten gehen. Dann wird jeder Erstgeborene sterben, vom Haus des Pharao an bis zum Heim der Magd ja bis zum Vieh.
Und Gott sprach zu Mose Jeder Israelit soll im Monat Nissan (März/April) an einem bestimmten Tag ein Lamm für sein Haus nehmen . Gegen Abend sollen alle die Lämmer schlachten. Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche die Türpfosten und den Türsturz. Wenn ich (Gott) in dieser Nacht durch Ägypten gehe um alle Erstgeburt zu schlagen wird das Blut an euren Türen das Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich (Gott) das Blut sehe, werde ich an euch vorüber gehen. Nach der Nacht des verheerenden Sterbens in Ägypten brachen die Israeliten von der Stadt Ramses im Nildelta nach Kanaan auf.

Lieber Freund: Du kannst das alles in der Bibel nachlesen.

Du kannst es auch vergleichen mit den Daten des historischen Ägypten . Es ist zweifelsfrei historische Tatsache daß in diesem Zeitraum größere Gruppen von Fronarbeitern aus Goschen in Ägypten Richtung Kanaan geflohen sind. Es ist zweifelsfrei historische Tatsache daß sich in einem verhältnismäßig kurzen Zeitfenster der Geschichte das unterdrückte jüdische Hirtenvolk zu einem geordneten Staatswesen mit einer klaren Gottes-Botschaft konstituiert. Mit einer Gottesbotschaft, die die Götter der benachbarten Völker als rein von Menschen erdacht entlarvt.
Historische Tatsache ist auch Jesus von Nazareth .
Und über diesen Jesus sagt Johannes der Täufer ein Verwandter und Zeitgenosse Jesu (also nicht der Apostel Johannes, der dem Johannesevangelium den Namen gegeben) dieser Johannes der Täufer sagt – als er Jesus am Jordan tauft „seht : das Lamm Gottes“ (Evangelium des Apostels Johannes Kapitel 1 Vers. 29) .
Und Jesus sagte lange vor seinem Kreuzestod „ Ich gebe mein Leben für die Schafe“ – gemeint sind Menschen, die ihm nachfolgen. „(Evangelium des Apostels Johannes Kapitel 10) Weiter sagt Jesus beim letzten Abendmahl vor der Kreuzigung als er den Kelch mit Wein hebt u.a. „das ist mein Blut vergossen zur Vergebung für Viele ( Evangelium des Apostels Matthäus Kapitel 26 ff).
Damit ergibt sich für den Unbefangenen unvoreingenommenen Leser oder Hörer eine tatsächliche Parallele des Kreuzestodes Jesu zu dem Bestreichen von Türpfosten und Türsturz vor dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals rettete die Inanspruchnahme des Blutes des geschlachteten Lammes
die jeweilige jüdische Hausgemeinschaft vor dem verheerenden Sterben und tags darauf begann für das Volk Israel ein vollkommen neues Kapitel : Wegzug aus der Knechtschaft / grundlegende Gottesoffenbarung / Staatsbildung. Jetzt –beginnt für jeden Menschen, der das annimmt, daß Jesus für ihn an das Kreuz gegangen ist zur Vergebung sämtlicher Sünde . Jetzt beginnt für jeden, der das im Glauben annimmt ein ganz neues Lebenskapitel : Freiheit von dem sicheren Gericht Gottes / und
Hoffnung – ja Sicherheit – jetzt , aber auch über den leiblichen Tod hinaus in die offenen Arme des Vaters im Himmel zu gelangen Kraft und durch Jesu vergossenes Blut – Jesus = das Lamm Gottes.
Kennst Du Freund das Lamm ? Hast Du das Angebot Gottes verstanden ? Hast Du das Angebot angenommen ?
Ist an der Türe zu Deinem Lebenshaus das vergossene Blut des Herrn Jesu erkenntlich ?

Ich bete kurz: Herr Jesus – ich bitte Dich für mich und für alle, die Dich schon kennen und angenommen haben, um den Erhalt der festen Liebe zu Dir alle unsere Tage . Ich bitte Dich Herr für den Menschen unter uns, der Dich Herr Jesus noch nicht angenommen hat. Vielleicht schon lange in dieser Gemeinde aber den Herrn Jesus ehrlich gesagt – nie wirklich angenommen. Herr Jesus erbarme Dich .

Liedstrophe 2:

Siehst du das Lamm , dort am Altar ?

Des Volkes Schuld von einem Jahr liegt nun auf ihm,

es kauft sie los,

das Opferlamm, so makellos.

Wovon ist hier die Rede ?
Die Rede ist vom größten jüdischen Fest Jom Kippur – Versöhnungstag im Monat Tischri – Sept./Okt. Das Fest erhielt seine Form ca. 500 v. Chr. Nach der 70 jährigen Gefangenschaft der Juden in Babylon
Die Juden verstanden die Gefangenschaft als berechtigte Strafe Gottes für die vorherigen zahlreichen Abweichungen in der Treue zu Jahweh. Das Fest war eine Jährliche große Entsühnung – also ein Schuldbekenntnis und eine stellvertretende Opferung von Tieren.
Im Buch Levitikus – also im 3. Buch Moses – im Kap. 16 Vers. 30 steht über dieses Fest u.a. : „ An diesem Tag geschieht eure Entsühnung, dass ihr gereinigt werdet. Von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem Herrn.“ Für das vergangene Jahr !
Der Priester schlachtete an diesem Tag u.a. „als Sündopfer für das Volk“ ein Lamm . Er ging mit dem Blut nur an diesem Tag und nur 1 X im Jahr hinter den großen Vorhang in das Allerheiligste des Tempels. Dort stand die Bundeslade . Über ihrem Deckel breiteten 2 große Engel ihre Flügel aus. Dieser Deckel galt als Gnadenthron Gottes.
Wenn der Priester mit dem Blut des Lammes diesen Deckel bespritzte – sah Gott, daß für die Sünden des Volkes und die Sünden des Hohen Priesters für das vergangene Jahr das Opfer Lamm getötet wurde – stellvertretend.
Und Gott vergab die Sünden.

Schon lange vor diesem jährlichen Versöhnungstag hatte der Prophet Jesaja (ca. 740 – 701 v.Chr.) die Offenbarung vom „dem Gottesknecht“ . Von dem der kommen soll
um ein für alle Mal als endgültiges Sünd-Opfer sein Leben
zu geben zur Vergebung aller Sünde. Kapitel 53 im Buch Jesaja.
Jesus von Nazareth der Sohn Gottes – nach der Aussage des Johannes des Täufers „ das Lamm Gottes zur Vergebung der Sünden“ opferte sein Leben bewusst am Pascha Fest am Freitag 4. April des Jahres 33 als endgültiges Opferlamm. An diesem Tag war lt. nachprüfbaren astronomischen Berechnungen tatsächlich über Jerusalem eine Sonnenfinsternis. Wie es in der Bibel berichtet wird.
Die Juden gedenken an diesem Fest bis heute der Nacht des Auszuges aus Ägypten und schlachten wie damals ein Lamm.
Sein Blut soll – wie damals – bewirken, daß Gott mit seinem Gericht vorbei gehen soll – daß er dieses Haus „Überspringen“ soll bei seinem Strafvollzug.

Es ist wieder die Frage an Dich: hast Du dieses Opfer des Gottessohnes Jesus , dieses sein vergossenes Blut für Dich als Versöhnung wirklich angenommen ? Oder lebst Du in christlicher Umgebung aber mit der Überzeugung: es ist im wesentlichen alles i.O. mit mir . Wie könnte Gott mich wirklich verdammen ?
Ich bete noch ……..Ich bete noch:
Ist das alles zu weit ausgeholt ?
Sind die Zusammenhänge zum Alten Testament egal ?
Warum zerkaue ich die Zusammenhänge so ?
Der Apostel Paulus sagt u.a. im Brief an die Römer in Kapitel 11: Die Wurzel (gemeint ist die Geschichte des Judentums im Alten Testament) trägt Dich (gemeint sind wir Christen heute). Wenn Du die wesentlichen Zusammenhänge zwischen AT und NT insbesondere Jesus betreffend
nicht kennst dann bist Du ein leichtes Opfer von Irrlehrern .
Die Botschaft Jesu ist fast vor jeden religiösen Karren zu spannen wenn man die wesentlichen Zusammenhänge gerade zum AT überhaupt nicht kennt. Jesus war als Mensch Jude . Er spricht damals zunächst bewusst zu Juden .
Und wenn Du wirklich mit ganz normalen Menschen (in Anführungsstriche) in ein offenes Gespräch über Jesus kommst dann gehört zu Deinem ganz persönlichen Glaubenszeugnis auch Grundkenntnis des Wortes Gottes.
Wenn Dein Gegenüber auch nur ein wenig religiöses Allgemeinwissen hat dann stehst Du ganz bescheiden da als
widergeborener Christ wenn Du Grundzüge der Bibel überhaupt nie selber verinnerlicht hast.

Jetzt weiter mit Strophe 3

Siehst du das Lamm dort an dem Kreuz ?
Bezahlt den höchsten Liebespreis
Es trägt die Last der ganzen Welt
Von Leid und Scherzen ganz entstellt.

Ich frage jetzt nicht von welchem Ereignis hier die Rede ist und wer wohl das Lamm an dem Kreuz ist.
Du wirst das alles gut beantworten können, wie wohl noch die meisten – wenn sie in der Fußgängerzohne gefragt würden.
Ich frage Dich : kennst Du das Lamm. Also wirklich ? Also persönlich ? Also nicht irgendwie weil du schon viele gute christliche Predigten hinter dir hast.
Und : kennt das Lamm Dich ? Hast Du jemals in Deinem Leben den Finger gehoben, wenn Jesus vor Deinem Lebenshaus gestanden hat , wenn er an Deiner Lebenstüre geklopft hat und gefragt hat : willst du mit mir gehen ?
Hat Jesus jemals von Dir gehört : Herr hier bin ich – wie ich bin – gebrauche mich.
Hast Du jemals Jesus wirklich ins Gesicht geschaut – an dem Kreuz – . Hast Du jemals den Gedanken zugelassen dass Jesus Dir sagt : für Dich Freund – für Dich bin ich da gehangen.
Freund : wenn Du diese Tatsache wirklich erstmals ernsthaft zulässt im Angesicht des Gekreuzigten (wie er lebensgroß z.B. im Münster hintern Altar dargestellt ist ) wenn Du wirklich diesem Blick vom Kreuz nicht mehr ausweichst sondern versuchst ihn auszuhalten – dann kommt wahrscheinlich kein Wohlbehagen auf .
Kann es sein, das das nötig war , dieses grausame Geschehen Kann es sein, daß sich dieser Jesus damals bewusst in dieses grausame Geschehen hineinbegeben hat für dich ? Für mich ?
Wenn Du diesem Blick Jesu nicht mehr ausweichst , wenn du die durchbohrte Hand Jesu, die schon oft an deiner Lebenstüre angeklopft hat, nicht mehr ignorierst wirst Du betroffen erkennen: auch ich war dabei als es darum ging
die Liebe zu Gott und den Menschen mannigfaltig mit Füßen zu treten – in Gedanken, in Worten und in Werken.
Vielleicht entschuldigst du Dir selber vieles – eine grundsätzliche Eigenentschuldigung im Angesicht des gekreuzigten Herrn Jesus wird Dein Herz, wird Deine Seele aber nicht finden.
Es bleibt nur endlich anzunehmen : ja auch ich bin vorsätzlich Sünder / es tut mir von Herzen Leid / auch für mich Herr Jesus war Dein grausamer Kreuzesgang nötig
Gerne – sehr gerne nehme ich Deinen Opfertod für mich, für meine Verkehrtheit an . Gerne nehme ich Herr Jesus an, daß Dein Blut mich rein wäscht. Danke Herr Jesus danke !
Und : wenn du mich jemals gebrauchen kannst : ich wills gerne versuchen. Es wäre eine Ehre für mich wenn du mich
sendest. Danke Herr Jesus – ich liebe Dich …..

Ich lese an dieser Stelle einen Liedtext von 1657 von Johann Scheffler vor:
Kath. Gotteslob Lied „Ich will dich lieben meine Stärke“
Strophen 1 – 4 und 7

Ich will Dich lieben, meine Stärke
Ich will Dich lieben , meine Zier
Ich will Dich lieben mit dem Werke
Und immerwährender Begier !
Ich will Dich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herz im Tode bricht.

Ich will Dich lieben , o mein Leben
Als meinen allerbesten Freund
Ich will Dich lieben und erheben
Solange mich Dein Glanz bescheint
Ich will Dich lieben , Gottes Lamm
Als meinen Bräutigam

Ach dass ich dich so spät erkannte,
Du hochgelobte Schönheit Du
Dass ich nicht eher mein Dich nannte,
Du höchstes Gut und wahre Ruh,
es ist mir Leid, ich bin betrübt,
dass ich so spät geliebt.

Ich lief verirrt und war verblendet
Ich suchte dich und fand dich nicht
Ich hatte mich von Dir gewendet
Und liebt das geschaffne Licht
Nun aber ists durch Dich geschehen,
dass ich Dich hab ausersehen.

Ich will Dich lieben , meine Krone
Ich will Dich lieben, meinen Gott
Ich will Dich lieben sonder Lohne
Auch in der allergrößten Not;
Ich will Dich lieben, schönstes Licht,
bis mit das Herz im Tode bricht.

Strophe 4

Siehst du das Lamm dort auf dem Thron ?
Der Vater gibt die Macht dem Sohn,
denn würdig ist allein nur er,
Die Völker singen : Heilig Herr !°

Der Liedschreiber führt mit dieser Strophe weiter durch die Zeiten bis zum Ende des Menschensystems.
Der Liedschreiber führt in das letzte Buch der Bibel : in die Offenbarung des Johannes.
Dieses letzte Buch wurde geschrieben ca. 90 n. Chr. Von Johannes als dieser aus Glaubensgründen auf der Insel Patmos in Gefangenschaft war .
Ob das Buch der Jünger Jesu, der Apostel Johannes geschrieben hat „Fragezeichen“? Er müsste dann ca. 80/90 Jahre alt gewesen sein. Tatsächlich ist der Apostel Johannes der einzige, der mit der Mutter Jesu – mit Maria in der Christenverfolgung nach dem Jahre 60 einen verhältnismäßig natürlichen Lebensabend verbracht hat und eines natürlichen Todes gestorben ist – wohl in der Stadt Ephesus – nicht so weit weg von der Insel Patmos.
Johannes – der Schreiber dieses letzten Buches – bekommt das Buch – nach eigener Angabe – in einer Vision von Jesus diktiert : schreibe – was du siehst in ein Buch.
U.a. sieht er Jesus als den Auferstandenen , als den Richter beim letzten Gericht , als den König der Ewigkeit der regiert mit Gott dem Vater und als das Lamm Gottes.
U.a. lesen wir in Kapitel 5 :
Ein Engel ruft mit gewaltiger Stimme über Himmel und Erde : Wer ist würdig das versiegelte Buch aus der Hand Gottes zu nehmen und die Siegel zu öffnen. ?

Aber niemand im Himmel und auf der Erde war würdig.
Darüber musste ich (Johannes) weinen. Es trat aber ein Ältester an mich (Johannes) heran und sprach: Weine nicht : Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda – er kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen.
Und Ich sah : Zwischen dem Thron Gottes und den Ältesten stand ein Lamm. Es sah aus wie geschlachtet.
Und es trat an den Thron Gottes und empfing das versiegelte Buch aus der Hand Gottes. Sofort fielen die vier Lebewesen und die Ältesten vor dem Lamm nieder und alle Engel zehntausend mal zehntausend und alle Geschöpft im Himmel und auf der Erde unter der Erde und auf dem Meer , alles was in der Welt ist hörte ich ein neues Lied singen:

Würdig bis Du das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen
Denn Du wurdest geschlachtet Und hast mit Deinem Blut
Menschen für Gott erworben aus allen Sprachen
Aus allen Nationen und Völkern und Du hast sie für unseren Gott
Zu Königen und Priestern gemacht und sie werden auf der Erde herrschen

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde
Macht zu empfangen , Reichtum und Weisheit
Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob

Ihm der auf dem Thron sitzt und dem Lamm
Gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft
In alle Ewigkeit

Das dieser Text von dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus spricht, braucht nicht gesagt werden.
Es ist die Frage wo in diesem künftigen Geschehen wirst Du sein ? Bei denen, die zu ihren Lebzeiten das Angebot des Herrn Jesus wirklich angenommen haben , oder bei jenen, die dieses Angebot ehrlich gesagt nicht wirklich an sie haben heran kommen lassen (vielleicht gerade wegen oder in christlichem Umfeld).
Nur Gott und Du kennst die Antwort auf diese Frage.
Und nur Gott und Du weißt, was zu tun ist.
Gott allein aber weiß , wann es für dich zu spät sein wird.
Wenige Menschen haben noch unmittelbar vor ihrem Tod die Chance das grundsätzliche „Ja“ zu Jesus zu sagen.
Wenn Du einmal wirklich vor der letzten Türe des Lebens gestanden hast wirst Du erfahren haben: dort geht der Stärkste samt Hut unter einen Teppich.
In dieser Lage noch das gesamte Leben packen und an das Kreuz werfen . Wer kann sagen : ich pack das –
auf der Intensivstation kurz vor der entscheidenden OP
oder ganz friedlich (in Anführungsstreiche) zu Hause.

Heute wenn Dich Jesus wieder fragt : dann sage endlich „ja“ Sei so mutig wie meine Schwiegermutter, die kurz vor 80
bei voll besetztem Bibelkreis vor fast 30 fast fremden Leuten sagte: „ich will Jesus annehmen“.
Gehe jetzt nach dem Gottesdienst zu einem Menschen deines Vertrauens und sage es ihm dass Du jetzt Jesus angenommen hast und betet dann noch zusammen.
Am sinnvollsten : Mann zu Mann und Frau zu Frau.

Zuvor aber die letzte Liedstrophe:

Siehst du das Lamm auf seinem Arm
Der gute Hirte hält es warm.
Er ließ die Neun und neunzig stehn.
Es soll ihm keins verloren gehen.

Kurz: der Lied-Text spricht von einer Predigt Jesu, die uns im Evangelium des Apostels Lukas in Kap 15 überliefert ist:
Die Pharisäer und Schriftgelehrten empörten sich über Jesus und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Gemeint sind Zöllner (die mit den Besatzern damals paktierten) bzw. Prostituierte .
Da erzählte Jesus den frommen, den gesetzestreuen Würdenträgern ein Gleichnis:

Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eines davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet ? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf seine Schultern, und wenn er nach Hause kommt ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir: ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen Sünden, der umkehrt, als über neuundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.

Kannst Du sehen, wie der gute Hirte, wie das Lamm Gottes, wie Jesus durch die Zeit schreitet ? Kannst Du sehen, wie er mit unendlicher Liebe seine durchbohrten Hände nach den Menschen ausstreckt . Kann du seinen Ruf durch alle Zeiten hören: Kommt alle zu mir – ich will euch erquicken.
Ich will euch frei machen von der Knechtschaft der Sünde.
Ich will euch reinwaschen mit meinem Blut und euch zum Haus meines ewigen Vater zurück bringen.
Lieber Mensch – wenn Du jetzt seinen Ruf an dich hörst, verstocke dein Herz nicht mehr. Öffne Dein Herz Jesu. Dein Herz, das vielleicht so voll ist mit Freud und Leid , mit wichtigem und unwichtigem aber das leer ist an der unendlichen Liebe Jesu, das großen Mangel an der unendlichen Umarmung des guten Hirten hat. Öffne Dein Herz, das bis jetzt niemals die Umarmung des ewigen Vaters erfahren und sich dein Leben lang danach gesehnt hat.

Kippe Dein Herz einmal ganz aus an den Fuß des Kreuzes Jesu
und nehme aus den Händen Jesu lebendiges Wasser .
Am Schluß meiner Predigt jetzt noch einmal das zugrundliegende Lied.
Entscheide dich jetzt während des Liedes, sage „ja“ zu Jesus

Gehe nach dem Gottesdienst zu einem Menschen Deines Vertrauens , dankt Gott und betet noch zusammen.

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