Wer regiert?

Regierungen in unserer Welt müssen häufig erleben, wie begrenzt ihre Macht ist. Sei es wegen Wahlen oder Umsturz ist ihre Regentschaft nicht von Dauer. Ist das auch so mit der himmlischen Regierung? Befindet sich Gott in einer Situation, in der Gegner und Rebellen schaffen, seine Pläne zu verhindern und seine Regierung zu hemmen? 

PredigerJonathan De Oliveira
ThemaWer regiert?
Reihe
Datum15.09.2019
Länge37:48
BibelstellePsalm 2
Jonathan De Oliveira, FeG München-Mitte
Jonathan De Oliveira, FeG München-Mitte

Bibeltext

1 Warum toben die Völker und murren die Nationen so vergeblich? 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, / und die Herren halten Rat miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: 3 »Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!« 4 Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer. 5 Einst wird er mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken: 6 »Ich aber habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.« 7 Kundtun will ich den Ratschluss des HERRN. Er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. 8 Bitte mich, so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. 9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.« 10 So seid nun verständig, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter auf Erden! 11 Dienet dem HERRN mit Furcht und freut euch mit Zittern. 12 Küsst den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Wohl allen, die auf ihn trauen!

Predigtext

Einleitung

In den letzten Wochen habt ihr wahrscheinlich und verständlicherweise eure Zeit anders benutzt, als sich mit britischer Politik zu beschäftigen. Also lass ich mich nur einen kurzen Rückblick geben.

Die Regierung von Boris Johnson, die auf alle Fälle Brexit bis 31.10. durchführen will, hat die Rebellion von 21 Parteimitglieder erlebt. Mit dem Begriff Rebellion ist meinerseits keine Wertung gemeint. Das ist der Standardbegriff, der von den Medien benutzt wird.

Auf alle Fälle hat diese Rebellion dazu geführt, dass sie ihre Mehrheit im Parlament verloren hat. Ohne diese Mehrheit konnte Boris Johnson eine Gesetzesentwurf nicht verhindern, die ihn zwingt, eine Verlängerung von Brexit anzufordern.

Aufgrund der Rebellen hat das Parlament die Hände von der Regierung gebunden, sodass die Regierung ihre Politik nicht fortführen darf. Eine Regierung, die nicht regieren kann oder darf…

Gegner von der Regierung und Rebellen erfreuen sich über diese Entwicklungen. Die scheinen gewonnen zu haben. Befürworter von Brexit und der Regierung sind empört, aber vor allem frustriert, dass die Regierung scheint, machtlos gegen die Angriffe von den Rebellen und Gegnern zu sein.

Ist das auch so mit der himmlischen Regierung? Befindet sich Gott in einer Situation wie Boris Johnson, in der Gegner und Rebellen schaffen, seine Pläne zu verhindern und seine Regierung zu hemmen?

Und eine andere Frage: auf welcher Seite bist du?   

Zum Abschluss der Psalm-Reihe werden wir den zweiten Psalm betrachten, in dem es sich um diese Frage handelt: wer regiert? Wer ist rechtmäßig König? Und auf welcher Seite bist du? 

Psalm vorlesen

Die große Rebellion (1-3)

Das sehen wir in den Versen 1-3. Die Völker toben und murren.

Die Rebellion wird ein bisschen wie ein wachsender Meeresbrausen beschrieben, das immer lauter wird.

Sie jammern, sie beschweren sich… Sie mögen nicht die gegenwärtige Situation. Sie sind unzufrieden und unglücklich, wie protestierende Menschen auf der Straße vor einem Regierungshaus.

Und es ist nicht nur die Volksmengen und Pöbel, die diesen Chor der Unzufriedenheit ausmachen. Ihre Anführer, ihre Könige und Herren, ihre Fürsten leiten das alles an. Sie sind an vorderster Front und schreien gemeinsam mit den Völkern und Nationen.

Und es ist mehr als ein einfacher Protest… denn sie verschwören sich! (2)

Es ist heimtückisch. Es ist Verrat. Es ist eine Rebellion gegen den HERRN, den Höchsten, und seinen Gesalbten, den Herrscher, den Er eingesetzt hat!  

Wer ist dieser Gesalbte?

Weil wir keinen Kontext haben, können wir nicht so viel sagen, was der Anlass zu diesem Psalm ist. Aus Apostelgeschichte 4 aber entnehmen wir, dass David der Autor dieses Psalms ist. Und es kann sein, dass David sich primär auf sich selbst bezieht und auf die Nationen um Israel herum, die sich gegen ihn und Israel im Krieg auflehnten.

Aus Jerusalem, auf dem Berge Zion hat David regiert als König von Gottes Volk. Aber viele Völker um Israel herum haben Krieg gegen David geführt. Die Philister, die Moabiter, die Aramäer, die Ammoniter, die Amalekiter – diese lehnten sich gegen David auf und kämpfte gegen ihn, aber David, Gottes erwählte König, schlug sie alle und besiegte sie. 

Aber dieser Psalm weist ganz offensichtlich über David hinaus. Und zwar, auf einen König, dem die ganze Erde Treue erweisen soll. Auf David kann es nicht zutreffen, weil seine Macht und Einfluss sich in Grenzen hielten.

Auch auf seine Nachfolger kann es sich nicht wirklich beziehen, denn nach Salomo ist die Bedeutung von Israel immer geringer geworden.  

Wir müssen aber uns nicht lange überlegen… im NT wird an mindestens zwei Stellen dieser Psalm zitiert und auf Jesus Christus angewendet. Er ist der GESALBTE des Herrn. Und gegen Ihn lehnen sich die Völker und die Nationen auf!

Angefangen im 1. Jhd. mit den Juden und den Heiden, von den Priestern, Herodes und Pilatus.

Und die Geschichte hindurch: sei es durch Verfolgung von Christen in den verschiedenen Zeitaltern oder durch Systeme und Weltanschauungen, die Gott und seinem Sohn nicht unterordnet sind.  

Auf alle Fälle wenden sie sich gegen Gott, und gegen den von Gott Gesalbten…   

Sie rufen unisono wie im Protest:

„Raus mit Ihnen, raus mit Ihnen
Oh-ne sie woll‘n wir re-gie-ren!“

Schaut, was sie sich beratschlagen im Vers 3. Sie schmieden einen Plan, sich von der Kontrolle des Allmächtigen und seines Gesalbten freizukommen.

Man kann es sich so vorstellen, dass Knechte sich gegen ihren Herrn auflehnen.

In unserer heutigen Zeit wird das oft als positiv bewertet… ja, Freiheitskämpfer werden gut angesehen.   

Aber in diesem Fall soll man nicht denken, dass es gut ist. Denn sie lehnen sich nicht gegen einen unrechtmäßigen, bösen Herrscher auf.

Es ist gegen den Schöpfer und Erhalter des Universums. Es ist gegen den guten Gott. Es ist gegen den gerechten Richter der ganzen Erde und gegen seinen rechtmäßigen Vertreter, den Gesalbten König.           

Bevor wir uns die Reaktion Gottes anschauen, möchte ich die folgende Frage aufwerfen: wie kann eine solche Rebellion in unserem Kontext aussehen?

Da wo Gottes offenbarter Wille und Gebote ignoriert werden, kann man von Rebellion reden. Denn man zeigt damit, dass man die Herrschaft Gottes über das eigene Leben nicht anerkennt.

Und ganz konkret bedeutet es, sein Wort nicht zu achten, denn durch sein Wort regiert Gott und lässt seinen Willen erkennen.

Nun: Heutzutage ist es in unserer Welt leicht zu sehen, wie Gottes Wille zunehmend in den Gesetzen und Rechtsbüchern verworfen werden. Individuelle Selbstbestimmung ist höchste Gut! Die Rebellion der Könige und Völker sind einfach erkennbar.

Aber ich möchte uns die Frage stellen; ich möchte dir die Frage stellen: wie ernst nehmen wir Gottes Wort? Wie ernst nimmst du Gottes Wort? Ist es tatsächlich maßgebend in deinem Leben? Lässt du dich dadurch leiten und führen, ggf. korrigieren und zurechtweisen?

Oder ist es dir nicht so wichtig, was Gottes Wort sagt?

Egal wie sehr wir meinen, Gott zu ehren und zu lieben, wenn wir uns seinem Wort nicht unterordnen, ordnen wir Ihm auch nicht unter.

Wie Jesus sagt: “Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?“ (Lk. 6,46)

Ich möchte dich ermutigen, wenn du Gottes Wort bisher nicht so ernst genommen hast, deine Einstellung zu ändern. Denn Gott regiert durch sein Wort…

Lass uns in dieser großen Rebellion nicht dadurch teilnehmen, dass wir Gottes Wort vernachlässigen oder gar ablehnen. Denn es geht nicht gut aus…

Schaut mit mir folgenden Versen:    

Die göttliche Reaktion (4-6)

Oft sind wir Zeugen von dem, was in den Versen 1-3 geschrieben ist. Überall Rebellion gegen Gottes Ordnung. Aber in den Versen 4-6 haben wir die himmlische Perspektive, die wir nicht immer vor Augen haben. Gott fühlt sich nicht bedroht von diesem Murren und Toben. Er muss nicht um seinen Sitz fürchten, wie moderne Präsidenten und Kanzler das tun.  

Schaut Gottes Reaktion. Es ist zweifältig. Er lacht und ist gleichzeitig zornig. Es ist ein Witz, der aber todernst ist.

1. Reaktion: Lächerlich (4)

Erstens ist der ganze Aufruhr lächerlich. Beachtet das Bild im Vers 4:

Gott sitzt, gethront im Himmel. Absolute Souveränität und Majestät. Mit einem Wort gebietet Er und Dinge geschehen. Er sagt, was Er will, und es wird, was Er will.  

Und auf die Erde sind die Menschen. Und was ist der Mensch?

Sein Leben gleicht einem Hauch; er ist nichts mehr als Staub, wie Gras sind seine Tage; wie die Blume des Feldes blüht er, dann bläst ein Wind darüber, und er ist nicht mehr, und sein Ort kennt ihn nicht mehr. Seine Tage sind wie ein vorübergehender Schatten (Psalm 144,4).

Was sind Menschen? Er gibt ihnen Leben und kann es wieder von ihnen wegnehmen.  


Und nun schütteln diese Menschen ihre Fäuste gegen Ihn…?

Neulich habe ich Kinder gesehen, wie sie mit Knete spielten. Und wenn es ihnen irgendwas nicht gefallen hat, haben sie die Knete einfach wieder platt gemacht und was anders daraus gemacht.

Wir sind wie Knete in Gottes Hand. Die Könige der Erde sind wie Knete in Gottes Hand. Lass uns das nicht vergessen… lass uns selbst nicht betrügen oder täuschen als wären wir mehr als wir sind. Es ist lächerlich, sich gegen denjenigen aufzulehnen, der sie formt.  

Aber nicht nur lächerlich und eine Torheit. Es ist gefährlich!

2. Reaktion: Zorn (5-6)

Gott lässt sich nicht verspotten. Und Er duldet solche Rebellion nicht auf Dauer. Er ist zornig über Menschen, die seine Herrschaft und die Herrschaft seines Sohnes ablehnen.

Für eine Zeit scheint es, Nationen und Völker, die sich gegen Gott wenden, gut zu gehen. Gott reagiert nicht. Aber der Fehler ist dabei zu denken, dass Gott nicht da ist, oder dass Gott dagegen nichts tun kann.

Nein, plötzlich (5) kommt Er, um mit ihnen zu rechnen und fürchterlich und erschreckend ist diese Erscheinung.   

Und bei dieser Erscheinung betont Er vor den Völkern und ihren Königen, wer der rechtmäßige König ist (6): „Doch habe ich meinen König auf meinem heiligen Berg Zion“!

Gott hat seinen König erwählt und eingesetzt. Wir sind damit gewöhnt, Herrscher, die wir nicht mögen, einfach abzuwählen. Aber in diesem Fall ist es nicht möglich.

Gott hat seinen König. Und keiner kann Ihn abberufen oder umstürzen.

Vielleicht wären wir lieber Herrscher über unserem eigenen Leben. Aber das steht nicht zur Wahl. Gott hat einen König eingesetzt und Er heißt Jesus. Wir sind keine Kandidaten neben Jesus.

Wir können das anerkennen, oder für eine Zeit lang dem widerstehen, aber es ändert nichts an die Tatsache. Siehst du die Dinge so? 

Das ist die Realität. Das ist die richtige Perspektive. Vielleicht brauchen wir einen Perspektivenwechsel.

Pause

Und wäre es nicht gut, wenn alle Herrscher der Erde sich dessen bewusst waren? Wie demütiger und vorsichtiger würden sie ihre Aufgaben tun? Wie bedachter würden sie Gesetze verabschieden?

Und deshalb möchte ich uns ermutigen, zum einen, dass wir mit Gottes Hilfe diese Perspektive mehr und mehr adoptieren. Aber auch für unsere politischen Leiter sollen wir beten: im bayerischen Parlament, in Berlin, in Karlsruhe, in Brüssel usw.

Möge der Herr ihnen offenbaren, dass sie unter seiner Herrschaft und der Herrschaft seines Sohnes stehen und Ihm verantworten müssen. Betet für sie, für diese geistliche, göttliche Perspektive.

Das würde große Vorteile für uns und unsere Gesellschaft bringen…

„Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde sprießt.“ (2. Samuel 23,3-4)


Es ist absolut wichtig, dass alle Völker, und ja, jeder einzelne die Herrschaft dieses Königs anerkennt.

Die folgenden Verse sagen uns warum…  

Der gewaltige Regent (7-9)

In diesen Versen gibt uns den Gesalbten einen Einblick in den Ratschluss Gottes, das heißt, in die unveränderliche Anordnung Gottes…

Der Herr sprach zum Gesalbten: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“

Es geht dabei nicht um ein biologisches Zeugnis… Im AT war es so, dass der König, der auf Davids Thron setzen sollte, auch als Sohn Gottes bezeichnet wurden (2. Samuel 7,14)

Es ist ein königlicher Titel. Auf Davids Thron zu sitzen, heißt Gottes Sohn zu sein.

Bei wem trifft es besser zu, als bei Jesus? Nicht nur ist Er Gottes Sohn im Sinne von seiner ewigen Beziehung zum Vater, aber auch in diesem Sinne: Er ist als König eingesetzt!

Deswegen wird in den Evangelien immer wieder berichtet, dass eine Stimme vom Himmel kommt und spricht zu den Volksmengen über Jesus: „Das ist mein geliebter Sohn“ Das scheint eine Anspielung auf diesen Titel zu sein. Als würde Gott der Volksmenge die Ankunft und Offenbarung des Königs ankündigen!

Nur ist Er erstmal nicht anerkannt worden. Nicht in einem PALAST geboren, sondern in einem STALL. Die erste KRONE, die Er trug, war ein DORNENKRANZ. Der erste THRON, den Er bestieg, was das KREUZ. Und nicht in Hoheit, sondern in Niedrigkeit und Schande… nicht mit edlen Menschen, sondern mit RÄUBERN!

Die Inschrift, die über Jesu Kopf hing, las: „Jesus, König der Juden“… Das, der König?  

Aber die Geschichte ist nicht dort zu Ende. In den Worten von Paulus im Römerbrief wurde Er „eingesetzt als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist, der heiligt, durch die Auferstehung von den Toten“ (Röm. 1,4).  

Er nahm seinen Platz zur Rechten Gottes. Gott hat Ihn erhöht und Ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist. Er regiert dort. Noch unsichtbar, aber eines Tages ganz sichtbar!

An jenem Tage wird Er in den Wolken kommen und alle werden Ihn sehen und alle Völker der Erde werden wehklagen (Off. 1,7)

Und an diesem Tag wird sich jedes Knie beugen von allen, die im Himmel, auf Erden und unter der Erde sind und jede Zunge bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist! (Phil. 2)

Dabei wird dieser Psalm erfüllt! Schaut die Verse 8-9. Die Völker werden Ihm zum Erbteil gegeben. Und die Enden der Erde zum Besitz/Eigentum

Diese Worte sind sehr wichtig. Es weist auf die Verheißungen Gottes an Abraham und seine Nachkommen hin. Gott hatte Abraham und seinen Nachkommen das Land Canaan als Erbe und Besitz/Eigentum versprochen. Und durch Josua ließ Er sie in das Land sieghaft einmarschieren, Könige bezwingen, Städte zerschlagen und vernichten.

Nun lesen wir hier über den größeren Josua, der nicht nur das Land Canaan als Erbteil hat, sondern die Enden der Erde! Nicht nur ein paar Völker kommen unter seine Herrschaft, sondern alle Völker. Nicht nur ein paar Könige werden bezwungen, sondern alle Könige.

Das lesen wir im Vers 9. Er wird über sie richten und sie zerschmettern… alle die tobenden und murrenden, alle Gegner und Rebellen unter den Nationen sollen wie Töpfergeschirr zerschmeißen.

Das ist die Anordnung Gottes für seinen König…

Wenn das der Fall ist, was ist die angemessene Reaktion? Macht es Sinn, weiterhin zu toben, und sich gegen Ihn zu stellen?

Der gebotene Ratschlag (10-12)   

Angesicht der Tatsache, dass der Gesalbte des Herrn regiert, werden nun den Völkern und Königen zwei Wege angeboten:

Der Weg der Weisheit und des Lebens, und der Weg der Torheit und des Todes.

Wollen sie verständig handeln, werden sie kapitulieren und von ihrer Rebellion ablassen. Sie werden die weiße Fahne heben. Sie werden Zurechtweisung annehmen. Sie werden den Herrn fürchten und seinem König Loyalität schwören.

Wenn sie aber weiterhin ihren Weg schlagen, werden sie umkommen und den vollen Zorn des Sohnes erfahren. Und es ist interessant, dass nicht Gott der Herr seinen Zorn ausgießt, sondern der Sohn! Wenn ihr eine ausführliche Beschreibung von dem Zorn des Sohnes lesen wollt, lest Off. 6 ab Vers 12. Mit dem Sohn Jesus ist nicht zu bespaßen!

Ihr Lieben, hier sehen wir, wie Gutes und Segen, bzw. Zorn und Gericht davon abhängt, wie wir zum König Jesus stehen. Verweigern wir uns unter seine Herrschaft zu kommen, wird es uns nicht gut gehen.

Kommen wir aber unter seine Herrschaft, wird uns Glück versprochen. Alle, die unter seine Flügel kommen, erleben Segen. (12b)  

Eingangs habe ich das Problem von Boris Johnson geschildert. Ihr Lieben, Gott hat dieses Problem nicht. Seine Hände werden nicht gebunden und seine Gegner gewinnen nicht.

Und so stelle ich nochmal die Frage: auf welcher Seite wirst du stehen?

Sei nicht weiter Teil der Rebellion. Ist Gott, der Allmächtige, gegen dich, wer könnte dir helfen? Es wird nicht gut ausgehen.

Komm lieber zu Ihm in Furcht und Zittern. Komm unter die Herrschaft seines Sohnes und erlebe, wie gütig und gnädig Er ist und wie Er gerne vergibt, alle, die sich vor Ihm demütigen.

Er schenkt alle, die sich ergeben, Begnadigung und einen Straferlass… denn die Strafe für unsere Rebellion hat Er auf sich selbst genommen. Es gibt also wirklich Freiheit für die Begnadigten.

Dieser Psalm ist aber nicht nur eine Warnung und ein Aufruf zu kapitulieren, für diejenigen, die seine Regierung bisher abgelehnt haben.

Es ist auch eine Ermutigung für alle, die unter Christi Herrschaft schon sind und leben.

Es lehrt uns, dass keine Nation und kein Herrscher, egal wie groß sie scheinen, außerhalb der Herrschaft Gottes und seines Gesalbten stehen.

Ihr Lieben, ist das nicht ein Trost, wenn wir Schwierigkeiten erleben? Wenn wir verachtet oder verspottet werden, weil wir zu Jesus stehen…

Oder wenn wir um uns herumschauen und mit Trauer und Unruhe feststellen müssen, dass so vieles in unserer Gesellschaft so weit weg von den christlichen Wurzeln gekommen ist.

Sei nicht besorgt. Gott ist souverän und hat alles in die Hand seines Sohnes gegeben. Stehst du auf seiner Seite, wird es dir letztlich gut gehen, auch wenn es manchmal hier und jetzt nicht so aussieht.  

Ich habe einmal einen Film über Abraham Lincoln gesehen. Lincoln war Präsident der USA während des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Dieser Krieg (1861-65) fing an, als 11 Bundesstaaten der USA sich versammelt haben und von der Union lossagten, um die Konföderierten Staaten von Amerika zu formen und daraufhin einen Krieg gegen die Union führten. Denn sie unterschieden sich u.a. Sachen über die Frage der Sklaverei

Fast 1 Millionen Menschen starben. Eine der dunkelsten Perioden der kurzen Geschichte Amerikas.

Vielleicht haben nicht weniger Kriegsgefangene aus der nördlichen Armee gedacht, „wehe uns, der Süden ist zu mächtig… welche Hoffnung haben wir.“  

Aber solche Kriegsgefangene hätten nicht die große Perspektive gehabt. Die Unionists waren letztlich stärker. Und noch wichtiger – sie waren auf der Seite, die gegen die Sklaverei gekämpft hat. Die Seite, die gewonnen hat. Die Seite, die eine schöne Erbschaft hinterlassen hat.

In diesem Psalm geht es um eine viel größere Rebellion. Aber dieser Psalm erinnert uns, welche Seite herrscht. Welche Seite gewinnt. Auf welcher Seite die schöne Erbschaft ist. Lass uns das nicht vergessen. Ich schließe mit Worten von Abraham Lincoln, der Präsident zu dieser Zeit:

  • “My concern is not whether God is on our side; my greatest concern is to be on God’s side, for God is always right.”
  • Mein Anliegen ist nicht, ob Gott auf unserer Seite ist; mein größtes Anliegen ist, auf Gottes Seite zu sein, denn Gott hat immer recht”.

AMEN

Kommentar verfassen