Rahab und die Kundschafter

Heute geht es um einen Text aus dem Alten Testament. Mit ihm beginnt das zweiten Kapitel im Josua-Buch. Ich lese die Geschichte nicht vor, sondern wir schauen sie uns hier vorne an. Sie handelt von den Kundschaftern in Jericho und einer Frau namens Rahab.

Wir spielen sie schrittweise vor, denn sie ist aufgebaut wie nahezu jeder guter Blockbuster und wie viele klassische Dramen. Sie teilt sich in drei Akte.

PredigerThorsten Hegenscheidt
ThemaRahab und die Kundschafter
Reihe
Datum13.10.2019
Länge31:14
BibelstelleJosua 2, 1 – 24
Thorsten Hegenscheidt
Thorsten Hegenscheidt

Bibeltext

Die Israeliten lagerten zu dieser Zeit in der Gegend von Schittim. Von dort schickte Josua, der Sohn von Nun, heimlich zwei Männer los. Sie sollten das vor ihnen liegende Land auskundschaften, besonders die Stadt Jericho. Die beiden machten sich auf den Weg und erreichten gegen Abend die Stadt. Auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht kamen sie in das Haus einer Prostituierten namens Rahab.

Kurz darauf erhielt der König von Jericho die Nachricht: »Heute Abend sind israelitische Männer eingetroffen, die unser Land erkunden sollen. Sie halten sich bei Rahab auf.« Der König schickte sofort Soldaten zu Rahab. Sie befahlen ihr: »Bring die Männer heraus! Sie wollen unser Land ausspionieren.«

Rahab aber hatte die beiden Israeliten versteckt und stellte sich ahnungslos: »Ja, diese Männer sind bei mir gewesen. Ich wusste aber nicht, wo sie herkamen. Sie brachen wieder auf, als es dunkel wurde und das Stadttor geschlossen werden sollte. Ich kann nicht sagen, wohin sie gegangen sind. Wenn ihr ihnen schnell nachlauft, holt ihr sie bestimmt ein.« Rahab hatte die Israeliten auf ihr Flachdach gebracht und unter Flachsstängeln versteckt, die dort aufgeschichtet waren.

Die Soldaten des Königs nahmen die Verfolgung auf und eilten in Richtung des Jordanübergangs davon. Unmittelbar hinter ihnen wurde das Stadttor geschlossen.

Bevor die beiden Israeliten sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihnen auf das Dach und sagte: »Ich weiß, dass der Herr eurem Volk dieses Land geben wird. Wir haben große Angst. Jeder hier zittert vor euch. 10 Wir haben gehört, dass der Herr euch einen Weg durch das Schilfmeer gebahnt hat, als ihr aus Ägypten gekommen seid. Wir wissen auch, was ihr mit den Amoritern und ihren Königen Sihon und Og auf der anderen Jordanseite gemacht habt: Ihr habt sie völlig vernichtet. 11 Als wir das hörten, waren wir vor Angst wie gelähmt. Jeder von uns hat den Mut verloren. Der Herr, euer Gott, ist der wahre Gott oben im Himmel und hier unten auf der Erde. 12 Deshalb flehe ich euch an: Schwört mir jetzt beim Herrn, dass ihr meine Familie und mich verschont, denn ich habe auch euch das Leben gerettet. Bitte gebt mir einen Beweis dafür, dass ich euch vertrauen kann. 13 Lasst meine Eltern und Geschwister und alle ihre Angehörigen am Leben. Rettet uns vor dem Tod!«

14 Die Männer antworteten ihr: »Wenn ihr uns nicht verratet, stehen wir mit unserem Leben dafür ein, dass euch nichts getan wird. Wenn der Herr uns dieses Land gibt, werden wir unser Versprechen einlösen und euch verschonen.«

15 Rahabs Haus lag direkt an der Stadtmauer. So konnte sie die Männer durch eines ihrer Fenster mit einem Seil hinunterlassen, um ihnen zur Flucht zu verhelfen. 16 Sie riet ihnen: »Lauft erst ins Bergland, damit euch die Verfolger nicht finden! Versteckt euch dort drei Tage, bis sie zurückgekehrt sind. Danach geht, wohin ihr wollt.«

17 Die beiden Männer sagten zu ihr: »Der Eid, den wir dir gegeben haben, bindet uns nur unter diesen Bedingungen: 18 Wenn unsere Soldaten hier eintreffen, musst du das rote Seil, an dem du uns jetzt hinablässt, an dein Fenster binden. Und deine Eltern, deine Geschwister und alle Verwandten müssen hier bei dir im Haus sein. 19 Jeder, der nach draußen geht, ist selbst verantwortlich für seinen Tod. Wer aber bei dir im Haus bleibt und trotzdem angegriffen wird, für den stehen wir mit unserem Leben ein. 20 Solltest du uns aber verraten, ist unser Eid ungültig!« 21 »Einverstanden«, antwortete Rahab. Dann half sie ihnen, ins Freie zu gelangen. Als sie fort waren, band Rahab das rote Seil ans Fenster.

22 Die beiden Männer liefen ins Bergland und versteckten sich dort drei Tage. Ihre Verfolger suchten die ganze Strecke bis zum Jordan ab, fanden aber niemanden und kehrten schließlich nach Jericho zurück. 23 Da verließen die beiden Israeliten ihr Versteck, stiegen von den Bergen herab und durchquerten die Jordan-Ebene. Als sie wieder bei Josua waren, berichteten sie ihm, was sie erlebt hatten. 24 »Der Herr gibt das ganze Land in unsere Gewalt«, erklärten sie, »alle Menschen, die dort leben, haben große Angst vor uns.«

Predigtext

Hören

Der erste Akt zeigt die Problemstellung. Wieso lohnt es sich die Geschichte zu erzählen? Gern startet er im Alltag, der Normalität. Die Zuschauer sollen mitgenommen werden in eine vertraute Szene, eine gewöhnliche. Der Spannungsbogen ist noch auf null unten. Wir beginnen – nicht ganz unser Alltag, aber für das israelitische Heer schon – in einem Militärlager. Es ist Morgenappell beim Chef und der Befehlshaber Josua verteilt die Tagesaufgaben. Weil das Heer soweit im Ostjordanland lagert, sehen wir nichts, aber können rein hören.

Szene 1: Nur zu hören: Josuas Morgenappell mit Aufgabenverteilung an seine Männer. Die beiden letzte richtet sich an die Kundschafter.

Alles gehört? Die Kundschafter sind losgeschickt. Um die Spannung aufzubauen, braucht ein erster Akt, jetzt ein umstürzenden Ereignis, das Abenteuer oder die Katastrophe beginnt. Es ballt sich Unheil zusammen. Wenn nichts passiert, ist es ja langweilig. Auch wir werden es gleich merken. Es ist ist kein easy going dieser Job der Kundschafter, kein Sonntagsausflug zum Herzogstand. Es passiert etwas, womit sie nicht gerechnet haben. In unserer Geschichte ist es der Auftritt des Königs von Jericho.

Szene 2: am Königshof. Meldung Spione, Befehl: Herholen

Die Kundschafter wurde bemerkt, dem König wurde Meldung erstattet. Er hat es gehört. Er weiß es jetzt. Und es bereitet ihm Sorge, denn er hat zuvor schon von Israel gehört. Vielleicht von der Niederlage von Og. Dem König von Bascham (Bergland östl. des Jordans) und von Sihon, dem König der Amoriter. Die hatten übelst verloren. So war er vorsichtig geworden. Er hat seine Lauscher aufgestellt. Und nun kommt die Nachricht zu ihm. Israeliten! Er hat es vernommen: In der Stadt – zwei Spione bei Rahab.

Mein Schlüsselwort den ersten Akt ist das Hören. Hören ist eine uralte Tätigkeit und war in dieser Zeit die Methode schlechthin, um Wissen zu erlangen. Das ist eine triviale Aussage, kaum spektakulär, und von mir deshalb selten bedacht. Aber umso wichtiger. Die Menschen damals waren anders drauf, die hatten eine andere Haltung.

Bei uns ist Wissen viel stärker an das Sehen gekoppelt. Nachrichten lesen, Photos anschauen, Filme betrachten. Videos anschauen. Auch wenn ich noch viele Nachrichten über das Radio mitbekomme, hängt bei uns das Wissen am Sehen.

Es sind immer mehr Menschen, die mir erzählen, wenn ich etwas wissen will, schaue ich auf youtube nach. Die Sprache ist dabei „fast“ egal, weil ich sehe „sehe“ was gemacht wird. Klavierspielen, Kaffeemaschinen reparieren,… .

So ein Lebensstil geht in mein Denken und mein Weltbild ein. Wir sind eine Augen-Gesellschaft in einer Augen-Kultur geworden. Damals war das Hören das Wichtige. Josua sandte KUNDschafter, Leute, die ihm Kunde verschaffen. Er wollte hören, wie es im Stadt- und Landkreis von Jericho ist. Klar, die konnten keine Photos machen und die Zeit für ein schönes Landschaftsporträt hatten die auch nicht. Sehen war nicht machbar. Josua stieß aktiv den Vorgang an, damit er später etwas hören kann. Er ist ein pro-aktiver Hörer. Auf der anderen Seite genauso der König. Er ließ aufpassen, um zu hören, wann Gefahr droht.

Ich betone das so ausführlich, weil Hören gegenüber sehen noch eine interessante Eigenschaft hat. Hören passiert im jetzt und in der Gegenwart. Wenn ich mit meiner Frau telefoniere ist das gleichzeitig. Wenn wir Whats-App austauschen, lese ich immer die Vergangenheit. Ich male jetzt ein wenig Schwarz-Weiß, aber das sind Denk- und Empfindungsmuster: Hören = jetzt, Lesen = gestern.

Wir wirkt sich diese Haltung auf meine Glauben aus? Wenn ich die Bibel lese, stehe ich in der Vergangenheit. Ich muss sie ins heute holen. Weil mich ein Wort anspricht und in meine aktuelle Situation passt. Weil ich weiß, dass Gott stets derselbe ist und ich sein damals Handeln deshalb auch für heute erwarten darf.

Wenn ich jedoch im Hauskreis bin und mir meine Geschwister erzählen, was sie mit Gott erlebt haben, wie sie sich über manche Bibelstelle freuen oder ihre Fragen dazu haben, dann beginnen wir in der Gegenwart.

Ich halte es für ganz besonders wertvoll und wichtig, dass wir unsere Geschichten mit Gott erzählen. Damit wir voneinander hören. Gott ist gegenwärtig, Gott wird gegenwärtig. Der König von Jericho hat Angst bekommen beim Hören, Das passiert uns nicht. Bei uns ist von Gott zu hören ein Grund zur Freude.

In diesem Zusammenhang ein Dank dem Musikteam, denn da singen wir nicht nur mit, sondern hören auch von Gott. Bitte unterstützt, dass Menschen von Gott hören können. Erzählt Eure Geschichte, damit Menschen Gott in der Gegenwart miterleben und in der Urform Wissen über ihn erhalten.

Noch knapper ausgedrückt: Wir können die Augen zu machen, die Ohren nicht. Der wichtigste Empfangskanal in der Natur ist das Ohr. Nutzen wir den.

Handeln

Wir kommen zum zweite Akt. Hier wird typischerweise die Handlung vorangetrieben. Die Action passiert. Der Kampf um Leben und Tod. Das alpha-Team rückt aus. All das sind Elemente, die sich bei einer klassisch aufgebauten Story hier finden. Höhepunkt im zweiten Akt ist oft ein Entscheidungskampf des Helden. Hier werden die Weichen für das gute oder das schlechte Ende gestellt.

Schauen wir deshalb ins Haus der Rahab. Ist sie allen bekannt? Vorsichtshalber stelle ich sie Euch vor. Rahab ist eine Frau. Sie ist ledig und hat, wie Ihr gehört habt ein Haus. Sie erlaubt Männern, dort zu schlafen. Es gab nur wenig Möglichkeiten damals für eine ledig Frau, Geld zu verdienen. Bei Rahab war es die Prostitution. So beschreibt sie das Josua-Buch. Ich glaube, das war kein Beruf, den sie wollte. Sie hatte keine andere Wahl. Und die Bibel spricht hier ohne Wertung von Rahabs Beruf.

Springen wir zu einr vielleicht interessanteren Frage: Warum waren die Kundschafter dort?

Flavius Josephus hat für Kaiser Titus und dessen Sohn Vespasian das Judentum beschrieben. Er gehörte zur pharisäischen Richtung, lebte so 30 – 100 n. Chr. und soll eine Priesterausbildung gehabt haben. Seine Darstellung der Rahab-Erzählung nennt die Frau eine Herbergsbetreiberin. Und in diesem Zusammenklang kann ich mir vorstellen, warum die Kundschafter am Abend zu Rahab kamen.

Die große Wertschätzung der Bibel dieser Frau gegenüber, zeigt sich übrigens daran, dass neben Josua Rahab der einzige Namen ist, der in diesem Stück explizit genannt wird. Sowohl der König bleibt namenlos, als auch die Kundschafter werden nicht näher bezeichnet.

Und nun schauen wir in den zweiten Akt:

Szene 1: Rahab versteckt die Kundschafter, täuscht die Soldaten.Verfolger jagen durch das Stadttor, das verschlossen wird.

Handeln. Entscheiden und Handeln – das ist der zweite Akt. Kein Zaudern und Zögern, sondern zack – zack – zack. Rahab hat gelernt, Männer einzuschätzen. Sie erkannte, dass die beiden Kundschafter aufgefallen sein müssen. Zu groß war die Sorge in der Stadt vor den Männern dieses Gottes, der so unglaubliches leisten kann. Nicht widersteht ihm. Dieser Gott ist nahe. Sein Reich ist nahe herbeigekommen. Die Fakten lagen auf dem Tisch. Rahab entscheidet sich, zu ihm will ich gehören.

Und dann handelt sie: Zuerst werden die Männer versteckt. Als die Wache später anklopft, hatte sie eine plausible Geschichte parat. Ja, fremde Männer waren da. Aber kurz vor Torschluss sind sie weg, hinaus, Richtung Jordan. Das klang logisch, denn dort im Osten, war das Heer der Israeliten. Die Soldaten zogen ab und nahmen die vermeintliche Verfolgung auf.

Der zweite Akt. In welchem Akt lebt Ihr, lebe ich? Ich frage mich das viel zu selten. Bin ich in ersten und höre und warte, dass ich immer mehr Informationen zusammentrage oder gehe ich in den zweiten Akt, um zu entscheiden und zu handeln.

Beide Akte braucht es. Aber Gott will, dass der zweite auch stattfindet. Dass Glaube und Theologie in der Wirklichkeit ankommen. Manche kennen es von früher oder von jetzt, dieses Bändchen mit wwjd – what would Jesus do. Das ist die Erinnerungsstütze für den zweiten Akt. Einfach mal tun. Das freundliche Wort aussprechen, die Hilfe anbieten, ein Dank- ein Bittgebet, ein Segen sprechen.

Wohlgemerkt: Bei Rahab war es keine langfristige Strategie-Diskussion. Wie erzwinge ich eine Kapitulation von Jericho, sondern „nur“ die momentane Hilfe für die Kundschafter. Glaube ist nicht das großes Ding, das wir bewegen, sondern sind die vielen kleinen Impulse.

Es geht nicht um einen großartigen Plan, den wir erfinden müssen. Gott hat schon einen Plan. Und der liegt nicht in der Schublade, sondern Gott arbeitet ihn ab. Das ist beruhigend. Es sind nicht die riesen Brocken, die uns Gott hinlegt. Rahab hat zwei Männer versteckt, kein ganzes Heer. Ein paar Sätze mit den Soldaten hat sie gewechselt und nicht Jericho freigekämpft. Wir sehen es nachher (Achtung Spoiler) Sie hat den Kundschaftern eine Leine gegeben, dass sie sich abseilen konnten, nicht etwa ein Harry-Potter Tarnmantel oder einen Tunnel unter die Stadtmauer gegraben. Und trotzdem oder gerade deswegen, wird ihr Glaube durch die Bibel gerühmt. Sie hat entscheidend gehandelt.

Falls alles zu sehr nach Handlungszwang, Handlungsdruck aussieht, möchte ich mit diesem Hinweis dem entgegentreten. Handeln heißt nicht: Nur die anderen zählen und ich darf keine Rücksicht auf mich selbst nehmen. Denn es ist klar: Wer keine Achtsamkeit bei sich selbst hinbekommt, dem glaubt man schwerlich, dass er auf andere achten kann.

Jetzt rekapitulieren wir das Thema Handeln mit dieser Aufgabe

Szene 2: Kundschafter vor Soldaten verstecken

Segen für die Familie und die anderen

Der dritte Akt eines Theaterstücks ist für Ergebnisse und die Folgen vorgesehen. Im zweiten Akt wurden die Grundlagen gelegt, jetzt sehen wir, was unterm Strich übrig bleibt. Schauen wir bei Rahab hin:

Szene 1: Männer vom Dach holen, Angst, Abmachung handeln – für Familie, alle im Haus, Schwur. Am Seil raus, Wegweisung „Gebirge“, 3 Tage, Seil

Rahab hatte gehört und sich für die Sache Gottes entschieden. Beeindruckt von Gottes Taten und in der Überzeugung, dass es das richtige für sie ist. Es war eine kleine Abmachung am Rande der Stadtmauer. Die Kundschafter haben den Pakt mit Rahab geschlossen und Gott hat sich daran gehalten. Das hat sehr vielen es gut getan.

  • Die Kundschafter kamen ins Lager zurück – gerettet durch das Abseilen.
  • In den nächsten Kapiteln im Josua-Buch erfahre wir, dass Rahab gerettet wurde.
  • Der Bund schloss zusätzlich auch ihren Bruder und ihre Eltern ein. Ohne dass die dabei waren, ohne, dass die etwas getan haben, ohne Gegenleistung.

So strahlt ein einzelner, der sich nach Gott richtet, mit seiner Tat in die ganze Umgebung. Mit anderen Worten: Er wird zum Segen.

Das ist Gottes Gemeinschaftsprinzip. Er handelt mit einem Menschen, aber er möchte, dass es vielen gut tut. Ich erlebe Zeiten der Stärke und der Schwäche. Wie gut ist es, in schwierigen Zeiten, in den Segensschwall der anderen eintauchen zu können.

In den Sommerferien kam ich einmal – ich weiß gar nicht warum – sehr schlecht gelaunt in den Gottesdienst. Gerade da hat mich Konsti in ein fröhliches Gespräch geführt. Nichts großes, aber mit dem erfrischenden Wortwechsel, war der Tag gerettet.

Wenn Du alleine bist, ist alles viel schwieriger. Du kannst Dich rückbesinnen auf die gute, alte Zeit. Du kannst hoffen, auf die Zukunft. Aber in der Gemeinschaft, in der Gemeinde haben wir die Chance, unsere Schwankungen im Glaubensleben auszugleichen, nach unten abzufedern. Du brauchst nicht jeden Tag Top-Christ zu sein. Du brauchst nicht als der Macher in den Gottesdienst zu kommen. Gott wirkt immer über den einzelnen hinaus. Er hat uns als Gemeinschaftswesen geschaffen, damit wir Gemeinschaft halten. Die Gemeinde ist sein Ort, wo dieses Wechselspiel von Segen sein und Segen erhalten stattfindet. Spielen wir es zusammen.

Und das meine ich wörtlich:

Szene 2: Kollekte mit etwas drin.

Schluss

Bevor der Vorhang fällt, mein Epilog. Was haben wir gesehen?

  1. Der erste Akt war Hören. Die wichtige, natürliche Quelle von Wissen erhalten; die Quelle , die Gottes Taten in der Gegenwart hält. Hört und sprecht von Gottes Taten.
  2. Der zweite Akt war Handeln. Entscheidend handeln. Gott hat den Plan, und mit unseren kleinen, kurzen, Handgriffen schafft er unglaubliches, damit …
  3. im dritten Akt der Segen zwischen den Menschen, Beteiligten und Unbeteiligten, fließt. Ich wünsche Dir Tage, an denen du Rahab bist, und Tage, da Du Dich über die Rahab neben Dir zutiefst freuen kannst.

Amen.

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