Die frohe Botschaft

Michael Weber predigt über die Befreiung , Erlösung und Heilung der Menschen durch das Evangelium, die frohe Botschaft.

PredigerMichael Weber
ThemaDie frohe Botschaft
Reihe
Datum23.08.2020
Länge24:11
BibelstelleJesaja 61, 1 – 2
Michael Weber

Bibeltext

Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden[,]

Jesaja 61, 1 – 2

Predigttext

Jesaja 61,1-2 ist ein ganz besonderes Wort!
Es steht im Alten Testament, und wird im Neuen Testament, in Teilen, von Jesus zitiert.
In nur 2 Versen, sagt der Prophet Jesaja, in komprimierter Form, die Befreiung der Menschen aus ihrer Gefangenschaft und ihre Heilung voraus!

Drei göttliche Mächte sind an dieser Befreiung, Erlösung und Heilung beteiligt, Gott der Vater, sein Sohn Jesus Christus und der Heilige GeistAlle drei, haben ein Ziel, die Befreiung, Erlösung und Heilung der Menschen!


Unser Text spricht von 4 Ereignissen, durch die, diese Rettungsaktion der Menschen, erfolgen soll:

  • Die Verkündigung einer guten Botschaft den Elenden
  • Die Heilung zerbrochener Herzen
  • Die Verkündigung der Freiheit für die Gefangenen und Gebundenen
  • Der Beginn einer Gnadenzeit

Wir wollen uns diese 4 Ereignisse nun näher ansehen:

1. Die Verkündigung einer guten Botschaft den Elenden
Die Worte von einer: „guten Botschaft“ erinnern uns an den Anfang des Neuen Testaments, an das was der Engel des Herrn zu den Hirten bei der Geburt Jesu sagte:
Lk 2,10-11:
„Habt keine Angst!“, sagte er (der Engel des Herrn) zu den Hirten).
„Ich bringe eine gute Botschaft für alle Menschen!
11 Der Retter – ja, Christus, der Herr – ist heute Nacht in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren worden! (NLB)

Die gute Botschaft für alle Menschen lautet:
Der Retter ist da, ja, Christus, der Herr ist da!
Schon hier ganz am Anfang des Neuen Testaments, als Jesus noch in der Krippe liegt, wird Jesus als der Christus, der Gesalbte, der Messias bezeichnet!
Jesus Christus ist der Retter, durch den die Erlösung und Befreiung der Menschen, unsere Erlösung, Heilung und Rettung geschieht. Er ist der prophezeite Knecht Gottes, der das auf sich nimmt, was uns von Gott trennt. Er ist der, der unsere Sünden hinweg trägt und uns so, aus dem Gefängnis unserer Gebundenheiten, befreit.
 
Mit die ersten Worte die Jesus predigte waren:
Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! (Mt 4,17)

Jesus wendet sich mit seiner Botschaft an die elenden, verzweifelten, armen Menschen!
Warum?
Weil Gott einen Faible, eine besonderer Zuneigung für die Elenden und die Armen hat!
Weil ihre Engel allezeit das Angesicht Gottes sehen! (Mt 18,10)
Weil Er sie besonders liebt!
Weil Sie, offen sind für Sein Rufen!

In den Seligpreisungen sagt Jesus unter anderem:
„Gott segnet die, die erkennen, dass sie ihn brauchen, denn ihnen wird das Himmelreich geschenkt
. (Mt 5,3 NLB)

Und so sind es meistens die Tiefpunkte unseres Lebens in denen wir Gottes rufen hören können!
Ja, Gott ruft in bestimmte Lebenssituationen.
Gott ruft in kritische Lebenssituationen.
Gott ruft in Lebenskrisen des Menschen.
Gott ruft die, bei denen nicht „alles optimal läuft.“
Gott ruft die, die mit Ihrem Latein am Ende sind.
Ich möcht zu diesen Aussagen folgende Bibelstelle lesen:
Jesaja 57,15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist:
Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.

Ist das nicht eine wunderbare Aussage Gottes? Können wir uns das vorstellen?
Gott kommt zu dem, der am Ende ist, der keinen Ausweg mehr weiß, und nimmt Wohnung in dieser zerschlagenen Persönlichkeit.

Unser Text spricht von den Elenden (LU) oder Armen (GN u. HFA), an die, diese gute Botschaft gerichtet ist.

In einer älteren Elberfelder Übersetzung ist das Wort Elenden mit „die Sanftmütigen“ übersetzt.
Mit „die Sanftmütigen“ sind Menschen gemeint, die nicht schnell verbittert sind, nicht zornig, nicht schnell aufgeregt und überempfindlich sind.
Denn ein Leben im Elend, kann den Menschen bitter machen und selbst eine gute, frohe Botschaft, kann dann diese Menschen nicht erreichen.

Darum, wie schwer Deine Not auch ist, die Dich belastet, sei nicht verbittert, verschließ Dein Herz nicht, gib Gott die Chance, Dich aus Deiner Not zu holen!

Eine gute Botschaft kann auch mit Gute Nachricht übersetzt werden und so wurde ja auch eine moderne Übersetzung der Bibel genannt, die Gute Nachricht Übersetzung der Bibel.

Gut ist die Nachricht, weil sie uns froh macht, uns in die Freude führt, uns aus dem Elend unserer großen Lebensfrage führt, der Frage:
„Was hat das alles hier – für einen Sinn?“

So ging es mir als junger Mann, in einer Lebens-krise, bis meine Mutter mir ein Gute Nachricht Bibel schenkte und ich die Bergpredigt las. Das was ich las, warf meine ganzen, bisherigen Wert-vorstellungen über den Haufen. Das war eine wunderbare Botschaft für mich und sie führte mich in die Freude, weil ich Jesus Christus in seinem Wort begegnete.

Wir kommen zum 2. Geschehen um unsere Erlösung:

2. Die Heilung zerbrochener Herzen
Wenn die Bibel vom Herzen spricht, dann meint sie unser Innerstes, unsere Seele, unsere Psyche, mit unserem Denken, unserem Willen und unseren Gefühlen.

Wir alle, kennen ja den Satz: „Das hat Ihr/Ihm das Herz gebrochen“!
Diese Redewendung wird meist bei dem Zerbruch einer Liebesbeziehung angewendet. Aber auch andere negative Lebenserfahrungen können einem Menschen das Herz brechen.
Die meisten Menschen machen im Laufe ihres Lebens solche Erfahrungen.
Erlebtes Leid, in Form von Krankheit, bei uns oder bei der Begleitung eines kranken Menschen; Missbrauch, Mobbing, Diskriminierung;
der Zerbruch einer Ehe oder Beziehung;
der Tod eines Menschen den wir liebhaben; Enttäuschungen und eigenes Versagen.
All diese Lebenserfahrungen und das sind längst nicht alle, können uns das Herz brechen.

Wenn wir die Bibel durchschauen, dann können wir feststellen, dass Gott durchgehend, gerade diese verletzten Menschen sucht.
Menschen, die unter dem was sie erlebt haben, leiden.

Unser Text sagt: Heilung ist möglich!
Und deutet auf den Heiland, „Jesus Christus“!
Er ist der Arzt, der uns heil machen kann!

Und wie macht Er das?
Wie verbindet Jesus zerbrochene Herzen, wie es in unserem Text heißt, wie heilt Er die Herzen?
Die Antwort der Bibel lautet:
In dem Er sich selbst zerbrechen lässt! 

Eigentlich ist es viel mehr als ein Verbandswechsel, an den Wunden Deines Herzens, den Jesus Dir anbietet, eigentlich ist es eine Herzoperation!
Eine Operation am offenen Herzen, ja, eine Herztransplantation!
Ist das denn nötig? Steht es denn so schlimm?
Die Bibel sagt, ja, das ist nötig!
Die Diagnose der Herzuntersuchung, der Menschen, ist beim Propheten Hesekiel dokumentiert, und die Diagnose lautet bei dem Propheten:
„es ist ein steinerne(s) Herz!“ (Hes 36,26)

Wie konnte es soweit kommen?
In 1. Buch Mose 6,3 heißt es: „der Mensch ist schwach und anfällig für das Böse.“ (GN)
Sünde und Schuld haben uns zu einem Leben verführt, das uns zum Schaden wurde. Unser Herz hat seinen Schöpfer vergessen und ist hart geworden.  
Und weil ein hartes Herz auch sehr viel Unheil anrichten kann und je länger es lebt, immer härter wird, hat Gott seine Lebenszeit begrenzt.

Maximale Lebenserwartung des versteinerten Herzens: 120 Jahre
Therapie: Nicht therapierbar
Heilung: Nur durch Herztransplantation möglich.
Die gute Nachricht, es ist der Spender eines gesunden Herzens vorhanden:
Name: Jesus Christus
Abstoßungswahrscheinlichkeit: 0 %
Heilungswahrscheinlichkeit: 100 %
Hauptwirkung: Unsterblichkeit!
Bekannte Nebenwirkungen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung und vor allem – Dankbarkeit!
Operationsablauf: Seit 2600 Jahren beschrieben
durch den Propheten Hesekiel:
Hes 36,26:
Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.

Eigentlich ist dieses neue Herz, dass Herz Jesu, das Er für Dich auf Golgatha hingegeben hat, das Gott Dir geben will!

Wir merken sicherlich schon, wenn Jesus von dem Verbinden zerbrochener Herzen spricht, dann meint Er keine Symptombehandlung.
Wenn wir Seinem Heilungsangebot zustimmen, dann werden wir verändert, wir gehören dann zu Jesus und wenn ein Mensch zu Christus gehört,
ist er eine »neue Schöpfung«. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen!

Dieses neue Leben hat ganz eng mit dem:
3. Geschehen unserer Erlösung: Der Freiheit für die Gefangenen und Gebundenen
zu tun!
Dein altes Leben, das Leben mit dem versteinerten Herzen, hat Dich in die Gefangenschaft, ins Gefängnis, geführt.
Von welchem Gefängnis rede ich hier?
Ich rede von dem Gefängnis, unserer Seele, verursacht von unserem Wissen, um die zeitliche Begrenztheit unserer Lebenszeit.

Die Bibel spricht von dieser zeitlichen Begrenztheit des Menschen, vom Tod, als den Feind des Menschen!

Dieser Feind erinnert uns, bewusst oder unbewusst, jeden Tag an unsere Endlichkeit.
Das wirft Schatten auf unser Leben und sperrt uns ein in das Gefängnis unserer Begrenztheit.
Gott hatte den Menschen aber für ein Leben ohne zeitliche Begrenzung geschaffen.
Gott hatte uns für die Ewigkeit geschaffen!
Dieses Wissen, um die Ewigkeit, ist ganz tief in uns verankert und einbetoniert.


Und so hat ein Leben, im Gefängnis der Begrenztheit, auf maximal 120 Lebensjahre,
Folgen für unser Leben!
Uns läuft ganz einfach die Zeit davon!
Das hat Auswirkungen auf unsere Verhaltens-weisen!
Denn wem die Ewigkeit fehlt, der versucht sie in der Gegenwart zu leben!
Dann leben wir nach dem Motto:
„Lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!“ (1.Kor 15,32)
Verhaltensweisen, die dem Gefängnis unserer Begrenztheit geschuldet sind!

Jesaja prophezeit in unserem Text:
Das bleibt nicht so, ich prophezeie Euch: Freiheit für die Gefangenen und Gebundenen!

700 Jahre später wird Jesus Christus in der Synagoge von Nazareth genau diese Worte des Propheten Jesaja von der Freiheit der Gefangenen wiederholen und ergänzen: „Heute hat sich diese Voraussage des Propheten erfüllt.“ (Lk 4,21 (HA))

Und wenig später holt Jesus den Lazarus aus dem Gefängnis des Todes, und bevor Er das tut, sagt Er zu seiner Schwester Marta,
diese Worte der Freiheit: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (Joh 11,25-26)
Das heißt, wenn Du Jesus Christus gebeten hast in Dein Herz zu kommen, dann wohnt Er in Deinem Herzen, dann hast Du sein Herz und das ist unsterblich! Das hat Auswirkungen auf Deine Seele, auf Dein Denken, Wollen, Deine Gefühle!
Der nun in dir wohnende Christus öffnet das Gefängnis Deiner Begrenztheit und Du wirst in die Freiheit geführt!

Das Feiern wir an jedem Osterfest, die Befreiung von dem Schatten des Todes, der von uns genommen ist.
Weil Jesus Christus auferstanden ist, werden wir auch auferstehen!
Der Tod hat keine Macht mehr über uns! Dieses Gefängnis kann uns nicht mehr gefangen nehmen.

Und noch etwas sehr Wichtiges geschieht, durch das Herz Jesu in Dir: Von nun an wird jedes Leid, das Du erfährst, auch Jesu Leid sein!
Und seine Liebe zur Dir, wird nun immer größer sein, als alles, was Dich zu zerbrechen droht!

Wir kommen zum
4.Geschehen um unsere Erlösung:
Der Beginn einer Gnadenzeit
Alle 7 Jahre sollten die Israeliten im Alten Testament ihre Sklaven freilassen.

Dieses gnädige Jahr soll einmal auch für ganz Israel gelten und weiterführend auch für alle Menschen.
Wir sollen keine Sklaven mehr sein!
Gott will uns befreien, aus unserer Versklavung!

Wenn wir jetzt denken, das mit der Sklaverei ist doch lange schon vorbei. Das sollte doch in unserer heutigen Zeit kein Thema mehr sein. Dann ist das nur zum Teil richtig! Ich denke an eine ganz reale Versklavung, der wir Menschen auch in unserer heutigen Zeit unterworfen sind.

Die Sklaventreiber nennen sich:
Profitsucht, Erfolgssucht, Konsumsucht, Schönheitssucht, Fitnesssucht, Vergnügungssucht, Spielsucht, Drogensucht und so weiter und so fort!

Die gute Nachricht ist: es gibt eine größere Macht als diese Sklaventreiber!

Die Gnade Gottes ist so eine Macht, sie wird mit unseren Gebundenheiten fertig, und hält uns, auch wenn wir fallen.

Endgültig offenbar geworden ist Gottes Gnade in seinem einzigen Sohn Jesus Christus!

Das ist im Johannesevangelium Kapitel 1, Vers 16 sehr schön beschrieben, dort heißt es von Jesus:
Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um (über) Gnade. (Joh 1,16)

Seit jetzt fast 2000 Jahren ist Gnadenzeit!
Als Jesus Christus auf Golgatha für die Sünden der Menschheit starb begann diese Gnadenzeit, und die Bibel betont, dass wir uns glücklich schätzen dürfen, dass wir Menschen sind, die in diesem Zeitfenster der Weltenzeit leben, in seiner Gnadenzeit!

Wie lange ist noch Gnadenzeit?

Wie lange währt sie noch?

Wir wissen es nicht!
Und weil das so ist, gibt es Worte in der Bibel die genau auf dieses Problem hinweisen:
Wie: Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht (Heb 4,7)
Auch gibt es christliche Lieder, die dieses Thema aufgreifen, wie:
Sag nicht nein, denn deine Zeit liegt nicht in deiner Hand.
Sag nicht nein, die Zeit vergeht, wie die Spur im Sand.
Sieh, er liebt dich, nimmt deine Sünden und die Lasten dir fort. Neues Leben will er geben.
Komm und glaube seinem Wort.

Wir kommen zum Ende:

Vergiss niemals:
Jesus hat diese Gnadenzeit auch für Dich erwirkt!

Gottes Gnade ist eine ganz große Macht, sie ist größer als die Sünde!

Alles was uns von Gott trennt kann unter die Gnade gestellt werden!  – Alles!


Vergiss nicht den Weg dorthin:
Jesus will Dir ein neues Herz, Sein Herz, geben!


Jesus sagt allen, die Sein Herz annehmen:
ich gebe ihnen das ewige Leben,
und sie werden nimmermehr umkommen,
und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
(Joh 10,28)

Und denke daran:
Gott segnet die, die erkennen, dass sie ihn brauchen, denn ihnen wird das Himmelreich geschenkt (Mt 5,3 NLB)

Amen

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