Der Segen geschwisterlicher Einheit

Einheit in der Gemeinde ist kostbar, belebt und bringt ewig anhaltenden Segen.

PredigerJotham Booker
ThemaDer Segen geschwisterlicher Einheit
Reihe
Datum17.10.2021
Länge32:32
BibelstellePsalm 133
Jotham Booker, Jung-Pastor der FeG-MM
Jotham Booker, Jung-Pastor der FeG-MM

Bibelstelle

1 Ein Lied von David für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Wie schön und angenehm ist es, wenn Brüder in Frieden zusammenleben! 2 Das ist so wohltuend wie das duftende Öl, mit dem der Priester Aaron gesalbt wurde und das vom Kopf herunterrann in seinen Bart, bis hin zum Halssaum seines Gewandes. 3 Es ist so wohltuend wie frischer Tau, der vom Berg Hermon auf die Berge Zions niederfällt. Ja, dort schenkt der HERR seinen Segen und Leben, das niemals aufhört.

Psalm 133

Predigttext

Wir befinden uns politisch ja in einer ganz interessanten Situation. Es stehen Koalitionsverhandlungen an, und es werden die verschiedensten Kombinationen diskutiert – momentan vor allem Jamaika. Klar ist aber (zumindest meiner Meinung nach): Egal, welche Koalition es am Ende wird – es wird schwierig sein, eine Regierung zu bilden, in der Einheit herrscht. Denn die verschiedenen Parteien vertreten ja per Definition verschiedene Interessen, verfolgen unterschiedliche Ziele. Es fällt vielen Parteien ja schon schwer in den eigenen Reihen die Einheit zu wahren. Umso größer ist dann die Herausforderung in einer Koalition. Aber es lohnt sich für sie, um Einheit zu kämpfen, denn nur dann kann man wirklich was bewegen. Wenn alle am gleichen Strang ziehen.

Nicht anders ist das in der Gemeinde auch, unter Glaubensgeschwistern. Auch da, oder besser: gerade da, ist Einheit essentiell. Aber nicht einfach, damit wir irgendwelche selbstgesteckten Ziele erreichen. Nein, sondern weil das Gottes Wille für sein Volk ist: dass wir eins sind, und zwar im Geiste. Geistliche Einheit. Dass wir uns alle an das klammern, was uns in der Bibel als Wahrheit überliefert ist und dass wir gemeinsam danach streben, uns nach dieser Wahrheit zu richten. Wir sind zwar alle unterschiedlich, aber dennoch können und sollen wir geistlich eins sein. So wie Vater, Sohn und Heiliger Geist verschieden, aber dennoch eins sind, so sollen auch wir in unserer Verschiedenheit eins sein und so sollen Gottes Wesen so widerspiegeln. Und wenn wir das tun, dann liegt da großer Segen drauf.

Davon handelt unser Psalm heute, von dem Segen, den geistliche Einheit unter Glaubensgeschwistern bringt. Ein sehr kurzer Psalm, der aber mit sehr kraftvollen Bildern den Segen der Einheit unter Glaubensgeschwistern preist. Er will uns sagen, dass geschwisterliche Einheit ein kostbarer, belebender und ewig anhaltender Segen ist. Das sind auch die vier Punkte, die ich ansprechen möchte:

  1. Geschwisterliche Einheit ist
  2. ein kostbarer,
  3. belebender und
  4. ewig anhaltender Segen. Lasst uns den Psalm lesen und dann nochmal Gott bitten, uns beim Sprechen und Hören zu helfen.

Dieser Psalm ist ein sogenanntes „Wallfahrtslied“, geschrieben von David. Das lesen wir gleich am Anfang, im ersten Vers. Das heißt, das war ein Lied, das jüdische Pilger typischerweise gesungen haben, als sie auf dem Weg nach Jerusalem waren zu einem der großen jüdisch-religiösen Feste, um miteinander zu feiern, aber auch um miteinander Gott anzubeten – und in Einstimmung darauf sangen sie also unter anderem dieses Lied (es gibt noch mehr Wallfahrtslieder). Sie wussten, dass es Gottes Wille war, dass sie alle als ein Volk vor ihn kamen, und so erinnerten sie sich schon auf dem Weg nach Jerusalem daran, wie wichtig geistliche Einheit unter den Volksgenossen, den Glaubensgeschwistern war. Daher ist der erste Punkt also einfach der, dass ich herausstellen möchte, dass es hier um die Einheit von Glaubensgeschwistern, vor allem in der gemeinsamen Anbetung und im gemeinsamen Dienst ihres Gottes geht.

„Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind!“ So fängt der Psalm an. Das Wort „fein“ könnte man auch mit „gut“ übersetzen, das ist dasselbe Wort, mit dem Gottes Schöpfung in 1. Mose 1 bewertet wird: „Gott sah, dass es gut war.“ Und es ist auch dasselbe Wort, das Gott im nächsten Kapitel, in 1. Mose 2, verwendet, wenn er sagt: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ Es ist „nicht gut, dass der Mensch allein sei“, lesen wir in 1. Mose 2, und Psalm 133 sagt uns, „Wie gut ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind!“

Die Ehe wird oft noch als ultimative und einzige Antwort Gottes auf das Alleinsein des Menschen gesehen, aber das ist sie nicht. Die Glaubensgemeinschaft, in die Gott errettete Menschen stellt, ganz konkret: die Gemeinde, ist ebenfalls eine Antwort Gottes auf das Alleinsein des Menschen. In der Gemeinde können wir echte, intime, tiefe Beziehungen erleben, die Ausdruck unserer Einheit als Christen sind. Nicht nur Adam und Eva waren bestimmt, eins zu sein. Das Volk Gottes soll eins sein, jede Ortsgemeinde sollte eins sein. Das ist aber natürlich viel leichter gesagt als getan ist. Denn die Gemeinde ist eine Versammlung von Sündern. Und Sünde zerstört Beziehungen und macht Einheit daher schwer. Wir haben in der Bibel selbst sehr viele Beispiele dafür. Hier ist ja die Rede von ‚Brüdern‘. Ein alttestamentlicher Pilger, der diesen Psalm liest oder hört oder singt, denkt da an Kain und Abel oder Jakob und Esau usw. Und später denkt er da vermutlich auch an das eigene Volk, das in Nord und Süd gespalten war. Da war wenig Einheit. Einheit und Eintracht ist nichts, was dem Menschen natürlich liegt.

Nur Menschen, die sich Jesus Christus im Glauben anvertrauen und sich durch den Heiligen Geist erneuern lassen, können diesem Spaltungsdrang widerstehen und miteinander wieder in geistlicher Einheit leben und so Gott die Ehre geben, ihn widerspiegeln, einander erbauen und der Welt um sie herum ein Zeugnis sein. Wir sollen und wir können eine Einheit sein. Gott hat dich hier bewusst in diese Gemeinde gestellt, damit du hier ein geistliches Zuhause hast: Brüder und Schwestern, mit denen du eins sein sollst. Wie das genau aussehen kann, sehen wir gleich noch. Jetzt, in diesem Moment, möchte ich einfach nur, dass du dir mal einen Moment nimmst, und mal an deine Geschwister hier denkst – du kannst dich auch umschauen und die Leute anschauen, wenn du magst – und dir bewusst machst, dass das Gottes gute Antwort auf dein Alleinsein ist und du daher mit diesen Geschwistern eins sein sollst.

Wenn du auch nur annähernd so wie ich geprägt bist von einer individualistischen Kultur, in der jeder angehalten wird, sein eigenes Leben, Glück, Ziel, was auch immer, vor alles andere zu stellen und sich selbst zu verwirklichen, dann ist dir dieser Gedanke jetzt schwergefallen. Das Gute ist, dass Gott das weiß und dass er uns hier in diesem Psalm drei Gründe dafür nennt, trotzdem alles daran zu setzen, mehr Einheit in die Gemeinde zu bringen.

Der erste Grund ist, dass Einheit unheimlich kostbar ist. Das sagt uns Vers 2: „Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Arons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider.“ Das ist jetzt kulturell ganz weit weg von uns. Aber es ist gar nicht so kompliziert. Öl war damals ein allgegenwärtiges Mittel, um alles Mögliche damit zu tun. Man hat es regelmäßig auf die Haut aufgetragen, man hat es Gästen auch auf den Kopf getan, wenn die von einer langen Reise bei heißen Temperaturen kamen, das war auch sehr angenehm. Das roch dann auch immer sehr angenehm, was nach so einer langen Reise sicher auch wohltuend war. Es war aber eben auch teuer und kostbar; je reicher man war, desto spezieller und teurer war das Öl. Deswegen hat man in der Regel auch nicht viel verwendet. Hier aber fließt das Öl bis in den Bart, so viel wird aufgetragen. Einheit ist also nicht nur ein wenig kostbar, sondern sehr kostbar, wie eine große Menge feinen Öls.

Und wenn wir weiterlesen, merken wir, es fließt auch nicht nur in irgendjemandes Bart, sondern in den Bart Aarons. Aaron war der erste Hohepriester des Volkes Israel, der, wie Könige auch, bei seiner Einsetzung gesalbt wurde. Das heißt, ihm wurde solch ein edles, kostbares, duftendes Öl auf den Kopf gegossen als Zeichen dafür, dass Gott ihn auserwählt hatte als Mittler und in besonderer Weise mit ihm sein würde. Wir reden hier also nicht nur von irgendeinem Öl, sondern hohepriesterlichem Salböl, und nicht nur irgendeinem Hohepriester, sondern Aaron selbst. Und so steigert der Psalmist den Wert dieses Öls nochmal.

Und damit hört er auch nicht auf. Wir lesen weiter und sehen, dieses kostbare Öl läuft nicht nur bis in Aarons Bart, sondern sogar seinen Hals runter bis in den Kragen. Also noch mehr von diesem sehr, sehr kostbaren Öl. Unmengen fast schon. Ihr habt gemerkt, wie der Psalmist diesen Vers aufbaut und steigert. Zuerst ist es kostbares Öl auf dem Haupt, dann so viel Öl, dass es in den Bart läuft, dann sogar in den Bart Aarons und dann sogar bis zum Saum seiner Kleider. Das einzig andere Mal, von dem ich weiß, dass in der Bibel die Rede davon ist, dass so viel kostbares Öl oder Parfüm für eine Person verwendet wurde – manche meinten, verschwendet wurde – ist in Matthäus 26, wo eine Frau kostbares Salböl über Jesu Kopf ausgießt. Wir kennen die Geschichte und wissen, die Frau tat recht. Jesus hatte jeden Tropfen dieses Öls verdient. Es lief ihm ziemlich sicher auch in den Bart bis runter auf seine Kleider und das war gut und richtig.

David sagt hier, mit der Einheit der Glaubensgeschwister ist es auch so. Die ist unglaublich kostbar. Das ist also der erste Grund, warum wir nach ihr streben sollten: Die Einheit von Glaubensgeschwistern ist unheimlich kostbar.

Letztendlich sehen wir es am deutlichsten daran, dass Jesus, der kostbare Hohepriester, sein Leben gab, um uns die Einheit zu ermöglichen. Ja, es war ihm ein solches Anliegen, dass er in der Nacht seiner Festnahme noch ein Gebet zu seinem Vater sprach, das sogenannte hohepriesterliche Gebet, indem eine seiner letzten Bitten war, dass die, die ihm einmal nachfolgen werden eins seien, wie er und der Vater eins sind: Ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“

Lieber Christ, ist dir das bewusst? Wie viel Jesus selbst daran gelegen ist, dass du mit deinen Glaubensgeschwistern eine Einheit bist? Weil die Welt dadurch erkennt, dass Gott Jesus in die Welt zu gesandt hat, um Sünder zu retten? Unterschätzen wir nicht, wie mächtig Einheit unter Glaubensgeschwistern das Evangelium bezeugen kann.

Der zweite Grund dafür, dass die Einheit ein solcher Segen ist, ist, dass sie belebend ist. Das sagt uns der erste Teil von Vers 3. Wenn Brüder in Eintracht beisammen sind, dann ist das „wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions.“ Der Berg Hermon war der höchste Berg Israels, ganz im Norden, im heutigen Syrien. Er ist ungefähr so hoch wie die Zugspitze und war und ist bekannt für große Mengen Tau, was – so nehme ich an – an den großen Temperaturunterschieden liegt. Die Berge Zions hingegen, wo Jerusalem liegt, sind nicht annähernd so hoch und haben nicht annähernd so viel Tau. Sie sind sehr trocken und karg. Ihnen würde mehr Tau sehr gut tun. Es wäre sehr belebend, Zion würde aufblühen.

Einheit oder Eintracht unter Geschwistern, sagt David, ist wie wenn der überreiche, frische Tau des Hermon auf Zion herabfließen und Zion beleben und aufblühen lassen würde. Es ist eine hypothetische, fantastische Vorstellung, weil das eigentlich unmöglich ist. Hermon und Zion sind hunderte Kilometer von einander entfernt, so weit fließt und schafft es Tau nicht. Aber die Vorstellung eines so bewässerten und belebten und blühenden Zion begeistert David und soll den Lesern und Hörern genauso Lust machen, und sie sollen Sehnsucht bekommen nach dieser Einheit mit ihren Geschwistern, die so wohltuend und erfrischend ist wie der Tau des gewaltigen Hermon.

Ich hatte das Privileg, Theologie in Australien studieren zu können, und in meinen ersten beiden Jahren dort herrschte die schlimmste Dürre, die man je in Australien verzeichnet hatte, was dann auch zu den schlimmsten Waldbränden der Geschichte führte. Das Land, die Menschen, die Tiere, die Pflanzen lechzten nach Regen. Nach Wasser, das tote, staubige Erde wässern, Pflanzen wachsen und Tiere tränken würde. Sprich: Wasser, das Leben aufblühen lassen würde.

Einheit unter Glaubensgeschwistern belebt, Einheit unter Glaubensgeschwistern lässt unser geistliches Leben aufblühen. Ich kenne diese Gemeinde wie gesagt nicht, aber wenn du das Gefühl hast, es mangelt an geistlichem Leben, dann wäre es gut, sich relativ bald die Frage zu stellen, ob das vielleicht daran liegt, dass es wenig Einheit gibt. Und das kann unterschiedliche Gründe haben. Corona hat sicherlich nicht geholfen.

Auch wenn du persönlich merkst, dein geistliches Leben läuft eher auf Sparflamme zur Zeit, dann möchte ich dir einfach die Frage stellen, ob du denn sagen kannst, dass du mit deinen Glaubensgeschwistern hier in Einheit, Eintracht und Friede lebst und dienst? Das muss nicht der Grund sein, warum geistlich eher wenig los ist, aber es kann der Grund sein. Deswegen stelle ich diese Fragen.
Jetzt sagst du vielleicht: „Ja, wie sieht das denn aus – Einheit unter Glaubensgeschwistern?“ Nun, ich denke, der Apostel Paulus gibt uns da eine Hilfestellung in Philipper 2. Er schreibt da: „Macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das Eine bedacht seid. 3 Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. 4 Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen.“

Geistliche Einheit hat also mit unserem Denken, aber auch mit unserem Herzen zu tun. Dieselben Gedanken und Pläne, aber auch dieselben Wünsche und Vorstellungen zu haben, einander einmütig lieben. Wir müssen aber auch hören, was Paulus noch sagt in Philipper 2: „Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.“ Letztendlich kann nur so Einheit entstehen: wenn wir den anderen höher schätzen als uns selbst, wenn wir nicht selbstsüchtig handeln, um uns irgendwie zu profilieren. Da müssen wir anfangen.

Deshalb wäre meine Frage an uns an dieser Stelle nicht: Sind wir auf dasselbe bedacht, haben wir dieselbe Liebe? Sondern: achten wir einander höher als wir uns selbst achten? Wie sieht es mit unserer Selbstsucht und unserem Ehrgeiz aus? Haben wir das Wohl unserer Geschwister mehr im Sinn als unser eigenes? Das sind alles Voraussetzungen, ohne die wir keine Einheit bekommen werden. Ohne diese Demut werden uns nicht aufeinander einlassen. Aber diese Demut ist schwierig, denn von uns aus können wir das nicht. Es ist ein Kampf. Aber ein Kampf, der sich lohnt: David verheißt uns hier, dass das unser Zusammenleben beleben wird; wir werden zusammen aufblühen, wenn wir eine geistliche Einheit sind, so wie Zion aufblüht, wenn der Tau des Hermon auf ihn herabkommt.

Falls wir immer noch nicht überzeugt sind davon, wie wertvoll Einheit unter Geschwistern ist, hat David noch ein Argument: das der Ewigkeit. Das kommt im letzten Halbvers zum Ausdruck: „Denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.“ Mit ‚dort‘ meint David „dort, wo Brüder in Eintracht beisammen sind.“ In diesem Fall war das in Zion, weil sich dort die gläubigen Pilger trafen. Aber heute treffen sich die Gläubigen eben woanders. In Gemeinden wie der in Fürstenfeldbruck. Und wenn sie es in Einheit tun, dann liegt da ganz besonderer Segen drauf, nämlich Leben bis in Ewigkeit, der ultimative Segen, wenn man so will. So wie das Öl als Segen herabläuft von Aarons Haupt in seinen Bart und Kragen und der Tau als Segen herabläuft vom Hermon auf Zion, so kommt Leben bis in Ewigkeit als Segen herab auf die, die in Einheit beisammen sind.

In der Ewigkeit werden alle Christen als Einheit zusammen leben und Gott anbeten. Und wir dürfen jetzt schon ein Vorgeschmack davon bekommen. Wenn uns das jetzt nicht gefällt, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob es uns im Himmel gefallen wird. Die Geschwister, die hier zur Gemeinde in Fürstenfeldbruck gehören, sind die, die Gott dir gegeben hat, um dich schon mal auf die Ewigkeit einzustimmen. Deshalb ist Einheit ein ewig anhaltender Segen.

In Offenbarung 7 wird uns ein genau solches Bild aus dem himmlischen Thronsaal beschrieben: „Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: „Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!“

Hier sehen wir das biblische Konzept der Einheit in Perfektion: Menschen, die sehr verschieden sind, aus allen möglichen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen, die aber eines Sinnes sind, auf das eine bedacht sind: Ihren Retter-Gott anzubeten. Darauf steuern wir Christen zu. Dazu sind wir bestimmt, und damit können wir hier und jetzt schon anfangen.

Hier wird auch gesagt, dass diese Menschen vor Gottes Thron alle weiße Kleider anhaben. Auch das drückt ihre Einheit aus. Es bringt aber auch zum Ausdruck, dass sie „ihre Kleider weiß gemacht haben im Blut des Lammes,“ wie es ein paar Verse später heißt. Im Himmel werden nur Menschen sein, die von ihren Sünden reingewaschen wurden. Menschen, die vor Gott bekannt haben, dass sie Sünder sind und Vergebung brauchen. Menschen, die dann auch die Vergebung in Anspruch genommen haben, die Jesus ihnen bietet dadurch, dass er am Kreuz für die Sünden derer bezahlt hat, die ihm vertrauen. Wenn du ihm noch nicht vertraust, lade ich dich ein, heute damit anzufangen, um mit Gott versöhnt zu werden und ewiges Leben zu bekommen. Nur dann kannst du echte Einheit erleben, hier auf Erden unvollendet, aber dennoch echt, und in der Ewigkeit dann in Vollendung.

Diejenigen unter uns, die das schon getan haben – und ich gehe davon aus, dass das die meisten sind – möchte ich nochmal ermutigen, der Einheit hier als FeG Fürstenfeldbruck nachzujagen, sie hochzuhalten, sie auch zu beschützen. Denn die geistliche Einheit unter Glaubensgeschwistern ist extrem kostbar. Jesus hat sein Leben gegeben, um sie zu ermöglichen. Und sie ist belebend. Ein effektives Mittel gegen geistliche Taubheit. Und sie ist ewig anhaltend. Wir können sie als Christen jetzt auf Erden schon erleben und dann in der Ewigkeit in Vollendung genießen. „Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind!“

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