„Ich will hier bei dir stehn!“ – Gedanken zu einem Passionslied von Paul Gerhardt

„Ich will hier bei dir stehn!“ – Gedanken zu einem Passionslied von Paul Gerhardt.

Krieg, Not, Pandemie – waren ihm vertraut. Von Kindheit an, lebte er damit. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb, wendet er sich dem Leiden des Messias Jesus zu. Beschreibend, nachdenklich, sich selbst ganz hineinnehmend. Und es entsteht ein tiefgehendes Passionslied. Seid bald 400 Jahren gehört Paul Gerhardts „O Haupt voll Blut und Wunden“ zu den bekanntesten ökumenischen Passionsliedern. Mit gutem Grund – wie wir entdecken werden.

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Ökumenische Friedensdekade auf „Kriegsspuren“

Banner FriedensDekade 2016: Logo "Schwerter zu Pflugscharen (Micha 4.3)" neben Text "Ökumenische Friedensdekade, 6. bis 16. November 2016, www.friedensdekade.de"

Unter dem Thema „Kriegsspuren“ findet vom 6. bis 16. November 2016 die Ökumenische Friedensdekade statt.  Der Christenrat Fürstenfeldbruck/Emmering beteiligt sich an dieser Dekade.

In der evang.-luth.  Gnadenkirche, Am Sulzbogen18, wird vom 6. bis 16. November eine Ausstellung über den zivilen Friedensdienst (ZFD) zu sehen sein.  Seit 1999 setzt sich der ZFD dafür ein, dass Konflikte gewaltfrei bearbeitet werden. Dazu vermittelt er speziell ausgebildete Fachkräfte in Krisen- und Konfliktregionen. Dort unterstützen sie lokale Partnerorganisationen dabei, friedlich und konstruktive Lösungsansätze zu entwickeln. Denn nicht die Konflikte sind das Problem, sondern die Art, damit umzugehen. Konflikte bieten die Chance zu Veränderung und Entwicklung, allerdings nicht, wenn sie mit Gewalt ausgetragen werden. Die Ausstellung zeigt, wie und wo zivile Konfliktbearbeitung funktioniert.

Am 8. November lädt der Christenrat um 20 Uhr in die Freien Evang. Gemeinde, Oskar-von-Miller-Str. 10, zu einem Vortrag  zum Zivilen Friedensdienst ein:

Auf den Spuren des Krieges im Kosovo:

Wie kann Versöhnung und friedlicher Wandel gelingen? Vergangenheitsarbeit heute

Letztes Jahr kamen Tausende aus dem Kosovo zu uns nach Deutschland und beantragten Asyl. War im Kosovo nicht Frieden? Hatte sich die Lage nicht schon seit langem beruhigt? Was war geschehen?

17 Jahre ist es her seit der bewaffnete Konflikt zu Ende ging. Damals markierte die Flucht und Vertreibung Hunderttausender den größten Exodus seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Noch heute werden viele – Serben wie Kosovo-Albaner – vermisst.

Täter und Opfer von damals versuchen den Krieg und seine Folgen zu verarbeiten. Trotz aller sozialer und wirtschaftlicher Fortschritte aber bleiben tiefe Wunden. Wie also könnte eine Versöhnung aussehen, die zu einem tiefgreifenden friedlichen Wandel führt?

Der Vortrag sowie das anschließende Gespräch sollen Möglichkeiten ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung aufzeigen sowie wie Arbeitsweise des Zivilen Friedensdienstes vorstellen.

Referentin: Andrea Behm, Rechtsanwältin, MA Friedensforschung und Friedensfachkraft mit mehrjährigen Friedenseinsätzen in Kambodscha und Kosovo für den Evangelischen Entwicklungsdienst EED, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ, das Forum Ziviler Friedensdienst, EU und OSZE.

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